Freunde,
Falls ihr euch fragt, wie ihr in SpaceX investieren könnt, ist dieser Beitrag genau richtig für euch. Außerdem könnt ihr aus einem Fehler lernen, den ich selbst gemacht habe. 🙂
Ausgangspunkt
Mein Gedanke entstand durch das Gerücht, dass SpaceX im Jahr 2026 einen Börsengang plant – mit einer möglichen Bewertung von rund 800 Mrd. USD (IPO-Kracher aus dem Silicon Valley: SpaceX peilt 2026 an - DER AKTIONÄR).
Option 1: Secondary Markets
Grundsätzlich werden Anteile von nicht börsennotierten Unternehmen auf sogenannten Secondary Markets gehandelt. Dort können beispielsweise Mitarbeiter ihre ESOPs (Mitarbeiteranteile) bereits vor dem Börsengang verkaufen.
Je größer das Unternehmen, desto liquider sind in der Regel auch diese Märkte.
Die größten Plattformen für solche Deals sind:
- Forge Global
- EquityZen
- Hiive
Haken:
Um dort zu investieren, muss man akkreditierter Investor sein und eine entsprechende Mindestanlage mitbringen (oft fünfstellige Beträge).
Da ich diesen Aufwand nicht betreiben wollte, war der Secondary Market für mich keine Option.
Option 2: Indirekte Investments
Bleiben zwei Alternativen:
Branchen-ETFs (z. B. Space-ETFs)
Proxy-Investments in Unternehmen, die Anteile an SpaceX halten.
Beispiele:
- Scottish Mortgage Investment Trust (SMT)
- EchoStar (Ticker: STATS)
Scottish Mortgage Investment Trust ($SMT (-0,63 %)
)
Laut dem letzten Bericht vom 30.11 hält $SMT (-0,63 %) etwa 8 % an SpaceX. Damit ist das Exposure höher als bei Alphabet, die ebenfalls investiert sind.
Zusätzlich hält $SMT (-0,63 %) spannende Positionen im KI-Segment wie TSMC, ASML und NVIDIA.
Hinweis: Wer $SMT (-0,63 %) kauft, sollte prüfen, ob er bereits stark in KI investiert ist, um Doppelungen zu vermeiden (SCMORT - November 2025).
Mein Fehler
Ich habe die angegebene 8-%-Position nicht hinterfragt.
Der NAV-Bericht zeigte 8 %, aber der tagesaktuelle NAV auf der Website wurde am 15. Dezember von 1.221p auf 1.297p angehoben (+6 %).
Grund: Das Gerücht um den SpaceX-IPO.
Der SpaceX-Anteil liegt inzwischen bei 15,3 %, nicht mehr bei 8 %.
Der Aktienkurs hat das natürlich teilweise schon eingepreist.
Learnings
Zwischen den NAV-Veröffentlichungen können Trigger-Events die Portfolio-Struktur stark verändern.
Private-Market-Investments werden oft erst nach solchen Events angepasst (z. B. IPO-Gerüchte oder Finanzierungsrunden).
Exkurs: NAV-GAP
$SMT (-0,63 %) handelt wie andere geschlossene Investmentgesellschaften mit einem Discount zum NAV.
Bei $SMT (-0,63 %) beträgt dieser etwa 10 %, bei Pershing Square $PSH (-0,19 %) von Bill Ackman sogar noch mehr.
Dieser Abschlag löst sich historisch kaum auf und ist vor allem durch Manager- und Governance-Risiken begründet.
EchoStar $SATS (+4,66 %)
EchoStar hat 2025 über einen Funkfrequenz-Deal Anteile an SpaceX im Wert von 11 Mrd. USD erworben (damalige Bewertung: 400 Mrd. USD).
Wenn der IPO bei 800 Mrd. USD erfolgt, verdoppelt sich dieser Anteil.
Der Kurs hat das bereits teilweise eingepreist:
- 04.12: 74 USD (Market Cap: 21 Mrd. USD)
- 12.12: 108 USD (Market Cap: 31 Mrd. USD)
Der SpaceX-Anteil (bei 800 Mrd. Bewertung) entspricht aktuell >65 % der Marktkapitalisierung von EchoStar.
Gerüchte um SpaceX
Es gibt Spekulationen, dass die Bewertung sogar 1,5 Billionen USD betragen könnte (Weltraum trifft Wall Street: SpaceX und der riskanteste Börsengang der Geschichtehinkt).
Falls das passiert, wäre EchoStar $SATS (+4,66 %) der klare Gewinner (+60 % Kurssteigerung), während $SMT (-0,63 %) „nur“ etwa 15 % zulegen würde.
Fazit
Wenn der Markt die 1,5-Billionen-Bewertung glaubt, wären die Kurse der Proxys vermutlich schon stärker gestiegen.
Ein Investment in $SMT (-0,63 %) oder $SATS (+4,66 %) bleibt eine spannende Wette:
- $SATS (+4,66 %) = höhere Renditechance, aber deutlich riskanter
- $SMT (-0,63 %) = konservativer, breiter diversifiziert, mit „Downside-Protection“
Ich habe mich für SMT entschieden.
Spannend finde ich , wie schnell die Börse solche „Umweg-Investments“ erkennt und die Arbitrage-Marge schließt.
Frage an euch:
Hat jemand Erfahrung mit Secondary Markets? Ich finde das Thema spannend und möchte mich gern tiefer einarbeiten.

