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🟧 Wie funktioniert Bitcoin? 3/8 – Das Mining ⛏️

Im letzten Teil haben wir gelernt, dass die Blockchain ein riesiges, digitales Kassenbuch ist.

Ungefähr alle 10 Minuten wird eine neue Seite – ein Block – an dieses Kassenbuch angehängt.


Aber wer schreibt diese Seiten eigentlich, wenn es keine Bank gibt? Und wie wird verhindert, dass jemand schummelt?


Hier kommen die digitalen Schwerstarbeiter ins Spiel: Die Miner.


Viele denken beim Wort „Mining“ (Schürfen) an das Schürfen von Gold aus der Erde. Bei Bitcoin ist es ähnlich, nur dass die Spitzhacke durch massive Rechenleistung ersetzt wird. Das Mining erfüllt zwei extrem wichtige Aufgaben:


1. Das Schreiben und Versiegeln der Blöcke 📝

Miner weltweit konkurrieren ununterbrochen miteinander. Ihre Aufgabe ist es, die neuesten, noch unbestätigten Transaktionen zu sammeln und in einen neuen Block zu packen.

Um diesen Block aber an die Blockchain anhängen zu dürfen, muss der Miner ein extrem kompliziertes mathematisches Rätsel lösen (das sogenannte Proof of Work). Das ist wie ein globales digitales Wettrennen: Wer das Rätsel zuerst löst, gewinnt das Recht, den Block zu schreiben, und "versiegelt" ihn damit kryptografisch.


2. Die sichere Ausgabe neuer Bitcoins 🪙

Warum sollte jemand teure Computer kaufen und Unmengen an Strom verbrauchen, um dieses Rätsel zu lösen? Ganz einfach: Für jeden gültigen Block, den ein Miner erfolgreich an die Kette hängt, wird er belohnt.

Er erhält den sogenannten Block Reward (neu erschaffene Bitcoins) plus die Transaktionsgebühren der Nutzer. Das ist der einzige Weg, wie neue Bitcoins überhaupt ins System gelangen! Dieses System ist genial, weil es mathematisch genau regelt, dass die Ausgabe neuer Bitcoins bis zum Jahr 2140 immer langsamer abläuft, bis die 21 Millionen erreicht sind.


Warum macht das Mining Bitcoin so sicher? 🔒Um die Blockchain zu manipulieren (also zum Beispiel eine alte Transaktion zu ändern), müsste ein Angreifer das mathematische Rätsel für diesen und alle darauffolgenden Blöcke noch einmal lösen – und zwar schneller als das gesamte restliche globale Netzwerk zusammen.

Dafür bräuchte man mehr als die Hälfte der weltweiten Rechenleistung (eine 51%-Attacke). Das ist heutzutage praktisch unbezahlbar und technisch unmöglich. Die schiere Energie, die ins Mining fließt, bildet also eine unüberwindbare Schutzmauer um das Netzwerk.


💡 Fazit für Teil 3:

Miner sind die Arbeiter, die das Kassenbuch fortführen und durch massive Rechenleistung vor Hackern schützen. Sie tun das nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie durch die Spieltheorie wirtschaftlich dafür belohnt werden, ehrlich zu sein.


Aber Moment mal: Wenn die Miner die Blöcke schreiben, haben sie dann nicht die absolute Macht über Bitcoin? Könnten sie nicht einfach die Regeln ändern?


Genau das klären wir im nächsten Post. Teil 4/8 dreht sich um die wahren Wächter des Gesetzes: Die Nodes. 📡


Kam euch das Thema Mining bisher auch immer wie eine Blackbox vor? Schreibt eure Fragen in die Kommentare und lasst ein Follow da, um den nächsten Teil nicht zu verpassen! 👇


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