Möglicherweise — die Q2-Zahlen liefern zumindest die stärksten Argumente seit Monaten. SAP meldete am 23. Juli 2026 nach Börsenschluss Zahlen, die auf breiter Front über den Erwartungen lagen: Gewinn je Aktie 1,89 EUR statt der erwarteten 1,75–1,76 EUR, Cloud-Auftragsbestand +26 % auf 22,9 Mrd. EUR statt der erwarteten Fortsetzung des Q1-Tempos. Die erste Reaktion war trotzdem nervös — die Aktie fiel direkt nach den Zahlen zunächst um 2,8 %, markierte am Handelstag selbst sogar ein neues 24-Monats-Tief bei 128,54 EUR, bevor sie sich drehte und am Folgetag um über 9 % auf 140,34 EUR zulegte. Der Grund für die anfängliche Skepsis: Das operative Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück, belastet durch höhere Investitionen und Restrukturierungen sowie einen Verwässerungseffekt von über 100 Mio. EUR aus den frisch abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs
Die wichtigsten Punkte:
- Q2 2026: EPS 1,89 EUR (Vorjahr: 1,45 EUR) — deutlich über Konsens von 1,75–1,76 EUR
- Cloud-Auftragsbestand (Current Cloud Backlog): +26 % auf 22,9 Mrd. EUR — schlägt Erwartungen
- Cloud-Umsatz +22 % (währungsbereinigt +24 %), Cloud ERP Suite +25 % (währungsbereinigt +27 %)
- Gesamtumsatz +9 % (währungsbereinigt +11 %)
- Kurs: von 24-Monats-Tief 128,54 EUR (23.07.) auf 140,34 EUR (24.07., +9,11 % am Tag)
- Jahresausblick 2026 operatives Ergebnis leicht angepasst — M&A-Verwässerung >100 Mio. EUR eingepreist
- Rückkaufprogramm: 10 Mrd. EUR — bereits 2,6 Mrd. EUR investiert (16,28 Mio. Aktien zu Ø 161,16 EUR)
- Analysten Ø Kursziel: ca. 200 EUR (17–18 Analysten) — Spanne 164–260 EUR
- Neue Managementstruktur seit 1. Juli: Produkt und Engineering getrennt für "All-in on AI"-Strategie
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