Nach über 1,5 Jahren im Depot ist heute Schluss: Ich habe meine Position in Tomra Systems ($TOM (-7,75 %))komplett aufgelöst.
Warum?
Weil man an der Börse nicht für das „Warten auf Besserung“ belohnt wird, sondern für das Halten der besten Assets.
Die harten Fakten nach den heutigen Q4-Zahlen (13.02.2026):
Recycling-Krise ohne Ende:
Während das Pfandgeschäft (Collection) stagniert (+2 %), bricht die Recycling-Sparte massiv ein (-27 % Umsatz).
Management-Kapitulation:
Das Management hat heute offen zugegeben, dass die Probleme im Recycling-Markt bis 2027 anhalten werden. Das bedeutet: Noch mindestens 12–18 Monate „totes Kapital“.
Cashflow-Kollaps:
Der operative Cashflow ist von 83 Mio. € auf gerade mal 24 Mio. € zusammengeschmolzen. Das ist kein Wachstumscase mehr, das ist eine Restrukturierungs-Story.
Der Switch zu Hermès ($RMS (-0,51 %)):
Anstatt auf ein politisches Wunder bei Tomra zu hoffen, habe ich das Kapital direkt in Hermès umschichtet.
ROI-Maschine:
Während Tomra spart, hat Hermès gestern (12.02.) Rekordzahlen mit einer 41 % Marge geliefert.
Analysten-Rückenwind:
Bernstein hat Hermès gerade erst auf „Outperform“ hochgestuft (Kursziel 2.650 €).
Echte Preissetzungsmacht:
Hermès erhöht 2026 die Preise einfach um 5–6 %, weil die Nachfrage die Produktion dauerhaft übersteigt.
Mein Fazit:
30 % Minus bei Tomra schmerzen kurzfristig, aber die Opportunitätskosten, ein weiteres Jahr in diesem „Drama“ gefangen zu sein, wären deutlich höher.

