$BTC (+1,22 %) hat die Marke von 80.000 US-Dollar zurückerobert. Das ist charttechnisch wichtig, weil der Markt seit Ende Januar mehrfach an diesem Niveau gescheitert war.
Der Anstieg wirkt jedoch nicht wie eine breite Retail-Euphorie. Getrieben wird die Bewegung vor allem von institutionellen Zuflüssen: Spot-Bitcoin-ETFs sammelten im April rund 2,9 Milliarden US-Dollar ein, im Mai kamen bislang weitere rund zwei Milliarden US-Dollar hinzu.
Der Rückenwind kommt von mehreren Seiten: niedrigere Ölpreise, etwas entspanntere geopolitische Risiken, ein schwächerer Dollar, ETF-Nachfrage und weitere Käufe großer Bitcoin-Adressen. Gleichzeitig bleibt Vorsicht angebracht. Die Inflation ist hartnäckig, die US-Notenbank hat wenig Spielraum für Zinssenkungen, und regulatorische Fortschritte helfen eher Ethereum, Stablecoins und DeFi als Bitcoin selbst.
Fazit: Der mittelfristige Ausblick bleibt konstruktiv. Aber dieser Markt wird weiter stark von Liquidität, ETF-Flows und Makrodaten bestimmt – nicht von einer sauberen neuen Krypto-Euphorie.