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Yen-Krise: Warum Japans Notenbank Gold und Bitcoin zu Gewinnern macht

Letzte Woche griffen Japan und das US-Finanzministerium in koordinierter Form ein – Japan verkaufte Euros und stützte den Yen, nachdem dieser auf Rekordtiefs gefallen war. Doch Japans Währungsschwäche hat tiefere Wurzeln: Die Inflation zieht an, während die Bank of Japan (BOJ) ihre Geldpolitik viel zu locker hält. Dabei hat Japan kaum Handlungsspielraum. Die Staatsschulden liegen bei rund 230 Prozent des BIP, und die BOJ besitzt ungefähr die Hälfte davon. Würde die Zentralbank die Zinsen deutlich anheben, entstünden enorme Kosten – doch jede Verzögerung der Normalisierung beschädigt das Vertrauen in den Yen weiter.


Das echte Risiko liegt in den Zinsunterschieden zu den USA. Höhere japanische Renditen würden den Abstand zu US-Renditen verringern und könnten einen massiven Ausstieg aus Carry-Trades auslösen – ein Szenario, das Risikoassets belasten und den Verkaufsdruck auf US-Staatsanleihen verstärken würde. Deshalb ist die BOJ gezwungen, US-Staatsanleihen zu verkaufen, um den Yen zu verteidigen, ohne die eigenen Zinsen anzuheben. Das war auch der Grund für das Eingreifen Washingtons: um diese Verkäufe zu begrenzen – zu einer Zeit, als die 30-jährige Treasury-Rendite auf ihren höchsten Wert seit 2007 gestiegen war. Die BOJ wirkt jedoch zu selbstzufrieden. Je länger die Normalisierung aufgeschoben wird, desto größer das Risiko einer plötzlichen, heftigen Anpassung.


Die wahrscheinlichste Folge ist genau ein solcher breiter Carry-Trade-Ausstieg. Das würde den US-Anleihemarkt zu einem besonders fragilen Zeitpunkt treffen – die Renditen sind bereits erhöht, die Bundesschuld wächst weiter, und Emission und Refinanzierung von Staatsanleihen bleiben substanziell, mit einer Fälligkeitsstruktur, die sich stark auf den kurzen Laufzeitbereich konzentriert, nachdem sich der Markt auf Zinssenkungen positioniert hatte, die vor dem Iran-Konflikt erwartet worden waren. Zusätzlicher Verkaufsdruck in einem solchen Umfeld könnte massiv werden und die Federal Reserve in ihre gewohnte Rolle als Käufer der letzten Instanz zwingen. Ob durch Fed-Liquiditätsspritzen oder durch eine hoch verschuldete BOJ, die um die Glaubwürdigkeit des Yen kämpft – die Botschaft ist dieselbe: Das Makro-Umfeld wird zunehmend günstiger für knappe Wertaufbewahrungsmittel wie $GOLD und $BTC (-0,23 %).


$BITC (+0,74 %)

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