5Mon.·

Engpass Space Infrastructure: 1. Launch 🚀

Space Infrastructure entwickelt sich zunehmend zu einer realen Infrastruktur-Ebene. Tatsächlich entstehen die ersten Bottlenecks bereits heute!


Mit dem Aufbau großer Satellitenkonstellationen, militärischer Systeme und neuer Kommunikationsnetze steigt der Bedarf an zuverlässigem Zugang zum Orbit deutlich schneller als lange erwartet.


Dabei geht es nicht nur um Raketen. Entscheidend wird zunehmend, wer Starts zuverlässig organisieren, Nutzlasten integrieren und Satelliten präzise in ihre Zielorbits bringen kann.


Das wurde zuletzt auch sichtbar, als $ASTS (-2,41 %) (AST SpaceMobile) nach einem Fehlstart nicht die ursprünglich geplante Umlaufbahn erreichte. Space-Infrastruktur scheitert oft nicht an der Idee selbst, sondern an der operativen Umsetzung.


Launch Infrastructure entwickelt sich damit schrittweise von einer Vision zu einer echten industriellen Infrastruktur-Ebene.


Der Engpass liegt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig:

  • verfügbare Startkapazität
  • Startfrequenz
  • präzise Orbital-Platzierung
  • militärisch resiliente Startsysteme
  • vertikale Integration
  • industrielle Produktionsfähigkeit


Mit steigender Satellitendichte wird Zuverlässigkeit wichtiger als einzelne spektakuläre Missionen. SpaceX hat diesen Markt massiv verändert. Wiederverwendbare Raketen und hohe Startfrequenzen haben die Eintrittskosten in den Orbit deutlich gesenkt.


Gleichzeitig entsteht rund um diese neue Infrastruktur ein zweites Ökosystem. $RKLB (+2,16 %) (Rocket Lab) arbeitet an einer stärker industrialisierten Launch- und Space-Systems-Plattform. $FLY (+5,33 %) (Firefly Aerospace) adressiert responsive Launch-Systeme (flexible, schnelle Startfähigkeit) sowie zunehmende staatliche und militärische Anforderungen.


$LUNR (+2,75 %) (Intuitive Machines) adressiert frühe Mond- und Infrastruktur-Missionen. $RDW (+2,56 %) (Redwire) positioniert sich zunehmend entlang der technischen Wertschöpfungskette im Orbit.


Daneben profitieren auch klassische Luft-, Raumfahrt- und Defense-Unternehmen davon, dass der Zugang zum Orbit strategisch relevanter wird.


Mit wachsender Aktivität im All verschiebt sich der Engpass langsam weiter. Nicht mehr nur: Können wir starten? Sondern: Können wir Infrastruktur im Orbit dauerhaft betreiben? Dazu mehr im nächsten Post.

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11 Kommentare

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Danke für den Beitrag 👏
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@Flantox Vielen Dank fürs positive Feedback 🙏🏻
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5Mon.
Danke, bin inhaltlich total bei dir. Dem Space Sektor traue ich kurz und mittelfristig sehr viel zu.
Ich würde allerdings den Blick nicht nur in die USA richten, sondern auch auf Europa. Die europäischen Staaten versuchen sich von den USA zu emanzipieren und werden viele viele Milliarden in europäische Firmen rein pumpen. Leider gibt es nicht allzu viele reinrassige europäische Space Firmen, die an der Börse notiert sind. Außer $OHB und $ETL sind das überwiegend die bekannten Defence und luftfahrt konzerne in Europa
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@GHF Sehe ich ähnlich. Europa dürfte im Space-Bereich strategisch deutlich aktiver werden, gerade bei souveräner Infrastruktur und unabhängigen Zugängen zum Orbit.

OHB finde ich in diesem Zusammenhang ebenfalls spannend, habe ich auch im Depot. Das Unternehmen sitzt aus meiner Sicht aber weniger auf der klassischen Launch-Ebene, sondern eher dort, wo die nächsten Themen entstehen: Satellitensysteme, Orbital Services und Space Data.

Auf diese Ebenen (vgl. Visual) gehe ich in den nächsten Teilen der Serie noch näher ein.
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Ich finde Deine Posts immer sehr interessant. Ich fände es sehr gut, wenn Du zu jedem Thema auch Deinen Favoriten nennen würdest mit Deinem Kursziel welches Du siehst. Ich bin in vielen der Werte auch investiert. Von daher würde mich interessieren, ob sich unsere Einschätzungen decken
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@Multibagger Danke Dir 😊 das freut mich. Ich schaue weniger auf klassische Kursziele oder „Lieblingsaktien“. Für mich ist entscheidender, ob ein Unternehmen auf einem strukturellen Engpass sitzt und ob dieser Engpass mit wachsender Skalierung wichtiger wird. Ich komme also eher vom Engpass als vom Unternehmen.

Gerade im Space-Bereich gibt es aus meiner Sicht einen Unterschied zwischen allgemeinem Exposure zum Trend und Unternehmen, die wirklich kritische Infrastruktur-Ebenen adressieren.

Deshalb interessieren mich eher Fragen wie: Wird diese Fähigkeit künftig schwer ersetzbar? Entsteht dort operative Abhängigkeit? Wird die Infrastruktur mit wachsender Komplexität wichtiger oder eher austauschbar?

Meine persönlich spannendsten Titel sind deshalb oft gerade nicht die Mainstream-Werte, sondern kleinere Firmen, die aus meiner Sicht auf zukünftigen Engpässen sitzen könnten.

Ein Beispiel wäre Astroscale aus Japan. Weltraummüll klingt heute noch nach einem Nischenthema. Langfristig könnte Debris Removal aber selbst für große Konstellationen und Systeme zum kritischen Faktor werden. Im Extremfall sogar für SpaceX selbst.

Astroscale baut inzwischen auch Momentum auf, der Markt beginnt den möglichen Bottleneck langsam wahrzunehmen.

Solange der Engpass besteht und das Unternehmen operativ liefert, bleibt es für mich interessant. Wenn sich die Lage verändert, tausche ich entweder den Titel aus oder schau', wo der nächste relevante Engpass entsteht.
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@ScaleLimits das sehe ich auch so. Mein buyin bei $186A ist bei 4,80€. Bin also rund 115% vorne. Wie findest Du $SIDU? Wahrscheinlich für Dich zu wenig Engpass?
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@Multibagger Ah, schön, du hast Astroscale auch! Am 8. Januar holte ich den Titel für 4,30 €, liege jetzt bei +147 %. Und nein, SIDU ist für mich keine Engpass-Aktie. Die machen m. E. "irgendetwas mit Weltraum", ohne wirklich ein spannender Bottleneck-Player zu sein. Und die langfristige Kursentwicklung von über 1.052 $ auf nur noch 4 $ finde ich auch nicht überzeugend 🤷🏻‍♂️
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@ScaleLimits na ja, Du hast die falsche Richtung im Fokus. Ich sehe genug Luft bis zum ATH. 😉😂
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@Multibagger Ja, du eröffnest mir gerade ein völlig neue Betrachtungsperspektive, haha 🤗
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Bitte auch dazuschreiben, wer Schuld daran hat, dass der Satellit von $ASTS nicht dort angekommen ist, wo er sollte. So klingt es so, als wäre $ASTS Schuld, was aber nicht der Fall ist.
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