6Tg·

Hapag-Lloyd erwirbt Israel-Reederei

$HLAG (+0,24 %)
$ZIM (-0,98 %)


Hamburg – Auf den Weltmeeren entsteht ein neuer Riese. Deutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd übernimmt die israelische Rivalin ZIM. Für den Deal legt der Hamburger Konzern rund 3,5 Milliarden Euro auf den Tisch. Das teilte das Unternehmen am Montag offiziell mit. Hapag-Lloyd zahlt 35 Dollar je Aktie. Die Übernahme wird komplett in Geld finanziert, nicht über einen Aktientausch. Für Hapag-Lloyd ist es einer der größten Zukäufe der Firmengeschichte.


Aufbruchstimmung für die Reedereien


Während der Coronajahre explodierten die Frachtraten, Redereien verdienten Milliarden. Danach folgte der Absturz: Überkapazitäten, sinkende Preise, geopolitische Spannungen. Viele Konzerne mussten sich neu aufstellen. Jetzt beginnt die nächste Phase – die Großen sichern sich Marktanteile und bauen ihre Netzwerke aus. ZIM mit Sitz im Mittelmeerhafen Haifa ist aktuell die neuntgrößte Container-Reederei der Welt. Das Unternehmen betreibt 145 Schiffe, darunter 130 Containerschiffe und 15 Fahrzeugtransporter. Hapag-Lloyd liegt derzeit auf Platz fünf der globalen Rangliste. Durch die Übernahme will der Konzern diese Position nicht nur verteidigen, sondern strategisch ausbauen.


Gemeinsam über 400 Schiffe


Gemeinsam kämen beide Unternehmen auf mehr als 400 Schiffe. Der weltweite Marktanteil von Hapag-Lloyd würde nach Analystenschätzungen von rund 7 auf knapp unter 9 Prozent steigen. Damit rückt der Hamburger Konzern näher an den chinesischen Rivalen Cosco heran und festigt seine Rolle als einer der größten Player im globalen Container-Geschäft.


Hapag-Lloyd führt eine eigene Tochterfirma in Israel mit ZIM zusammen. Finanziert wird der Milliardenkauf teils aus der eigenen Kasse, teils über Kredite von bis zu rund 2,1 Milliarden Euro. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Staates Israel. Hapag-Lloyd rechnet damit, dass der Deal bis Ende 2026 vollzogen wird. Am ZIM-Hauptsitz in Haifa reagierten Teile der Belegschaft laut israelischen Medien mit einem Streik auf die Übernahme. Der Betriebsrat habe sich übergangen gefühlt.


Gefunden bei Bild

5
3 Kommentare

Profilbild
Da du diesen Text nicht selber geschrieben hast, solltest du die Zeitung mit den vier Buchstaben aus der du das Kopiert hast als Quelle angeben. Nur so als Tip. Auch hier gelten Urheberrecht und sowas 😬
11
Profilbild
@Raketentoni Und vor allem legen hier viele Wert auf Quellverweise. 😁
2
Profilbild
Kommt für mich jetzt doch Recht plötzlich. Hapag-Lloyd war ja nicht wirklich der Wunschkandidat seitens Staat und Gewerkschaft und es hieß ja mal, dass auch Maersk Interesse angemeldet hätte.
Dass Israel zustimmt, wage ich irgendwie auch zu bezweifeln, bei Maersk vermutlich eher.
Werde Teil der Community