Die Lotus Bakeries Aktie (Euronext: $LOTB (-2,66 %) ) verzeichnete im Oktober 2024 ein Rekordhoch von etwa 12.580 € . Anschließend geriet der Kurs in einen kräftigen Abwärtstrend. Bis Mitte März 2025 fiel die Aktie auf rund 7.920 € zurück – ein Rückgang von ca. 35–40 % vom Hoch. Damit wurden nahezu alle Kursgewinne des Jahres 2024 wieder abgegeben. Zum Vergleich: 2024 erreichte die Aktie ein Tief bei ~7.690 € (Anfang 2024) und beendete das Jahr dennoch mit +30 % Jahresperformance , während sie 2025 bisher deutlich schwächer tendiert (ca. –21 % YTD bis März) . Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trendwechsel: Ab Oktober 2024 dominierte ein Abwärtstrend, der erst im März 2025 vorläufig gestoppt wurde.
Abb.: Tageschart der Lotus Bakeries Aktie (Okt. 2024–März 2025). Deutlich erkennbar ist die anhaltende Abwärtsbewegung vom Hoch im Oktober (nahe 12.500 €) bis zum Tief im März (nahe 8.000 €), sowie die fallenden gleitenden Durchschnitte (blau = 50-Tage, rot = 200-Tage).
Unterstützungsniveaus und Chartmuster
Der Kursrutsch fand im März 2025 möglicherweise einen Boden im Bereich 7.900–8.000 €. Dieser Bereich entspricht einer wichtigen Unterstützungszone, da hier schon einmal im frühen 2024 ein Tief markiert wurde (ca. 7.690 €) . Es zeichnet sich also ein Doppelboden auf längerfristiger Sicht ab, insofern die Zone um 7.7k–8k € hält. Tatsächlich drehte der Kurs am 11. März 2025 bei ~7.900 € wieder nach oben . Zusätzlich liegt bei ~8.430 € ein technischer Support durch hohes Handelsvolumen, wo verstärkt Käufe einsetzen könnten .
Parallel dazu bewegt sich die Aktie seit Herbst 2024 innerhalb eines fallenden Trendkanals. Die Abwärtstrendlinie verläuft aktuell etwa bei 8.600–8.700 €. Ein Ausbruch über ~8.600 € wäre ein erstes Signal, dass der Abwärtstrend an Momentum verliert und sich eine Trendwende anbahnen könnte . Bisher blieb der Kurs aber darunter, was bedeutet, dass der übergeordnete Abwärtstrend formal intakt ist. Kurzfristig hat sich nach dem Märztief eine Erholungsbewegung etabliert; ob daraus ein nachhaltiger Aufwärtstrend wird, muss sich an den Widerständen zeigen.
Wichtige Widerstände liegen nun oberhalb bei:
• ca. 8.600 € – obere Trendkanalbegrenzung / erste Signalmarke für Trendwende
• ca. 9.000 € – Bereich des langfristigen gleitenden Durchschnitts, der nun als Widerstand fungieren kann . Hier verlief zuletzt etwa die 100- bzw. 200-Tage-Linie.
Technische Indikatoren (RSI, MACD, gleitende Durchschnitte)
Die starken Kursverluste führten den RSI (Relative-Stärke-Index) auf überverkaufte Werte. Mitte März erreichte der RSI laut technischen Indikatoren nur noch etwa 30 bzw. 0,3 (im normierten System) – ein Niveau, das auf eine überverkaufte Marktlage hinweist . Solch niedrige RSI-Werte deuten oft darauf hin, dass ein Boden nahe sein könnte, da der Verkaufsdruck übertrieben ist. In den Tagen nach dem Tief stieg der RSI wieder aus dem überverkauften Bereich heraus, was die Erholung untermauert.
Auch der MACD (Moving Average Convergence Divergence) beginnt, eine mögliche Trendwende anzuzeigen. Nach dem März-Tief kam es zu einem bullischen MACD-Crossover: Laut Analyse wurde am 11. März ein Pivot-Bottom (Umkehrpunkt) erkannt und ein Kaufsignal durch den MACD generiert . Dies signalisiert, dass das Abwärtsmomentum abnimmt. Zudem bestätigt der Kurs selbst den Wendepunkt durch einen Anstieg von rund +7 % seit dem Tief . Allerdings ist zu beachten, dass das MACD-Histogramm insgesamt noch im negativen Bereich sein könnte – die endgültige Bestätigung käme mit einem nachhaltigen Anstieg des MACD über die Nulllinie.
Betrachtet man die gleitenden Durchschnitte, ergibt sich ein gemischtes Bild. Durch den monatelangen Kursrückgang notiert der Kurs deutlich unter den wichtigen Durchschnittslinien:
• Aktueller Kurs (~8.4k €) < 50-Tage-Durchschnitt (~9.500 € geschätzt) < 200-Tage-Durchschnitt (~10.000+ €) . Diese Konstellation (kurzfristiger unter langfristigem Durchschnitt) wird als “Death Cross” bezeichnet und spiegelt einen intakten Abwärtstrend wider. Solange die Aktie unter diesen Durchschnittslinien bleibt, ist der übergeordnete Trend abwärts gerichtet.
• Immerhin: Der kurzfristige gleitende Durchschnitt (z.B. 20-Tage-Linie) dreht durch die jüngste Rally leicht nach oben und lieferte ein erstes Kaufsignal . Dieser kurzfriste GD verläuft um ~8.3k € und bietet nun eine Unterstützung im Pullback-Fall . Die langfristige Durchschnittslinie (z.B. 100/200-Tage) liegt hingegen noch über dem Kurs (~8.968 €) und wirkt als Widerstand . Erst ein Break über diesen langfristigen GD würde ein längerfristiges Trendwendesignal generieren .
In Summe bestätigen die Indikatoren, dass zwar erste Erholungssignale da sind (RSI-Ausverkauf, MACD-Kreuz, kurzfristiger GD als Support), aber die Gesamttrendsignaltechnik noch nicht eindeutig auf „Aufwärtstrend“ gedreht hat. Es besteht also Hoffnung auf einen Boden, doch Bedingung ist die Bestätigung durch weitere Signale (z.B. Anstieg über die genannten Widerstände).
Fundamentale Einflüsse auf den Kurs
Trotz Fokus auf die Charttechnik sollten auch fundamentale Nachrichten berücksichtigt werden, da sie die technische Lage maßgeblich beeinflusst haben. Im Fall von Lotus Bakeries gab es in den letzten 6–12 Monaten einige wichtige Unternehmensmeldungen:
• Starkes Geschäftsjahr 2024: Lotus Bakeries wuchs 2024 umsatzseitig um +16% und verzeichnete Rekordabsätze . Erfolgsprodukte wie Lotus Biscoff trugen maßgeblich zum Wachstum bei, und das Management plante Expansionsschritte (z.B. neue Fabrik in Thailand bis 2026) . Zudem wurde die Dividende kräftig erhöht – ein Zeichen finanzieller Stärke. Diese starken Fundamentaldaten untermauern eigentlich den langfristigen Aufwärtstrend des Unternehmens.
• Hohe Erwartungen und Kapazitätsgrenzen: Allerdings hatten Investoren auch sehr hohe Erwartungen an Lotus. Die Aktie war zeitweise hoch bewertet (KGV über 50); durch den Kurssturz sank das KGV zuletzt auf ca. 29 – was zeigt, dass ein Teil der Korrektur auf eine Bewertungsanpassung zurückzuführen ist. Bei Bekanntgabe der Jahreszahlen 2024 wurde deutlich, dass Lotus an Produktionskapazitätsgrenzen stößt. Trotz zweistelligem Wachstum mussten Prognosen gedämpft werden: Für 2025 rechnet das Management vorerst nur mit ~10% Volumenwachstum, da nicht mehr produziert werden kann . Diese Nachricht enttäuschte den Markt. In der Folge fiel der Aktienkurs an einem Tag um rund 5,7% – der stärkste Tagesverlust seit langem . Analysten kommentierten, die Ergebnisse seien zwar solide, aber die Wachstumsgrenze bei Biscoff habe die hohen Erwartungen nicht erfüllt . Dieses fundamentale Ereignis verstärkte also den Abwärtstrend und führte zum Test der genannten Unterstützungszone.
• Allgemeines Marktumfeld: Das zweite Halbjahr 2024 und Anfang 2025 waren für viele Wachstumswerte schwierig. Steigende Zinsen und generelle Unsicherheit führten zu Gewinnmitnahmen, insbesondere bei zuvor stark gelaufenen Titeln. Lotus Bakeries blieb davon nicht verschont. Das erklärt teilweise die heftige Korrektur ab dem Allzeithoch – neben den firmenspezifischen Faktoren.
Für die technische Analyse bedeutet dies: Die Bodenbildung wurde nicht nur durch Chartfaktoren, sondern auch durch das Abklingen negativer Nachrichten begünstigt. Sobald der Markt die Kapazitätserweiterungs-Pläne (neue Werke) und das etwas geringere Wachstum verdaut hat, könnten fundamentale Käufer zurückkehren. Das würde helfen, den technischen Boden zu festigen.
Fazit: Hat sich ein Boden gebildet?
Zusammenfassend zeigt die Analyse Anzeichen, dass die Lotus-Bakeries-Aktie im Bereich um €8.000 einen Boden ausbilden könnte. Die Unterstützung auf diesem Niveau hielt bereits zweimal stand (Anfang 2024 und März 2025) , und kurzfristige Indikatoren schlagen eine Erholung vor (RSI aus dem Überverkauften, MACD-Kaufsignal) . Auch das hohe Volumen an der Unterstützungsmarke und der anschließende Kursanstieg um einige Prozent sprechen für eine nachlassende Abwärtsdynamik.
Allerdings ist die Trendwende noch nicht endgültig bestätigt. Wichtig wird sein, dass die Aktie über wichtige Widerstände ausbricht – insbesondere über die Abwärtstrendlinie bei ~8.6k € und später über die Zone um 9k € (langfristiger GD) . Gelingt dies, würde dies ein klareres Boden-Signal liefern und könnte weitere Käufer anziehen. Bis dahin bleibt ein Restrisiko, dass es sich bei der jüngsten Erholung lediglich um eine technische Gegenbewegung (Bärenmarktrally) handelt.
Investoren sollten daher die Kursentwicklung in den kommenden Wochen genau beobachten. Zeichen einer Bestätigung der Bodenbildung wären z.B.: anhaltende höhere Tiefs, steigende Umsätze bei Kursanstiegen, Durchbrechen der genannten Widerstände und Verbesserung der Indikatoren (MACD über Null, RSI stabil über 50). Gleichzeitig hat die Aktie auf dem aktuellen Niveau ein attraktiveres Bewertungsniveau erreicht (KGV ~29) , was fundamental unterstützend wirken könnte.
Fazit: Der Bereich um 7.7–8.0k € könnte den langfristigen Boden für die Lotus-Bakeries-Aktie darstellen. Erste technische Signale für eine Trendwende sind erkennbar, doch eine vollends robuste Bodenbildung erfordert noch eine Bestätigung durch einen Trendbruch nach oben. Solange dieser Ausbruch nicht erfolgt, ist eine gewisse Vorsicht angebracht – aber die Chancen auf eine Trendwende stehen deutlich besser als noch vor einigen Monaten, als die Aktie im freien Fall war. Mit anderen Worten: Die Zutaten für einen Boden sind vorhanden; nun muss der Markt daraus einen Aufwärtstrend backen. 🍪
Quelle: ChatGPT😊