Brenntag legt weiterhin den Turbo ein. đ
Lanxess toppt, wÀhrend BASF floppt.
Es ist mittlerweile sehr offensichtlich, dass nur bestimmte Manager die Unternehmensphilosophie verinnerlicht haben, sodass man Unternehmen auch durch hĂ€rteste Krisen fĂŒhren kann.
Vor knapp einem Monat schrieb ich eine Vorstellung zu $BNR (+0,88Â %). Seitdem gab es nicht nur eine regelrechte Kursrallye, sondern nun auch tolle operative Impulse.
Am gestrigen Tag, den 7.12, konnte die Brenntag-Tochter "Brenntag Specialties" einen exklusiven Distributionsvertrag mit Halox, der $ICL - Tochter, fĂŒr den brasilianischen Markt vereinbaren.Â
Damit sind weitere Impulse fĂŒr die Zukunft gesichert. Hier wittert man nicht nur den derzeit stĂ€rksten Investitionsmarkt Brasilien und damit einhergehende Konjunkturspitzen, sondern auch Chancen auf dem lukrativen Markt fĂŒr Lacke und Beschichtungen, die im Sektor chemischer GĂŒter Ă€uĂerst margenstark und konjunkturrobust gelten.
Auch fĂŒr Lanxess $LXS (-1,7Â %) gab es tolle Neuigkeiten:
- Zum Einen kaufte der CEO Matthias Zachert Aktien im Wert von ~200.000⏠und schickte damit massive Impulse an den breiten Markt.
- Zum anderen ging es der InvestorenprĂ€sentation, wie von mir erwartet, bereits hervor, dass Lanxess nicht auf Fremdkapital angewiesen ist, was Investoren allerdings erwartet hatten. Die ZuflĂŒsse aus dem operativen GeschĂ€ft werden durch die Effizienzsteigerung im Zuge des Sparprogramms getrieben und die kurzfristigen Verbindlichkeiten bis 2025 können mit Eigenmitteln gedeckt werden.
BASF $BAS (-1,07Â %) bleibt weiterhin ein Miesepeter der bedeutenden deutschen Kernindustrie und wird keine Besserung finden.
Zwar kĂŒndigte man ebenfalls am gestrigen Tage einen umfassenden Konzernumbau an, aber auch diese Wirkung wird verpuffen.
Unter anderem wurden folgenden MaĂnahmen angekĂŒndigt:
- Rechtliche Trennung der Sparten fĂŒr Landwirtschaft, BatteriegeschĂ€ft und Beschichtungen und damit einhergehende Margensteigerungen
- Restrukturierung, insbesondere des Hauptwerkes Ludwigshafen
- KĂŒrzung des Investitionsbudgets
WÀhrend getquin also weiterhin eine stabile Dividende feiert, machen sich sicher die wenigsten Gedanken, was die Zukunft des Konzerns angeht. Letztendlich wird das Geld aus dem Konzern heraus verteilt, was im Investitionsbudget fehlt. Ohne eine stabile Investitionsstrategie und damit einhergehender Innovationen wird BASF weitere Marktanteile verlieren, denn diese werden derzeit ohnehin nur durch hohe Rabatte erkauft, wÀhrend die Margen verfallen.
Hier wĂŒrden nun wiederum einige Oberschlaue mit dem Gaspreis argumentieren. Die Rohstoffpreise sind aber faktisch im Einkauf kaum noch relevant. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Preise wieder normalisiert.
Der ausschlaggebende Punkt fĂŒr die anhaltende SchwĂ€che der Industrie bleiben die FolgemĂ€rkte, insbesondere der Bau- und Immobilienbereich, welcher in Folge der PreissprĂŒnge 2022 nahezu zum Erliegen gekommen ist und die meisten Unternehmen der Sparten derzeit mit Existenzsorgen leben.
Ein weiterer wichtiger Punkt fĂŒr Halter der Aktie dĂŒrfte eher die Nachfolge des CEO darstellen. Leider haben relevante Investoren derzeit kaum Vertrauen in die Aktie. Ăberwiegend Privatanleger halten die Anteile. Vielleicht sollte dies zum Nachdenken anregen, wenn nur der Social-Media-Feed den unglaublichen Turnaround wittert.
