Der Markt zeigt mehrere Zeichen der Überhitzung. Anleger gehen beispiellose Risiken ein, ihre Barreserven sind fast aufgebraucht, und Kapital strömt in hochriskante, gehebelte Fonds. Südkoreas Aktienmarkt erlebt noch nie dagewesene Schwankungen. Das klarste Warnsignal kommt jedoch vom Anleihenmarkt: Die Nachfrage nach Tech-Anleihen ist eingebrochen, Investoren fordern höhere Zinsen, und große US-Banken bauen ihre Positionen ab. Das ist entscheidend – vor allem angesichts erheblicher Finanzierungsbedarfe in absehbarer Zeit. Zugleich bleiben die versprochenen KI-Renditen aus, da günstigere Tools den führenden Systemen dicht auf den Fersen sind. Historisch führt der Anleihenmarkt den Aktienmarkt an – besonders bei diesem Risikoniveau. Daher unterscheiden sich die Signale des Anleihen- und des Aktienmarkts, wie das beigefügte Diagramm zeigt.
Vor diesem Hintergrund ist neuer Ölpreisdruck ein schlechtes Zeichen: Der schwache Inflationsbericht der Vorwoche wirkte besser, weil die Ölpreise im Juni stark gesunken waren; die Spannungen am Golf in den letzten zehn Tagen bedeuten, dass der Juli ein anderes Bild zeigen wird. Höhere Ölpreise wirken wie eine Steuer auf den Alltag. Diese Kombination ist schlecht für Risikoassets und könnte Zinssenkungen verlangsamen oder sogar umkehren – ein Szenario, in dem Notenbanken letztlich frisches Geld ins System pumpen müssen. Das ist genau das Umfeld, in dem $BTC (+0,02 %) und $GOLD glänzen: Beide schneiden in diesem Jahr schwach ab, und beide hätten am meisten zu gewinnen, wenn die Notenbanken zu einer geldpolitischen Expansion übergehen.
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