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Moin @Stocktective,

erstmal Respekt für die Ehrlichkeit in der Einleitung – man merkt direkt, dass ChatGPT hier die Fleißarbeit übernommen hat. Schön formatiert ist es ja, aber lass uns mal den KI-Weichspüler rausnehmen und das Ding durch einen echten, harten Filter jagen. Du hast ja um andere Meinungen gebeten, also hier mein Take zu Central Puerto S.A. – schonungslos und ohne rosa Brille:

1. Der Bilanz-Witz (9,5/10 Sterne):
Du (bzw. dein "Investmentkomitee") gibst der Bilanz ernsthaft 9,5 von 10 Sternen, weil das Debt/EBITDA bei 1,1 liegt. Das ist in einem normalen Land fantastisch. Wir sind hier aber in Argentinien! Was bringt eine "geringe Verschuldung", wenn die Einnahmen in einer Währung (Peso) generiert werden, die sich quasi im freien Fall befindet, während Teile der Schulden oder Investitionen in harten US-Dollar bedient werden müssen? Eine Bilanz in einem Land mit Kapitalverkehrskontrollen und historischer Hyperinflation bekommt niemals 9,5 Sterne. Punkt.

2. Die ROIC-Falle:
Du schreibst selbst: ROIC bei ca. 7 %. Das ist für ein Infrastruktur-Unternehmen im Westen okay. In Argentinien sind die Kapitalkosten (WACC) aufgrund des massiven Länderrisikos aber astronomisch hoch. Wenn die Kapitalkosten bei 15 % oder 20 % liegen, das Unternehmen aber nur 7 % Rendite auf seine Investitionen (wie Forstwirtschaft und Batterien) erwirtschaftet, dann ist das unterm Strich aktive Kapitalvernichtung.

3. Die Dividenden-Illusion:
Unter "Offene Fragen" versteckt sich der eigentliche Sargnagel: "Wann wird die Wiederaufnahme der Dividende ökonomisch sinnvoll?"
Übersetzung: Der größte private Stromerzeuger des Landes schüttet aktuell nicht verlässlich aus, weil er die Kohle entweder für Zukäufe braucht oder sie im argentinischen System festhängt.

Mein Fazit:
Für meine eigene Strategie ist die Aktie pures Gift, weil sie genau in der "toten Mitte" feststeckt:
Als Cash-Maschine ist sie völlig unbrauchbar, weil die verlässliche Dividende fehlt. Als Spekulation ist sie das falsche Vehikel, denn ein schwerfälliges Kraftwerk in Buenos Aires ist keine Wachstumsrakete.

Deine gesamte These ("Bull Case") basiert auf der Hoffnung, dass Javier Milei die Wirtschaft normalisiert. Wer diese Aktie kauft, investiert nicht in ein Kraftwerk, sondern geht ins Casino und setzt alles auf die Farbe "Argentinische Politik".

Schöne Formatierung, aber wer bei einem Schwellenländer-Versorger auf die Dividende verzichtet und eine Peso-Bilanz mit 9,5 Sternen bewertet, der trinkt im Biergarten definitiv das falsche Bier! 😉 Nichts für ungut und danke für den Input!
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@Raketentoni danke für's ehrliche Feedback und die angesprochenen Punkte👍
Ich geb nochmal meinen Senf dazu, weil du mir mit deinen Annahmen etwas zu einfach davon kommen willst 😁

Ich bewerte hier objektiv erstmal das Balance Sheet eines Unternehmens, das Länderrisko weißen wir in unserer Bewertung woanders zu. Nur weil $CEPU in Argentinien sitzt hat das BS keinen -7 starting point, aber wir können uns auf 9 einigen 😉 Ich würde das Peso Argument zählen lassen, wenn wir hier von 100% Peso abhängig wären, was aber nicht mehr zutrifft.
-> USD PPAs (keine Abwertung durch Inflation)
-> Exportgeschäft wird langsam erschlossen (USD)
-> Revenue kommt mit harter Währung (USD linked)
Im Dezember 2025 hat das Management angegeben, dass ca. 97% vom Energie Revenue USD oder USD linked waren. Hier gibt es keinen freien Fall mehr, die Situation hat sich geändert.

ROIC ist keine Falle sondern die Grundlage der These aber eine offene Frage, historik spricht nicht für die Zukunft. Warum würde die IFC Projekte unterstützen die von Anfang an keine chance auf Wirtschaftlichkeit haben? Die Annahme von 15-20% WACC sind schön und gut aber woher kommen die?
Inkrementeller ROIC steht noch aus, was wenn das 15% statt 7% werden?

Das mit der Dividende hat mich z.B. etwas tiefer eintauchen lassen und neugierig gemacht, warum aussetzen um eine schlechte Investition zu tätigen? Hier könnte das Management einen hohen future ROIC sehen? Wäre es mir lieber beim Länderrisiko mehr Verschuldung aufzunehmen und Dividende auszuzahlen, glaube nicht.

Übrigends wenn du richtiges Bier getrunken hättest, dann wäre dir aufgefallen, dass die These nicht nur auf Javier Milei beruht, es geht um qualitative Infrastruktur, ein gutes balance sheet, hoffentlich sehr gute Kapital allokation und stetiges weiterkommen von Argentinien 💸

Für deine Strategie wohl wirklich nichts, außer es geht mit einem re-rating ganz steil durch die Decke wenn Milei Rückenwind gibt 🤣
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