Hallo zusammen,
für meine beiden Patenkinder wollte ich früh anfangen, etwas für ihre Zukunft aufzubauen. Also habe ich jeweils 25 € im Monat in ESG‑Fonds von Union Investment gesteckt – solide, unkompliziert, und damals schien es die beste Lösung, weil ich keine passenden ETF‑Alternativen gefunden habe. Buy and Hold war das Motto: Führerschein, erstes Auto, erste Wohnung… all das wird ja nicht gerade günstiger. Praktisch war immerhin, dass Union Investment die Erträge ohne Ausgabeaufschlag automatisch reinvestiert hat.
Doch dann hat sich alles schlagartig verändert.
Privat haben wir zwei Eigentumswohnungen zur Vermietung gekauft – und plötzlich war sofortige Liquidität das wichtigste Thema überhaupt. Die Grundschuld war noch nicht eingetragen, also mussten wir die 6.500 € Maklerkosten selbst vorstrecken. Und genau in diesem Moment merkt man, wie lange Geldwege dauern können: Bei Scalable Capital braucht eine Auszahlung im Vergleich zu Trade Republic gern mal ein bis zwei Bankarbeitstage. Zum Glück war der Makler kulant und hat die Frist verlängert.
Da wurde mir klar: So eine Situation kann auch bei meinen Patenkindern irgendwann auftreten. Ein Fondsverkauf dauert nun mal zwei bis vier Bankarbeitstage. Und wenn es schnell gehen muss, ist das ein Problem.
Deshalb habe ich mich entschieden, die Struktur zu ändern – hin zu $VWRL (+0,02 %) und $XSX7 (-0,13 %), eventuell ergänzt durch $O (-0,97 %) und $MAIN (-1,36 %). Die Dividenden werden aktuell mit rund 2,25 % verzinst. Vielleicht ist die Rendite nicht zu 100 % identisch, aber die Flexibilität ist im Ernstfall einfach Gold wert. Und wenn später zu viel Cash herumliegt, können Zinsen und Dividenden immer noch reinvestiert oder fürs Rebalancing genutzt werden.
