Heute $PFE (+0,06 %) gegen $ROG (-0,64 %) getauscht. Zum einen sehen ich Roche als Länderdiversifikation. Nehme die geringere Dividende in Kauf und hoffe auf mehr Wachstum.
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Beiträge
108Heute $PFE (+0,06 %) gegen $ROG (-0,64 %) getauscht. Zum einen sehen ich Roche als Länderdiversifikation. Nehme die geringere Dividende in Kauf und hoffe auf mehr Wachstum.
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$NOVO B (-0,11 %)
$NVO (-0,26 %)
$UNH (-0,24 %)
$MRK (+0 %)
$JNJ (+0,05 %)
$XDWH (+0 %)
$PFE (+0,06 %)
$LLY (+0,29 %)
Bin gespannt wie die europäischen Börsen heute reagieren, aber bei dem RSI extrem überverkauft und ich könnte mir auch gut als zock erstmal einen Bounce bei 300 dänischen Kronen vorstellen.
Probiert hier irgendjemand als Trader sein Glück und ist so Lebensmüde mit Hebel ? 😂
@Multibagger nochmal einen draufsetzen ? Hättest du ein gutes Zertifikat dafür ?
$NOVO B (-0,11 %)
$LLY (+0,29 %)
$HIMS (-0,2 %)
$NVO (-0,26 %)
$PFE (+0,06 %)
$JNJ (+0,05 %)
$MRK (+0 %)
Er hat Briefe an 17 Unternehmen, darunter Eli Lilly, geschickt und sie aufgefordert, die Preise innerhalb von 60 Tagen zu senken.
Sagte, wenn sie sich weigern, wird er ein „bundesstaatliches Instrument“ zum Schutz der Amerikaner einsetzen
Wird ja immer spannender 😂
Die 17 größten Pharmakonzerne wurden angeschrieben und erhielten eine Frist bis 29. September ihre Preise zu senken, andernfalls kommt Trump persönlich vorbei. 😈
Der S&P500 Pharmasektor war mit -2,2 % der schwächste Sektor heute.
$NOVO B (-0,11 %)
$LLY (+0,29 %)
$HIMS (-0,2 %)
$NVO (-0,26 %)
$PFE (+0,06 %)
$JNJ (+0,05 %)
$MRK (+0 %)
Er hat Briefe an 17 Unternehmen, darunter Eli Lilly, geschickt und sie aufgefordert, die Preise innerhalb von 60 Tagen zu senken.
Sagte, wenn sie sich weigern, wird er ein „bundesstaatliches Instrument“ zum Schutz der Amerikaner einsetzen
Wird ja immer spannender 😂
Wir müssen heute mal über den Gesundheitssektor reden. Nachdem 2024 bereits für viele Unternehmen in der Branche dem "Corona-Effekt" geschuldet enttäuscht verlief und als "Übergangsjahr" abgestempelt wurde hatte ich eigentlich für 2025 die große Erholung ausgerufen. Was stattdessen passiert ist dann natürlich klar: ein völliges Ausbluten der Branche.
Tatsächlich steht es um die Gesundheitsbranche so schlimm, dass in den letzten 3 Jahren quer durch die Bank überhaupt keine Rendite erzielt werden konnte und das ist übel.
Ich hatte eigentlich neben meinen Tech-Investments den Gesundheitssektor als zweites Standbein im Depot erkoren, da ich insgesamt eine sehr große Leidenschaft für das Thema Gesundheit habe und mich auch gerne und viel damit beschäftige. Eigentlich hatte ich auch den Eindruck, dass der Gesundheitssektor eher defensiv ist da die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen kontinuierlich steigt, wenn es insgesamt eine steigende Anzahl an immer kränkeren Menschen auf der Welt gibt. Ich habe mir daher ein diversifiziertes Portfolio an Unternehmen erstellt, die für die Behandlung eines bestimmten Krankheitsbildes eine Vorherrschaft haben: Herzfehler, Mukovizidose, Diabetes - ihr könnt sicherlich schon erahnen, wohin das führt.
Momentan habe ich mehrere Unternehmen im Portfolio deren Performance wirklich einem Horrorfilm gleicht: $ILM1 (+1,68 %) , $AFX (-0,3 %) , $UNH (-0,24 %) , $NOVO B (-0,11 %)
Dazu noch einige wiederbelebte Zombies wie $TMO (-0,43 %) , $ABBV (+0,22 %) , $EW (+0,04 %) , $MEDP (-0,19 %) bei denen durch lebenserhaltende Maßnahmen die Performance reaktiviert werden konnte.
Einzig $SYK (-0,06 %) und $VRTX (+0,06 %) entwickeln sich insgesamt den Erwartungen entsprechend.
Zusammenfassend also 40% Schmerz, 40% Geht so und nur 20% Jawoll
Die schlechte Performance hängt damit allerdings gar nicht mit der Auswahl der Unternehmen zusammen. Auch andere Riesen wie $MRK (+0 %) und selbst das wohl solideste Gesundheitsunternehmen der Welt $JNJ (+0,05 %) performen nicht zufriedenstellend. Manche tun ja hier in den Kommentaren immer so als wären Novo Nordisk und UNH die schlechtesten Unternehmen der Welt und es wäre alles absehbar gewesen - aber das ist halt nicht so. Überhaupt fallen diese ja nur deshalb so stark und bekommen so unfassbar viel Media Coverage, weil sie bisher immer als die absoluten Perlen galten bei denen im Gegensatz zu solala Unternehmen wie $PFE (+0,06 %) es wirklich nicht alltäglich war, dass die sich über Nacht halbieren.
Insgesamt gilt der Gesundheitssektor der nun bereits seit Jahren gebeutelt ist mittlerweile auch als undervalued. Es darf also noch auf Erholung gehofft werden. Trotzdem wird es für mich langsam zu einem riesigen Problem wenn ich 1/4 von meinem Kapital in Assets stecke die vom Sparbuch outperformt werden und die Inflation nicht ausgleichen. Besonders die Opportunitätskosten sind astronomisch, da ich in den letzten Jahren im Tech Sektor zu 80% richtig lag und im Gesundheitssektor halt zu 80% falsch. Da gebe ich ja mit der linken Hand mehr Geld aus als ich mit der rechten verdiene.
Da fällt mir ja auch der Spruch ein: "Die Flut hebt alle Boote" der ja eigentlich vor Overconfidence schützen soll. Aber gilt dann nicht auch, dass eine Ebbe alle Boote senkt? Vielleicht ist ja weder die tolle Hit-Rate im Tech Sektor noch die unterirdische Trefferchance im Gesundheitssektor von meinen Investmententscheidungen abhängig, sondern einfach eine statische Anomalie.
Was ich aber auch nochmal speziell ansprechen will ist, dass es mich unfassbar nervt, dass das Investieren der Gesundheitsbranche so ein Drama Club ist. Ich frage mich manchmal ob wir hier Business machen oder eine Telenovela drehen. Ich meine alleine die Sache mit $HIMS (-0,2 %) ist ein völliger Kindergarten. Wieso schaffen es in der Automobilindustrie wildfremde Unternehmen einfach so zu fusionieren oder Allianzen zu knüpfen und in der Gesundheitsbranche kriegen die es nicht mal 3 Monate gebacken ein paar Medis zu verkaufen, ohne dass es in Schlammschlacht und Rosenkrieg ausartet? Meine Fresse.
So jetzt seid aber ihr gefragt. Insbesondere würde mich da interessieren wie das Leute sehen die schon mehr als 10 Jahre am Markt sind. Waren Gesundheitswerte schon immer so eine Berg- und Talbahnfahrt oder ist die Branche besser als ihr Ruf?
Wie würdet ihr mit der Unilever $ULVR (+0,39 %) Position umgehen? Ich habe 50 Stück mehr oder weniger seit Anfang an in meinem Portfolio aber irgendwie denke ich, dass das Geld wo anders besser aufgehoben wäre... Mein EK ist 49,94€, was eine Performance von ~2,8% (ohne Dividenden) bzw ~11,5 % (mit Dividenden) ergibt.
Selbiges bei Pfizer $PFE (+0,06 %) ~-9% incl Dividenden, aber irgendwie trotz historisch gutem EK wenig bis keine Erholung.
Danke für Tipps
$XDWH (+0 %)
$XLV (+0,04 %)
$CSPX (-0,12 %)
$VUSA (-0,11 %)
$UNH (-0,24 %)
$OSCR
Laut Goldman Sachs ist das Gesundheitswesen der einzige Sektor im S& P 500, der günstiger ist als der 10- und 30-Jahres-Durchschnitt.
Das ist ein äußerst attraktives Risiko-Ertrags-Verhältnis, die kommenden Monate werden spannend.
$ELV (-0,28 %)
$CNC (-0,15 %)
$DHR (+0,02 %)
$SRT (+1,37 %)
$LLY (+0,29 %)
$NOVO B (-0,11 %)
$NVO (-0,26 %)
$ISRG (+0,43 %)
$JNJ (+0,05 %)
$ABBV (+0,22 %)
$PFE (+0,06 %)
$SAN (-0,9 %)
$MRK (+0 %)
$BMY (+0,21 %)
$TMO (-0,43 %)
$UNH (-0,24 %)
$OSCR
$XDWH (+0 %)
$ELV (-0,28 %)
$LLY (+0,29 %)
$XLV (+0,04 %)
Der US-Gesundheitssektor erlebt seinen größten Absturz der letzten 20 Jahre.
Würde man die starke Gewichtung Nr. 1 $LLY (+0,29 %) (über 12%) abziehen, müsste man noch weiter/länger zurückgehen. (wahrscheinlich bis vor die Existenz des ETF).
Habe mich hier stark positioniert, da ich glaube das dies eine super Chance ist.
Glaube auch das in dem Sektor in den nächsten Monaten einiges an Kapital zufließen wird. ✌️
Seht ihr das ähnlich ? ✌️
Hey Community,
Ich möchte mir ein Dividenden Portfolio mit etwas wachstum aufbauen und habe mir mal einen Plan gemacht.
Bin sehr gespannt auf euer Feedback.
$VHYL (-0,16 %) 35%
$MSFT (-0,11 %) 10%
$V (+0,27 %) 5%
$ULVR (+0,39 %) 10%
$O (+0,21 %) 5%
🧬 BICO
$BICO (-2,58 %) steht bei mir schon seit meinen Anfängen auf getquin auf der Watchlist.
2021 war das Unternehmen in vieler Munde, gefeiert als Zukunftsunternehmen im Bioprinting.
Doch was folgte, war ein klassischer Hype-Zyklus: Der Kurs stieg rasant, wurde von nicht wenigen „Finfluencern“ hochgejubelt und stürzte danach ebenso heftig ab.
Viele haben sich damals die Finger verbrannt. Präsent ist das Image einer überbewerteten Tech-Fantasie, geschürt durch leere Versprechen und laute Stimmen ohne Substanz.
Und trotzdem: Das Unternehmen ist geblieben. Die Vision auch und in den letzten Monaten scheint sich strukturell einiges verändert zu haben.
Heute, mehr als 80 % unter Allzeithoch, stellt sich die Frage neu:
Ist BICO einfach nur ein überschätztes Börsenexperiment…
… oder ist die aktuelle Bewertung erstmals realistisch und BICO auf dem Weg, seine technologische Substanz in ein echtes Geschäftsmodell zu übersetzen.
In den letzten Wochen habe ich mich intensiver mit der Unternehmensstruktur, der Historie und den aktuellen Entwicklungen beschäftigt, inklusive der neuesten Zahlen [1] und dem Earnings Call [2] vom 29.04.25.
In diesem Beitrag teile ich meine gesammelten Insights, Gedanken und Einschätzungen für diejenigen, die das Unternehmen auch auf der Watchlist haben.
Wie immer gilt:
keine Anlageberatung. Ich will nicht zu weiteren verbrannten Fingern beitragen, sondern zum Nachdenken anregen.
Viel Spaß!
BICO Group AB (ehemals CELLINK) ist ein schwedisches Life-Science-Unternehmen, das 2016 gegründet wurde.
Die ursprüngliche Innovation: eine bio-kompatible Tinte für den 3D-Druck lebender Zellen, eine kleine Revolution in der Forschung.
Heute steht BICO für ein großes Ziel: Biokonvergenz.
Das bedeutet die Verschmelzung von Biologie, Technik, Software und Automatisierung, um Forschung, Diagnostik und Arzneimittelentwicklung schneller, günstiger und effizienter zu machen.
Was ist die Vision und wie verdient BICO Geld?
Die Vision: Das Labor der Zukunft. Automatisiert, vernetzt, effizient mit KI, Robotik und Bioprinting.
So verdient BICO heute Geld:
Share of Sales 2024:
Exkurs
Bioprinting:
BICO war mit CELLINK einer der ersten Anbieter weltweit, der Bioprinter plus passende „Bioinks“ kommerziell angeboten hat.
Die Grundidee:
Bioink und woraus sie besteht:
Bioink ist eine gelartige Substanz, die mit lebenden Zellen vermischt wird. Sie enthält z. B.:
Diese Matrix hält die Zellen am Leben und ermöglicht es, biologisch aktive Strukturen zu drucken z. B. Gewebeproben, Tumormodelle oder Hautstrukturen.
Wird das heute schon gemacht oder alles Zukunft?
Ja, es wird gemacht, aber nicht klinisch.
Aktuell werden mit Bioprinting z. B.:
Was noch nicht geht:
Denn,…
🔮 Zukunftspotenzial: Unrealistisch oder bahnbrechend
Wenn Bioprinting in der Medizin wirklich durchbricht, sprechen wir von einem der größten Durchbrüche des 21. Jahrhunderts:
Realistisch: erste funktionale Organe könnten in 10 -20 Jahren klinisch relevant werden, aber zuerst in kleinen Pilotstudien oder Tiermodellen.
Gibt es Forschungsergebnisse oder Publikationen dazu?
Ja, BICO (v. a. CELLINK) ist regelmäßig Co-Autor oder Technologiepartner in Publikationen.
Besonders in Bereichen wie:
Einige Universitäten und Forschungseinrichtungen nutzen die BIO X-Drucker, darunter z.B. dass MIT und Harvard
Vertrauenswürdige Partner:
Exkurs Fazit
Bioprinting klingt nach Science-Fiction und ja, es ist weit weg vom Transplantations-Alltag. Aber in Forschung und Diagnostik ist es real, anwendbar und gefragt.
__________
Historie in Kürze von der Biotinte zur Plattform
Neuer CEO seit 2024: Maria Forss
Maria Forss bringt jahrzehntelange Erfahrung aus führenden Life-Science-Unternehmen mit:
Bei Vitrolife (2018 - 2023) leitete sie globale Expansions- und M&A-Projekte, darunter den Milliarden-Deal mit Igenomix. Zuvor (2014 - 2018) war sie bei Elekta (Strahlentherapie, Onkologie) für globale Marketing- und Produktstrategien verantwortlich.
Ihre Karriere begann sie bei AstraZeneca, wo sie internationale Erfahrung in Vertrieb, Zulassung und Markteinführung sammelte. Dort lernte sie, wie große Pharmaunternehmen ticken, insbesondere bei Zulassung, Markteinführung und regulatorischer Navigation
Sie gilt als Expertin für:
Der Rückzug von Gründer Gatenholm deutet auf einen klaren Strategiewechsel hin, weg vom visionären, wachstumsgetriebenen Aufbau, hin zur Kostenkontrolle, Profitabilität und Integration.
Im Earnings Call Q1 2025 betont Forss mehrfach:
„Wir haben eine neue operative Struktur implementiert, harmonisieren globale Funktionen und fokussieren uns auf Effizienz und ausgewählte Wachstumsfelder.“
📊 Q1 2025 in Zahlen und was wirklich dahintersteckt (Vorsicht Währung: Schwedische Krone, 1 SEK ~ 0,10 USD)
Ergänzung:
Q1 ist saisonal schwach, da viele Kunden (v. a. aus der Forschung) zu Jahresbeginn keine großen Investitionen tätigen. Gleichzeitig war Q4 stark, was Umsätze nach vorne gezogen hat.
Die drei bisherigen Segmente im Vergleich (Q1 2025)
Mit Blick aufs organische Wachstum:
👩🔬 Life Science Solutions:
🧬 Bioprinting:
🔬Lab Automation:
Was machen die einzelnen Bereiche:
👩🔬 Life Science Solutions:
Hier entwickelt BICO Labortechnologien für Diagnostik und Zellforschung, etwa Geräte zur hochpräzisen Dosierung winziger Flüssigkeitsmengen, Verbrauchsmaterialien und spezielle Analyseplattformen.
Beispiele:
Krebsdiagnostik:
Allergietests:
Gentests & DNA-Analytik:
Point-of-Care-Diagnostik:
🧬 Bioprinting (siehe Exkurs oben)
🔬 Lab Automation
Hier geht es um die vollständige Automatisierung von Laboren z. B. Roboter, die Zellkulturen anlegen, Analysen durchführen oder Proben koordinieren. Gesteuert wird alles zentral über die Software Green Button Go® von Biosero.
💰 Wie profitabel ist BICO aktuell?
BICO ist noch nicht profitabel im klassischen Sinne, denn das EBIT (operatives Ergebnis) war 2024 mit -290 Mio. SEK deutlich negativ.
Allerdings zeigt der operative Cashflow ein ganz anderes Bild: Dieser war 2024 mit +259 Mio. SEK positiv, ebenso wie im Q1 2025 mit +77 Mio. SEK.
Das bedeutet: BICO verdient im Kerngeschäft inzwischen Geld, es fließt also Liquidität ins Unternehmen.
Das EBIT ist aber weiterhin durch hohe Abschreibungen auf frühere Zukäufe, Forschungsausgaben und teils einmalige Restrukturierungskosten belastet.
Fazit
bis hier:
BICO ist noch nicht „durch“, aber der Weg zur operativen Profitabilität ist erkennbar. Die Richtung stimmt, jetzt kommt es darauf an, ob das Unternehmen die operative Basis stabilisieren und die margenstarken Geschäftsbereiche weiter skalieren kann.
🤝 Geschäftsbereiche & Neustrukturierung (ab Q2 2025)
Bisher war BICO in 3 Segmenten unterwegs:
Neu ab Q2 2025:
Nur noch zwei Bereiche, denn Bioprinting wird in „Life Science Solutions“ integriert. Warum?
Weil CELLINK & Co. heute eng verzahnt mit Diagnostik und Verbrauchsmaterialien agieren. Das neue Setup soll die Effizienz steigern, Synergien heben und das Reporting vereinfachen.
📊 Einordnung der Zahlen und warum Lab Automation nicht wächst, obwohl es strategisch so wichtig ist
Bioprinting & Life Science Solutions zeigen positives organisches Wachstum, während Lab Automation, der drittgrößte Bereich massiv schrumpft (-58 %).
Dabei gilt gerade Automatisierung als einer der Hauptwachstumstreiber in der Biokonvergenz-Strategie.
Erklärung laut Earnings Call:
Q1 2024 (VJ) war ein Ausreißer nach oben:
Weniger Projektstarts und -abschlüsse in Q1 2025:
Makrobedingte Zurückhaltung bei Großkunden (Pharma):
Laut CEO Maria Forss:
„The underlying demand for Lab Automation continues to be strong.“
„Project cycles are longer – but demand from pharma remains intact.“
Projektgeschäft ist naturgemäß volatil:
Strategische Reaktion von BICO
Standardisierung der Projektpakete:
Stärkung des Projektmanagements:
Fokus auf Pharma-Kunden:
➡️ Der Umsatzrückgang in Lab Automation sieht dramatisch aus, ist aber primär timing bedingt und kein strukturelles Problem.
BICO reagiert mit strategischen Anpassungen im Angebotsportfolio und verweist auf eine anhaltend starke Nachfrage, nur mit längeren Vorlaufzeiten.
Für Investoren heißt das: Der Rückgang ist ungünstig, aber erklärbar, nicht alarmierend
Weitere Aussagen aus dem Earnings Call
CEO Maria Forss:
„Trotz Umsatzrückgang zeigen Life Science Solutions und Bioprinting positive Entwicklung. Unsere Strategieanpassung greift.“
Warum boomt Bioprinting gerade?
Exkurs In-vitro-Gewebemodelle:
„In vitro“ bedeutet: außerhalb des lebenden Körpers, also z. B. in einer Petrischale, auf einem Chip oder im Laborgerät.
Gewebemodelle sind nachgebaute biologische Strukturen, die echten menschlichen (oder tierischen) Geweben ähneln.
Beispiel:
Ein mit Zellen gedrucktes Hautgewebe, das man für Kosmetik- oder Medikamententests nutzt, ohne Tierversuche.
Wozu das?
In-vitro-Gewebemodelle sind eine ethisch und wissenschaftlich attraktive Alternative zu Tierversuchen und BICO liefert dafür u. a. die Drucktechnologie.
Ist BICO ein Alleinstellungsunternehmen im Bioprinting?
Nein, aber einer der Pioniere mit breitem Portfolio.
Konkurrenten wie Allevi, Aspect Biosystems oder Organovo existieren, doch BICO vereint Hardware, Software & Services unter einem Dach, ein strategischer Vorteil.
Wo steht der Markt aktuell und wie sieht die Zukunft aus
Mögliche Zukunftsszenarien
1 . BICO wird Global Player: BICO wächst weiter, automatisiert Labore weltweit
2 . BICO wird ein Übernahmekandidat: Konzerne wie Sartorius $SRT (+1,37 %) , Danaher $DHR (+0,02 %) oder Thermo Fisher $TMO (-0,43 %) könnten zuschlagen
3 . BICO bleibt Nischenführer: Fokussiert auf profitable Segmente mit hoher Innovationsdichte
Risiken & kritische Stimmen
Das Thema Wandelanleihe hat mich nochmal aufhorchen lassen, hierzu anbei weitere Deep Dives:
Was hat es mit BICOs Wandelanleihen bis 2026 auf sich?
Wandelanleihen (engl. convertible bonds) sind eine Art Zwitter zwischen Anleihe und Aktie. Sie funktionieren so:
Am Ende der Laufzeit (März 2026) bekommen Investoren entweder:
Das Ganze ist für Unternehmen attraktiv, weil sie:
Was das konkret bedeutet:
Warum ist das ein Thema für Anleger
1 . Rückzahlung oder Verwässerung:
Wenn BICO den Betrag nicht zurückzahlen kann, müssen neue Aktien ausgegeben werden, das nennt man Verwässerung, weil dein Anteil am Unternehmen sinkt.
2 . Cashflow-Belastung:
Wenn BICO den Betrag aus eigener Kraft zurückzahlen möchte, braucht es viel Liquidität, das kann andere Investitionen bremsen.
3 . Refinanzierungsrisiko:
Sollte der Markt 2025/26 schwach sein, könnten Refinanzierungen teuer oder gar nicht möglich werden.
Wie sieht die Lage aktuell aus?
Positiv:
Aussage zur Finanzierung / Rückzahlung
CFO Jacob Thornberg sagte dazu:
„The closing of the divestment of MatTek and Visikol for USD 80 million is expected to take place during Q2 2025 […]
The proceeds from the transaction will be used to resolve the outstanding convertible bond, which matures in March 2026.“
Übersetzt:
Der gesamte Erlös aus dem Verkauf von MatTek & Visikol an Sartorius (80 Mio. USD) ist für die Rückzahlung der Wandelanleihe vorgesehen.
Einschätzung des Managements zur Finanzlage:
„We expect to move into a net cash position during Q2 2025.“
Das bedeutet:
Bewertung: Wie glaubwürdig ist das?
Positiv:
-> Rückzahlung finanzierbar, wenn kein neuer Rückschlag kommt
Aber:
➡️ Das Management verfolgt aktiv den Plan, die Wandelanleihe vor Fälligkeit 2026 vollständig zu tilgen, ohne Verwässerung.
Mit dem Verkauf von MatTek & Visikol wurde dafür konkretes Kapital freigemacht.
Die Richtung stimmt, aber BICO bleibt ein Risikotitel mit operativer Bringschuld.
Weiteres zur Profitabilität:
Im Q1 2025 Earnings Call hat das Management von BICO kein konkretes Datum für den Break-even oder die Profitabilität genannt
… was typisch ist für Wachstumsunternehmen mit stark schwankenden Projektgeschäft.
Was wurde stattdessen gesagt?
Zur Profitabilität im Q1 selbst:
Das EBITDA war negativ (-12 Mio. SEK), aber:
„Adjusted EBITDA was in line with Q1 2024 due to the positive development in Life Science Solutions and Bioprinting.“
-> Verbesserung durch Mix-Effekte und operative Maßnahmen
Langfristige Aussagen?
Keine konkrete Jahreszahl oder Guidance zur Profitabilität. Aber:
„We have launched a new operating model […] to achieve improved commercial as well as operational efficiencies.“
„We will continue to optimize our cost base and drive efficiency through integration.“
Interpretation:
Der Fokus liegt kurzfristig auf:
Aber: leider keine klaren Worte wie: „Wir planen 2025 oder 2026 profitabel zu sein.“ 😬
Wird BICO das Unternehmen sein, das Organe druckt, oder eher übernommen wird?
Technologisch ist BICO heute sehr gut positioniert, wenn es um Bioprinting-Infrastruktur geht:
Aber: Das Drucken voll funktionaler Organe für klinische Anwendungen ist ein gigantischer Sprung, nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch, medizinisch und logistisch. Dazu braucht es:
Das sind Kompetenzen, die eher bei Konzernen wie Johnson & Johnson $JJ, Medtronic $MDT (+0,18 %) , GE Healthcare $GEHC (-0,74 %)
, Siemens Healthineers $SHL (-0,18 %) oder Thermo Fisher $TMO liegen, nicht bei einem kleineren Plattformanbieter wie BICO.
Was ist wahrscheinlicher?
1 . BICO bleibt der „Werkzeugbauer“ der Bioprinting-Welt:
So wie ASML für Halbleiter oder Illumina für Genomik, aber ohne selbst Medikamente/Organe zu bauen.
2 . BICO wird übernommen, wenn das Thema klinisch konkret wird:
Wenn etwa erste große Organprojekte in die klinische Phase gehen, ist es wahrscheinlich, dass ein Riese zuschlägt, um sich Zugang zur Technologie zu sichern.
3 . BICO bleibt ein Enabler, aber nicht der finale Anbieter klinischer Bioprinted Organe
Wenn irgendwann wirklich Organe gedruckt werden, wird BICO dann der globale Marktführer?
🏷️ Unwahrscheinlich.
➡️ Realistischer ist, dass BICO einer der entscheidenden Technologielieferanten wird, oder vorher von einem der ganz Großen übernommen wird.
Das kann für Investoren trotzdem hochattraktiv sein. Denn wer Technologie liefert, wird gebraucht, egal wer am Ende den Patienten operiert.
Sollte man nun auf BICO setzen oder lieber auf dinen Großkonzern mit Bioprinting-Potenzial.. 🤔
1 . BICO kaufen, für spekulative Rendite
Pro:
Contra:
2 . Alternativ: Auf einen Großkonzern setzen, für mehr Stabilität
Welche Großen haben Potenzial, Bioprinting voranzutreiben (oder BICO zu übernehmen)?
Sartorius
-> Best-Case-Kandidat für Übernahme oder Joint Venture
Thermo Fisher Scientific
-> Kommt ins Spiel, wenn Bioprinting stärker in die Pharmaproduktion integriert wird
Danaher
-> Könnte bei Reife des Markts zuschlagen, aber eher spät und strategisch
3D Systems / Stratasys
-> Riskanter als klassische Medtechs, aber ein direkter Bioprinting-Play
Persönliche Einordnung: Substanz oder Science-Fiction auf Kredit?
Was ergibt strategisch mehr Sinn? Welches Investment ist „das Richtige"?
ODER
Kombistrategie:
Ich investiere eine kleine Position in BICO als „Moonshot“, kombiniere das mit einer soliden Basisposition in Sartorius oder Thermo Fisher und decke die Technologie ab und schütze das Kapital, wenn BICO scheitert.
Die beiden genannten Basispositionen können natürlich genauso einen Welt-ETF darstellen.
Meine persönliche Einschätzung zu BICO schwankt aktuell zwischen vorsichtigem Optimismus und realistischem Zweifel.
Auf der einen Seite sehe ich einen klaren technologischen Vorsprung und eine Strategie, die anders als noch vor ein, zwei Jahren, heute durchdachter und fokussierter wirkt. Auch Partnerschaften mit etablierten Playern wie Sartorius geben mir das Gefühl, dass BICO nicht allein im luftleeren Raum operiert.
Auf der anderen Seite bleibt das operative Fundament noch wacklig. Die Profitabilität ist nicht erreicht und das Thema Wandelanleihe 2026 schwebt über dem Unternehmen.
Ohne ausreichenden Cashflow oder frisches Kapital könnte die ambitionierte Vision ins Straucheln geraten, das sollte man sich bei aller Begeisterung für Bioprinting und Automatisierung immer wieder bewusst machen.
BICO ist keine Aktie für ruhige Nächte, aber für Visionäre mit Geduld vielleicht ein Ticket in die Zukunft der Medizin.
Aktuell warte ich auf eine Einstiegschance mit gutem Gefühl. Ziel könnte ein Portfolioanteil bis ca. 3-4% sein, welcher dann liegen bleibt und zukünftig durch Depotwachstum reduziert wird ohne zu verkaufen.
Vielen Dank fürs Lesen! 🤝
______________
Quellen:
[1] https://storage.mfn.se/5a3030c0-d13b-4177-80d0-94da59c7302d/bico-q1-2025-eng.pdf
[2] https://bico.events.inderes.com/q1-report-2025/register
/ https://web.quartr.com/link/companies/4484/events/247443/transcript?targetTime=0.0
Weitere:
https://www.sartorius.com/en/company/investor-relations
Pfizer $PFE (+0,06 %) hat die Entwicklung seiner oralen Abnehmpille Danuglipron eingestellt. Der Grund: Patienten in klinischen Studien litten unter Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen. Obwohl das Mittel ursprünglich als potenzieller Konkurrent zu Wegovy und Ozempic galt, sieht Pfizer aufgrund der geringen Verträglichkeit kein wirtschaftliches Potenzial mehr. Stattdessen will man sich auf andere Wirkstoffe zur Gewichtsreduktion konzentrieren, etwa auf GLP-1-basierte Therapien. Die Entscheidung markiert einen Rückschlag in Pfizers Strategie, stärker im boomenden Markt für Adipositasmedikamente Fuß zu fassen.
Die Nachrichten basieren auf für mich persönlich seriösen Quellen. Keine Anlageberatung. Folgt mir gerne für weitere Updates!
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