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Bitcoin-Futures-Basis normalisiert sich, doch der Markt wartet auf einen Impuls

Die annualisierte Dreimonatsbasis auf $BTC (-0,88 %)-Perpetuals und Quartalsfutures zeigt, wie viel gehebelte Händler zu zahlen bereit sind, um Long-Positionen zu halten, und ist damit ein nützlicher Indikator für die Marktstimmung. Im Bärenmarkt 2022, vor allem rund um den Zusammenbruch von FTX (einer großen Kryptobörse, die im November 2022 Insolvenz anmeldete), rutschte die Basis klar ins Negative. Anfang 2023 erholte sie sich kräftig und stieg im Bullenmarkt 2024 auf über 20 Prozent, ein Zeichen für stark gehebelte Nachfrage. 2026 zeigt ein anderes Bild: Die Basis sank bis März schrittweise, und die der Perpetuals fiel im Frühjahr kurzzeitig unter null. Danach erholte sie sich, im Juli mit zunehmendem Tempo. Zum Datenstand vom 25. Oktober 2026 liegen beide Kennzahlen bei rund 5 bis 6 Prozent p. a. und damit deutlich unter den Höchstständen früherer Zyklen. Der Markt hat sich normalisiert, doch für die Ausrufung eines neuen Bullenmarkts ist es noch zu früh. Die jüngste Erholung ging vor allem auf die Auflösung von Short-Call-Positionen zurück, die die Kurse rasch nach oben trieb. Mit der Normalisierung der Basis ist zudem etwas Cash-and-Carry-Aktivität zurückgekehrt (Long in Spot-$BTC (-0,88 %)-ETFs, Short in Futures). Darüber hinaus deutet nichts auf eine breite Stimmungswende hin, und die Anleger halten sich weiter zurück.


Eine klare Deeskalation im Nahen Osten, die niedrigere Ölpreise und eine nachlassende Inflation mit sich brächte, wäre ein starker Rückenwind. Der wahrscheinlichere Auslöser dürfte jedoch sein, dass Zentralbanken nach einem negativen Schock gezwungen sind, Liquidität bereitzustellen. Ein solcher Schock könnte von einer platzenden KI-Blase in den USA ausgehen, wenn Hyperscaler ihre Investitionen nur schwer monetarisieren können, Open-Source-Modelle die Preise drücken und zirkuläre Verträge das Risiko von Kettenausfällen erhöhen. Auch eine Staatsschuldenkrise in Europa oder Japan käme infrage. Beide Szenarien würden wohl zunächst eine Phase akuten Stresses auslösen, doch #bitcoin zählte in der Vergangenheit zu den wichtigsten Profiteuren der anschließenden Liquiditätsspritzen. Vorerst bleibt der Markt im Abwartemodus. Das gesunde Niveau der Basis spricht für eine saubere Positionierung und lässt Raum für eine stärkere Bewegung, sobald ein Impuls kommt.


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