Der Verkehr durch die Straße von Hormus normalisiert sich, Ölpreise sind deutlich gefallen und notieren wieder auf Vorkrisenniveau. Damit rücken Inflationssorgen vorerst in den Hintergrund – und Anleger konzentrieren sich wieder stärker auf das Thema künstliche Intelligenz. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist entsprechend robust, während Krypto seit Oktober vergleichsweise lustlos wirkt.
Ein Teil der jüngsten ETF-Abflüsse dürfte deshalb weniger als grundsätzliche Abkehr von $BTC (+0,2 %) zu lesen sein, sondern als Umschichtung: Kapital fließt in Halbleiterwerte, KI-Profiteure und große Börsengänge. Für die US-Notenbank bleibt die entscheidende Frage, ob KI bereits echte Produktivitätsgewinne liefert – oder ob die Märkte vor allem künftige Effekte vorwegnehmen.
Krypto wirkt derzeit unspektakulär. Entscheidend ist: Die Asset-Klasse ist nicht verschwunden, sie sucht nach einem neuen, stärker nutzungsgetriebenen Narrativ. Unter der Oberfläche nimmt Tokenisierung Fahrt auf – mit Aktien- und Rohstoff-Perpetuals, Pre-IPO-Anteilen, Prognosemärkten und künftig tokenisierte Portfolios.