Space Infrastructure entwickelt sich zunehmend zu einer realen Infrastruktur-Ebene. Tatsächlich entstehen die ersten Bottlenecks bereits heute!
Mit dem Aufbau großer Satellitenkonstellationen, militärischer Systeme und neuer Kommunikationsnetze steigt der Bedarf an zuverlässigem Zugang zum Orbit deutlich schneller als lange erwartet.
Dabei geht es nicht nur um Raketen. Entscheidend wird zunehmend, wer Starts zuverlässig organisieren, Nutzlasten integrieren und Satelliten präzise in ihre Zielorbits bringen kann.
Das wurde zuletzt auch sichtbar, als $ASTS (-2,41 %) (AST SpaceMobile) nach einem Fehlstart nicht die ursprünglich geplante Umlaufbahn erreichte. Space-Infrastruktur scheitert oft nicht an der Idee selbst, sondern an der operativen Umsetzung.
Launch Infrastructure entwickelt sich damit schrittweise von einer Vision zu einer echten industriellen Infrastruktur-Ebene.
Der Engpass liegt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
- verfügbare Startkapazität
- Startfrequenz
- präzise Orbital-Platzierung
- militärisch resiliente Startsysteme
- vertikale Integration
- industrielle Produktionsfähigkeit
Mit steigender Satellitendichte wird Zuverlässigkeit wichtiger als einzelne spektakuläre Missionen. SpaceX hat diesen Markt massiv verändert. Wiederverwendbare Raketen und hohe Startfrequenzen haben die Eintrittskosten in den Orbit deutlich gesenkt.
Gleichzeitig entsteht rund um diese neue Infrastruktur ein zweites Ökosystem. $RKLB (+2,16 %) (Rocket Lab) arbeitet an einer stärker industrialisierten Launch- und Space-Systems-Plattform. $FLY (+5,33 %) (Firefly Aerospace) adressiert responsive Launch-Systeme (flexible, schnelle Startfähigkeit) sowie zunehmende staatliche und militärische Anforderungen.
$LUNR (+2,75 %) (Intuitive Machines) adressiert frühe Mond- und Infrastruktur-Missionen. $RDW (+2,56 %) (Redwire) positioniert sich zunehmend entlang der technischen Wertschöpfungskette im Orbit.
Daneben profitieren auch klassische Luft-, Raumfahrt- und Defense-Unternehmen davon, dass der Zugang zum Orbit strategisch relevanter wird.
Mit wachsender Aktivität im All verschiebt sich der Engpass langsam weiter. Nicht mehr nur: Können wir starten? Sondern: Können wir Infrastruktur im Orbit dauerhaft betreiben? Dazu mehr im nächsten Post.
