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Es gibt alte Trader und es gibt mutige Trader. Aber es gibt keine alten, mutigen Trader!📈📉📈📉

Was will uns dieses Zitat sagen?


Dieses Thema richtet sich wie immer an alle Trading‑Interessierten. Der Rest einfach weiter scrollen. Wobei nach der letzten Woche mit teils extremen Drawdowns auch für den ein oder anderen B&H Anleger interessant 😅

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Quelle vom Bild: YouTube Mind Math Money


Was sind meine Reflektionen aus meinem Trading Journal?


Für die TL;DR mein Fazit vorneweg:


Die optimale Positionsgröße ist nicht die, die mathematisch den höchsten Profit verspricht. Es ist die, bei der du psychologisch stabil, diszipliniert und klar bleibst!


Denn am Ende gewinnt nicht der mutigste Trader. Sondern der, der lange genug im Spiel bleibt.


Im Zuge meiner Trading Post’s fragte mich letztes Jahr jemand: https://getqu.in/cbIOkg/


„Wenn du eine Win‑Rate von 80 % hast, warum vergrößerst du nicht einfach deine Positionsgrößen? Dann würdest du doch viel mehr verdienen!“


Eine berechtigte Frage, sie klingt logisch. Mathematisch sogar absolut korrekt. Ziemlich zeitgleich zu dieser Frage habe ich letztes Jahr auch begonnen, meine Obergrenze von 10k pro Trading Position auf 15k und später 20k anzuheben. Es hat funktioniert, aber ich habe mich nicht wohlgefühlt. Irgendetwas hat sich verändert. Ich konnte es damals nicht benennen, aber ich habe gespürt: Diese 20k‑Positionen machen etwas mit mir.


Im Q4 2025 bin ich dann wieder konsequent zurück auf ca. 10k pro Position. Mein absoluter Profit in Euro war am Ende nicht höher, trotz größerer Positionsgrößen.


Heute bin ich zufällig über ein YouTube‑Video gestolpert, das exakt beschreibt, was ich damals intuitiv gespürt habe. Ich kann es allen Trading Interessierten empfehlen!


Die Kernaussage ist simpel, aber extrem wichtig:


Die Positionsgröße bestimmt nicht deinen Profit, sie bestimmt deine Psyche.


Ab einer gewissen Größe passiert Folgendes:


  • Du verlierst die Fähigkeit klar zu denken („the ability starts to disappear“).
  • Du tradest nicht mehr den Markt, du tradest dein Konto.
  • Disziplin rückt in den Hintergrund.
  • Trading wird weniger ein Wahrscheinlichkeits‑Spiel und mehr ein psychologisches Stress‑Management.



Mark Douglas, dessen Buch auch in diesem Video zitiert wird, bringt es perfekt auf den Punkt:


„The market is a probability environment. Your brain is not designed to operate calmly when too much is at stake.“


Link YouTube https://youtu.be/yWOviauHmT8?si=_AQpcXk5URZ2ZmbT


Dazu die passende Buchempfehlung: "Trading in the Zone" von Mark Douglas


$IREN (+4,22 %)
$RDW
$ZETA (+3,56 %)
$AMZN (-0,41 %)
$MSFT (-0,18 %)

#trading

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13 Kommentare

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Danke für den Beitrag, Kann dazu auch kurz was sagen. Hatte bei meinen normalen Positionen, also die die ich 1-2 Jahrw oder länger, je nachdem wie sie sich entwickeln, etwas ähnliches bemerkt.
Wie beim Swingtraden oder bei buy&Hold gibt es genauso die Risikobereitschaft die man kenne sollte und wo man sich auch wohlfühlt und es Sinn macht.

Bei mir waren es die letzten 3-4Jahre so 5K Positionen bei Einzelaktien.
Diese Jahr habe ich eine größere Position eröffnet. Über 20k in eine Position.

Fühle mich nicht nervös oder beunruhigend(dachte ich zumindest)- aber etwas hat sich geändert und es ist ein neues Gefühl da das man sonst noch nicht gekannt hat.
Natürlich war diese Woche das beste Beispiel dafür- es ging ordenlich runter. Aber auch so Wochen gehören dazu und zeigt einem dann vielleicht das es doch etwas Nervosität auslösen kann die man vorher noch nicht so kannte.

Fühle mich zwar immer noch wohl damit,aber man merkt es das es doch einen Unterschied macht.🙏🏼
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@HODL-Humpy Du sagst es, man muss sich wohl fühlen. Diese Grenze ist bei jedem anders und verändert sich auch über die Zeit.

Beim Traden sind zB regelmäßige Verluste normal, und sollten nicht belasten. Solange das Setup passt, sind das "Expenses" die dazu gehören. Mir ist aufgefallen, dass ich mir ab einer gewissen Größe plötzlich mehr Gedanken zu diesen Verlusten gemacht habe und diese dazu geführt haben, dass ich angefangen habe an meinem Setup zu "schrauben". Der absolute Betrag war plötzlich im Vordergrund, und eigentlich sollte es Orderflow und PriceAction sein, einfach die Strategie traden🤷‍♂️

Da sieht man halt dann doch den Unterschied zwischen "Papertrading" und wenn es ums echte Geld geht.😅

Vor Jahren hab ich mit 500€ Positionen gestartet, das hat sich beim aktiven Traden jetzt bei um die 10k eingependelt.
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@TomTurboInvest Ja das stimmt, wie du sagst, beim Tradem weiß ich vorher schon das Verluste auch dazugehören-wenn man sich mit diesen nicht wohlfühlt sollte man es erst garnicht probieren-bzw langsam rantasten. Die Börse ist keine Einbahnstraße. Dies muss man auch wissen oder eben lernen. Es gehört dazu Verluste zu machen.

Wie du schön beschrieben hast: wenn die Einsätze größer werden und sich dann Gefühle mit einmischen und dadurch sein Setup das man hat ändern versucht hinzukommt, sollte man es hinterfragen ob es das richtige ist für einen so eine große Summe einzukaufen. Das ist doch etwas vom wichtigsten und das was einen erfolgreich macht. Sein System verwenden und klare Regeln zu führen auch wenn es nach unten geht. Klar manchmal gibt es was zu ändern oder optimieren aber nicht aufgrund von den Gefühlen. Sehr schön beschrieben von dir....
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kann ich 100% bestätigen. Hatte meinen Hebel und Positionsgröße verringert und schon ist meine Win-Rate angestiegen. Auch entry und exit wurden viel besser. Die Psyche spielt halt einfach die wichtigste Rolle
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@Lumimyrsky kann mir gut vorstellen, dass sich bei diesem Thema viele Trader wiederfinden. Wenn es plötzlich „stressig“ wird, sollte man was ändern.
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@TomTurboInvest ja 100% muss aber wenns weiter gut läuft auch schauen wie ich es mache mit Positions größe wieder erhöhen, denke das sollte funktionieren weil Hebel werde ich nicht mehr erhöhen
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Ich habe seit längerem meine Grenzen für bestimmte Positionen, die ich nicht erhöhe. Fühle mich damit sehr wohl.
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@TradingHase Gut so 👍
Don‘t touch a running system!
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Sehr interessant und lehrreich, auch die Kommentare 👍🏻
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@ChrisBizz Danke für dein Feedback!
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Kann ich nur bestätigen. Gerade im trading Bereich fühle ich mich bei Positionen über 20k schnell unwohl. Bei meinen normalen Positionen ist das eigentlich eher selten der Fall. Wobei ich ja bei Rocket Lab auch 2x verkauft habe als die Position über 200k gesprungen ist.
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@Hotte1909 Bei B&H hat man sicher andere Grenzen, aber auch da muss man sich wohl fühlen. So Tage wie letzte Woche Donnerstag können sonst sehr schmerzen 😅
Bei meine großen B&H Position hab ich schon auch für mich SL Level, wo ich dann mit Teilverkäufen starte. Sonst kann es schnell mal „Wie gewonnen, so zerronnen“ heißen.
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Orr hat heute mal wieder super geklappt. Bei $AMZN 😁
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