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Die Aktie von IREN Ltd legte im Vormittagshandel um +4,6 % zu. Anleger reagierten auf das Zusammentreffen mehrerer Katalysatoren: eine bemerkenswerte Aussage der Unternehmensführung zur Knappheit von KI-Infrastruktur und die Offenlegung einer bedeutenden institutionellen Beteiligung, die zusammen die bullishen Argumente für die auf Energieversorgung fokussierte Strategie des Unternehmens untermauerten. Am 25. Mai berichtete Bloomberg Tech über Äußerungen von IREN-Mitbegründer und Co-CEO Daniel Roberts. Dieser merkte an, dass ein Unternehmen, das heute eine 1-Gigawatt-KI-Anlage baut, seine ersten Rechenkapazitäten wahrscheinlich nicht vor 2030 online bringen könnte. Dieser Zeitplan unterstreicht, warum Infrastrukturentwickler wie IREN – neben Energieversorgern – erneut das Interesse von Investoren auf sich ziehen, da der Markt diese Unternehmen zunehmend für ihren Zugang zu Hochleistungs-Stromnetzen und nicht nur für reine Server-Hardware bewertet.
Zusätzliches institutionelles Gewicht erhielt die Kursbewegung durch eine Offenlegung in den 13F-Pflichtmitteilungen der Tudor Investment Corp. für das erste Quartal. Daraus ging hervor, dass der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones seine Aktienposition an IREN um 57 % aufstockte, indem er 11,58 Millionen Stammaktien hinzufügte und seinen Gesamtbestand damit auf 31,8 Millionen Aktien erhöhte. Jones verlagerte zudem seinen Fokus weg von Derivaten und reduzierte seine Call-Optionen auf IREN um 50 %, was als langfristige Wette auf physische Infrastruktur gedeutet wird. Gegenüber CNBC erklärte er: „Wir fühlen uns weiterhin wie im Jahr ’99“, und prognostizierte, dass das „Produktivitätswunder“ der KI noch zwei Jahre andauern und einen Marktanstieg von 40 % bewirken werde.
Der heutige Kursanstieg wird zudem von einer Reihe von Unternehmensmeilensteinen getragen, die das Investitionsprofil von IREN in den letzten Wochen neu geformt haben. IREN unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag mit NVIDIA über Cloud-Dienstleistungen für KI-Infrastruktur im Wert von rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Der Vertrag gewährt NVIDIA Zugang zu gemanagten GPU-Cloud-Diensten sowie zu Orchestrierungs- und Cluster-Management-Software, die von luftgekühlten Blackwell-Systemen mit einer Leistung von rund 60 MW am IREN-Standort in Childress, Texas, bereitgestellt werden. Das Unternehmen schloss außerdem die Emission von Wandelanleihen im Wert von 3,0 Milliarden US-Dollar ab. Da Texas den Netzanschluss für neue, energieintensive Rechenzentren erheblich erschwert, gehört IREN nach eigenen Angaben nun zu den wenigen Unternehmen mit einem klaren Weg, um im großen Stil ans Netz zu gehen. Die bedeutende Partnerschaft mit NVIDIA, frische Finanzmittel und eine neue Software-Ebene aus der Vereinbarung mit Mirantis positionieren das Unternehmen dafür, über das reine Hardware-Hosting hinauszugehen und sich zu einer vollständig gemanagten KI-Computing-Plattform zu entwickeln.
Ein positives Marktumfeld bot Unterstützung für die heutigen Kursgewinne: Der NASDAQ stieg um +1,1 %, der S&P 500 legte um +0,7 % zu und der Dow Jones gewann +0,2 % hinzu, was die branchenweite Begeisterung für KI-bezogene Titel widerspiegelt. Laut 14 Analysten lautet die durchschnittliche Bewertung für die IREN-Aktie „Buy“, mit einem 12-Monats-Kursziel von 75,00 US-Dollar. Zusammengenommen haben die offenen Worte des CEO zur Energieknappheit, das klare Signal eines überzeugten Engagements institutioneller Investoren und die schnell wachsende Präsenz von IREN im Bereich der KI-Infrastruktur die Aktie in Richtung ihres Tageshochs von 61,47 US-Dollar getrieben. Damit bleibt sie als einer der am Markt meistbeachteten Werte im Bereich der KI-Infrastruktur fest im Fokus.
