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🇨🇴 Nach Venezuela Kolumbien? 🤔 Trump-Drohungen im Check: Welche Aktien würden profitieren? 🦅💥💰

Guten Morgen liebe Community,


nach Venezuela rückt nun der Nachbar ins Visier. Trump spart nicht mit Drohungen Richtung Bogota (Stichwort: Zölle, Zahlungsstopp, Anti-Drogen-Einsätze).


Rein hypothetisch: Wenn die USA in Kolumbien eine ähnliche Strategie wie in Venezuela fahren, verschieben sich Milliardenströme. Doch wer stünde bei einer „Neuordnung“ ganz oben auf der Gewinnerliste?

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1. US-Öl-Multis als „Ersatz-Förderer“ 🛢️


Sollte die staatliche kolumbianische $ECOPETROL unter Druck geraten oder durch Sanktionen gelähmt werden, stünden die US-Giganten bereit, um die Lücke zu füllen oder Konzessionen zu übernehmen.


Chevron $CVX (+1,55 %)
& ExxonMobil $XOM (+2,09 %)
: Beide haben bereits Erfahrung in der Region. Bei einem Regime-Druck oder einer Marktöffnung nach US-Vorbild wären sie die ersten, die sich die kolumbianischen Ölfelder (eines der größten Vorkommen Südamerikas) sichern würden. Ähnlich in Venezuela.


Occidental Petroleum $OXY (+3,11 %)
: Traditionell stark in Kolumbien vernetzt – sie könnten bei einer „US-freundlicheren“ Ausrichtung massiv profitieren.

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2. Rüstung & Überwachung: Die „Law & Order“-Wette 🛡️🚁


Trump begründet seine Drohungen oft mit dem Kampf gegen Kartelle. Das bedeutet: Hardware.


Lockheed Martin $LMT (+2,01 %)
: Der Standardlieferant für Black-Hawk-Hubschrauber, die in Kolumbien das Rückgrat der Brandbekämpfung und Drogenjagd bilden. Wartungsverträge und neue Lieferungen würden bei einer US-geführten Intervention explodieren.


AeroVironment $AVAV (-4,46 %)
: Spezialist für Drohnenüberwachung. In dem unwegsamen Gelände Kolumbiens wären Aufklärungsdrohnen das wichtigste Werkzeug einer US-gestützten Strategie.

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3. Agrar-Giganten & Düngemittel ☕🌾


Kolumbien ist ein Agrar-Kraftwerk (Kaffee, Blumen, Bananen). Droht Trump mit Zöllen, leiden lokale Firmen – aber globale Händler könnten profitieren:


Archer Daniels Midland $ADM (+0,09 %)
: Wenn die lokalen Lieferketten in Kolumbien wackeln, steigen die Weltmarktpreise für bestimmte Agrarprodukte. ADM als globaler Arbitrage-Player verdient an der Volatilität.

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4. Gold-Miner: Sicherheit in unruhigen Zeiten 🏆⛏️


Kolumbien hat riesige Goldvorkommen, die oft in Konfliktregionen liegen.


Newmont & Barrick Gold $NEM (+0,84 %)
$ABX (+0,13 %)
: Sollte die politische Lage in Kolumbien instabil werden, treibt das den Goldpreis weltweit (Angst-Prämie). Gleichzeitig könnten diese Konzerne bei einer späteren Stabilisierung unter US-Einfluss sichere Förderlizenzen in Gebieten erhalten, die aktuell als „No-Go-Areas“ gelten.

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5. US-Regionalbanken im Süden 🏦


Bank of America & Wells Fargo$BAC (+0,97 %)
$WFC (-0,25 %)
:

Viele Vermögen aus Kolumbien fließen bei politischer Instabilität sofort Richtung Miami und in den US-Finanzmarkt. Dieser „Capital Flight“ sorgt für frische Einlagen und Gebühren bei den US-Banken mit starkem Lateinamerika-Geschäft.


Wie eingangs erwähnt: Reine Hypothese. Aber wer kann schon in den Kopf des Orangenmannes schauen? 🍊


Was denkt ihr? Bloße Drohgebärden oder macht er ggf. wirklich ernst? Gegen internationales Völkerrecht zu verstoßen scheint jedenfalls kein Hindernis für ihn zu sein.

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3 Kommentare

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Das wird nicht passieren. Kolumbien hat einen demokratisch fair gewählten Präsidenten, der die Wahl vor 4 Jahren gewonnen hat und bei der nächsten Wahl dieses Jahr nicht mehr antreten darf. Die USA mischen sich nach meiner Meinung mit den Drohgebärden in den Wahlkampf ein und wollen einen Wechsel von links nach rechts, weil sie glauben mit einer anders ausgerichteten Politik besser Geschäfte machen zu können.
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Ich weiß nicht, da ich keinen Fernseher habe. Ich arbeite einfach weiter an der langfristigen Ausrichtung meines Depots. Vielleicht wird meine Mercadolibre von einer Kapitalisierung Südamerikas profitieren, aber soweit wird es sowieso nicht kommen.
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Wenn er so weitermacht (Stichwort Grönland), gefährdet er den Fortbestand der Nato und damit die Sicherheitsarchitektur der gesamten Welt. Und ich wage mal zu behaupten, dass buchstäblich niemand vorhersagen kann, welche Folgen das für die Weltwirtschaft haben wird. Darüber hinaus sollten wir alle, jeder einzelne ganz persönlich, überlegen, ob wir uns an dieser Entwicklung mit unseren Investments und Kaufentscheidungen mitschuldig machen und inwieweit wir bereit sind, mit dieser Verantwortung zu leben. Wenn Geld die Welt regiert, regiert unser Geld dabei fröhlich mit. Ich wäre jedenfalls sehr dankbar für überzeugende Exitstrategien. Ob ich am Ende mutig genug bin, auf US-amerikanische Werte komplett zu verzichten, weiß ich leider noch nicht.
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