9Mon.·

Das kleine JP Morgan erwacht langsam

Bei dem nächsten Wert handelt es sich um $JEF (+1,85 %)

I. Der Deep Dive: Innerer Wert (Intrinsic Value)

Die Bewertung von Jefferies ist derzeit ein Paradebeispiel für eine Unterbewertung durch Sondereffekte. Während der Aktienkurs bei ca. 62,20 $ konsolidiert, sprechen die fundamentalen Modelle eine andere Sprache.


1. DCF-Modell (Discounted Cash Flow)

Basierend auf den Cashflow-Prognosen für 2026 (Wachstumsrate ca. 12,4 % p.a.) ergeben sich zwei Szenarien:

  • Base Case: Der faire Wert liegt bei ca. 121,84 $.
  • Bull Case (Alpha Spread): Bei optimistischer Annahme der IPO-Welle wird der Wert sogar auf 131,14 $ taxiert.
  • Realitäts-Check: Selbst konservativere Modelle (Simply Wall St) sehen einen fairen Wert von mindestens 70,00 $ bis 77,00 $.


2. Relative Bewertung (Multiples)

  • KGV (P/E Ratio): Mit ca. 20,4x liegt Jefferies deutlich unter dem Branchenschnitt für US-Kapitalmärkte (25,6x).
  • KBV (Price-to-Book): Jefferies handelt nahe seinem Buchwert (ca. 1,2x), während die Rentabilität der Investmentbanking-Sparte ein Multiple von 1,5x bis 1,8x rechtfertigen würde.


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Zusammenfassung: Die Aktie ist nach dem DCF-Modell um fast 50 % unterbewertet. Der Markt zahlt derzeit für jeden Dollar Gewinn bei Jefferies deutlich weniger als bei der Konkurrenz.


II. Projekt-Pipeline: Die Motoren für 2026

Jefferies ist kein bloßer Zuschauer, sondern der „Architekt“ hinter den größten Deals des kommenden Quartals.


1. Das SMBC-Megaprojekt (Allianz-Integration)

Dies ist der wichtigste interne Werttreiber. Die strategische Allianz mit der japanischen Sumitomo Mitsui Banking Corp (SMBC) ist nun voll operativ:

  • Kapitalhebel: Jefferies hat Zugriff auf 2,5 Mrd. $ an Kreditfazilitäten der SMBC.
  • Marktanteile: Dies ermöglicht es Jefferies, bei großen M&A-Mandaten (Multi-Milliarden-Deals) als Finanzier aufzutreten – ein Bereich, der früher den „Bulge Bracket“ Banken (JP Morgan, Goldman) vorbehalten war.

2. Die „IPO-Renaissance“ (Equity Underwriting)

Jefferies hat sich als die Go-to-Bank für Tech- und Wachstumsfirmen positioniert. In der Pipeline für das 1. Halbjahr 2026 stehen:

  • Fintech & Krypto: Vorbereitung der Börsengänge von Circle (USDC) und eToro (Nachfolgemandate).
  • Healthcare: Über 9,4 Mrd. $ an ausstehenden Transaktionen allein im Sektor Gesundheit (Advisory & IPOs).
  • Indien-Fokus: Jefferies begleitet derzeit massive Kapitalerhöhungen und IPOs im indischen Markt, der als der wachstumsstärkste für 2026 gilt.

3. Defense & Aerospace Picks

Passend zu meinen Beständen ($RDW (-5,24 %)
Redwire, $VOYG (-2,74 %)
Voyager) hat Jefferies gerade (Januar 2026) seine Top-Picks veröffentlicht:

  • Leidos ($LDOS (+4,41 %)
    ) und L3Harris ($LHX (+2,65 %)
    ) sind ihre Favoriten für 2026. Jefferies hält hier die führenden Beratungs- und Analyse-Mandate.


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Natürlich auch hier eine erste KI-Analyse, für eine Ausführlichere fehlt neben dem Studium momentan die Zeit. Werde mich in den nächsten Wochen aber mal ran trauen:)

Ich denke ich setze bei dem Wert am Montag mal eine erste Tranche. Gerade die IPO Welle dürfte interessant werden! Ganz nach dem Motto Eins, Zwo Risiko!

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5 Kommentare

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@All-in-or-nothing @Multibagger @Tenbagger2024 ist voyager ein tieferer blick wert ? hab einen interessanten artikel gelesen. besteht hier aufholpotenzial ?
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@Tigawutz ich denke schon. Aber man braucht Zeit und es wird weiterhin sehr volatil zugehen.
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@Tigawutz noch nicht im Detail mit beschäftigt, schaue ich mir heute Abend mal an.😉
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@Tigawutz so, nun auch eine Einschätzung von mir: problematisch sehe ich hier durchaus die Kombination der Geschäftsbereiche bzw. einzelne Teile des Kerngeschäfts. Defense & National Security entwickelt sich gut, starkes Wachstum usw.. Sorgen macht mir hier tatsächlich eher der Space-Bereich. Hier steht und fällt alles mit Starlab als kolportiertem ISS-Nachfolger. Das ist zwar ein JV aber nichtsdestotrotz sehr kapitalintensiv und Kapital-und Kapazitätsbindend. Insgesamt passt mir persönlich hier das zuletzt gezeigte kombinierte Wachstum nicht. Langfristig sicher kein schlechter Pick, Profitabilität aber natürlich in weiter Ferne. Positiv auf jeden Fall das üppige Cash-Polster und die aktuell quasi nicht vorhandene Verschuldung. Der Cash-Burn ist also wohl eine ganze Zeit lang verkraftbar.
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Zwo, eins, Risiko!
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