Auch solche Geschichten müssen mal erzählt werden. Nach 4 Jahren ist jetzt bei mir Schluss mit $PARAA (+0 %) und ich werde wohl diese Woche noch verkaufen. Grund ist, dass zum Stichtag morgen ein Übernahmeangebot i.H.v. 23 USD vorliegt. Dieses werde ich jedoch nicht annehmen, sondern der Schnelligkeit wegen über den Sekundärmarkt zu rund 22.5 USD verkaufen. Auch die Möglichkeit die Aktie zu tauschen in Shares der neuen Company nehme ich nicht wahr.
Für mich ist dies leider ein sehr unzufriedenstellende Situation. Ich hatte lange Zeit den Verkauf geplant und auf einen Verkaufspreis von wenigstens 24 USD spekuliert, um keine weiteren Verlust realisieren zu müssen.
Die 100 Stück Aktien werden demnach bei 5% unter dem Buy-In wieder verkauft. Hinzu kommen Handelsgebühren von 12€ und Steuern in der Größenordnung von 20€. Die Verluste können daher insgesamt durch die Nettodividenden von 73€ nicht kompensiert werden, so dass unterm Strich erneut rote Zahlen für den Verlusttopf entstehen.
Insgesamt ist dieser Vorgang extrem unbefriedigend, mich von einer langfristigen Buy-and-Hold Position trennen zu müssen und das auch noch mit Verlust. Doch auch sowas gehört dazu und muss daher angesprochen werden. Kleiner Trost ist, dass es zumindest am Markt gerade reichlich Gelegenheit gibt, das frei gewordene Kapital wieder zu verjubeln.
Im Vergleich zur Depotgröße sind die Verluste nur minimal. Und sie sind keineswegs mit den defacto Totalverlusten zu vergleichen von Aktien die entweder bei -90% stehen oder aus dummen Gründen aktuell nicht handelbar sind. Aber dennoch ist die Enttäuschung schwerwiegend, wenn man eine vermeintlich solide und dividendenstarke Aktie kauft nur damit diese vom Sparbuch und sogar vom Cash outperformt wird.