$IREN (+7,67 %) hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Der Umsatz lag leicht über der Analystenschätzung, der Verlust ist gewaltig – und fast vollständig nicht zahlungswirksam.
Die Zahlen (Q4, Quartal bis 30. Juni):
- Umsatz: 137,2 Mio. $ – rund 4 % über der Schätzung von ~132 Mio. $, nach 144,8 Mio. $ im Vorquartal
- KI-Cloud: 70,5 Mio. $ nach 33,6 Mio. $ (+110 %) – erstmals mehr als das Mining-Geschäft
- Bitcoin-Mining: 66,7 Mio. $ nach 111,2 Mio. $ (−40 %)
- Nettoverlust: 684,0 Mio. $ – davon 450,4 Mio. $ Abschreibungen auf ausgemusterte Mining-Hardware
- Bereinigtes EBITDA: 19,2 Mio. $ nach 59,5 Mio. $
Der Verlust wirkt dramatisch, ist im Kern aber eine Bilanzierungsfolge des Umbaus: Die Mining-Rechner werden abgeschrieben, während die Standorte auf GPUs umgestellt werden. Operativ floss im Quartal Geld herein – 1,81 Mrd. $ aus dem laufenden Geschäft, getragen von 1,72 Mrd. $ an Kundenvorauszahlungen.
Insgesamt verfügt IREN nach eigenen Angaben über 14 Mrd. $ aus Kassenbestand, zugesagten GPU-Finanzierungen und Kundenvorauszahlungen – bei einer Börsenbewertung von rund 16 Mrd. $ ist damit fast der gesamte Unternehmenswert bereits durchfinanziert.
Außerdem hat IREN derzeit bereits Kapazität mit einem ARR von 1 Mrd. $ in Betrieb.
Aufschlussreicher als die Verlustzeile ist der Zinsunterschied in der Finanzierung:
Die 3,6 Mrd. $ für den Vertrag mit Microsoft $MSFT (-1,84 %) kosten 6,0 %, die neue 2,4-Mrd.-$-Runde von Blue Owl $OWL und PIMCO für Kunden ohne Investment-Grade-Rating 9,0 %. Drei Prozentpunkte Aufschlag sind aus meiner Sicht der eigentliche Preis der Kundendiversifizierung.
