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Hallo meine Lieben,
ich hatte mich schon gefragt, wieso StMicro gefallen war. Und gerade habe ich im Handelsblatt den Grund gefunden.
Aber auch Denso als übernehmendes Unternehmen hat es in die Knie gezwungen. Wobei langfristig Denso profitieren sollte, und damit vielleicht auch auf die Watch gehört.
Könnte Denso noch interessant werden?
Der Autozulieferer Denso möchte den Chipkonzern Rohm für mehr als sieben Milliarden Euro übernehmen. Der Zukauf würde sich bis nach Nürnberg auswirken.
Der japanische Autozulieferer Denso wirbelt den Markt auf: Der Toyota-Lieferant prüft eine Übernahme des ebenfalls japanischen Chipkonzerns Rohm für gut sieben Milliarden Euro. Gelingt der Zusammenschluss, würde das den Druck auf die deutschen Wettbewerber Infineon und Bosch erhöhen.
Denso ist die Nummer zwei unter den weltgrößten Autozulieferern, gleich hinter dem Stuttgarter Konzern Bosch. Beide zählen zu den wenigen Autozulieferern mit eigener Chipproduktion. Konkurrenten wie ZF oder Continental müssen die strategisch wichtigen Bauelemente zukaufen.
Auch für den Dax-Konzern Infineon könnte der Deal Folgen haben. Der Münchener Konzern ist der weltgrößte Autochiphersteller, und Denso gehört Unternehmensangaben zufolge zu den wichtigsten Kunden seiner Autosparte. Mit der Autoindustrie erzielt Infineon etwa die Hälfte des Umsatzes.
Auch hat sich Denso mit einem kleineren Anteil an Infineon beteiligt. In Japan sieht sich Infineon als Nummer zwei der Autochiphersteller mit einem Marktanteil von gut 13 Prozent.
Der Aktienkurs von Rohm kletterte am Freitag um fast ein Fünftel, nachdem der Konzern von der geplanten Übernahme berichtet hatte. Dem Finanzinformationsdienst Bloomberg zufolge ist dies der größte Anstieg seit 26 Jahren. Seit Jahresbeginn haben die Aktien rund die Hälfte an Wert gewonnen.
Rohm teilte am Freitag mit, ein Angebot erhalten zu haben, nannte jedoch keine weiteren Details. Zuvor hatte das japanische Wirtschaftsblatt „Nikkei“ über den Deal berichtet. Die Papiere von Denso verloren zum Wochenschluss gut drei Prozent.
Rohm produziert Siliziumkarbid in Nürnberg
Denso erklärte, es würden alle Optionen im Rahmen seiner strategischen Partnerschaft mit Rohm geprüft, einschließlich eines Kaufs von Anteilen. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht getroffen worden.
Der Milliardenzukauf könnte sich auch auf eine Fabrik in Nürnberg auswirken: In der fränkischen Metropole produziert die Rohm-Tochter Sicrystal Siliziumkarbid, den Grundstoff für Stromsparchips. Sicrystal beliefert auch Infineon und den französisch-italienischen Mitbewerber STMicroelectronics. In den vergangenen Jahren hat Rohm das Werk erweitert.
So wie Infineon produziert auch Rohm sogenannte Leistungshalbleiter. Die Chips sind wichtig für die Stromversorgung von Elektroautos, aber auch von Rechenzentren. Durch neue chinesische Anbieter nehme der Wettbewerb in diesem Geschäft stark zu, sagte ein Industrieinsider am Freitag. Den wichtigen Markt in der Volksrepublik würden die Konzerne aus dem Ausland in den nächsten Jahren wohl an einheimische Konkurrenten verlieren.
Vor diesem Hintergrund sei die geplante innerjapanische Übernahme zu sehen: „Die westlichen Player müssen sich neu formatieren und ihre Claims in ihren Regionen abstecken“, sagte der Insider weiter. Dazu gehöre auch, ein „starkes lokales Ökosystem“ aufzubauen. Das nähmen die Japaner entschiedener in Angriff als die Europäer.
„Die Konsolidierung unter den Herstellern von Leistungshalbleitern ist nicht vorangekommen“, sagte Hideki Yasuda, Analyst bei Toyo Securities Co, laut Bloomberg. Das liege unter anderem an der ungeklärten Frage, wer die Führungsrolle übernehmen solle. „Nun, da ein Akteur aus einer höheren Ebene hinzugekommen ist, ist es möglich, dass es zu einer Umstrukturierung der Leistungshalbleiterindustrie kommt, die effektiv von den Kunden vorangetrieben wird.“
Hier scheint der Post wieder zu funktionieren. Wieso ich meine Unternehmensvorstellung aus Polen nicht posten kann ist mir noch nicht klar.
Technologie: Milliardendeal in Japan – neue Konkurrenz für Infineon und Bosch

