ich bleibe im Depot 2036 bei Kawasaki investiert.
Hallo meine Lieben,
wenn es um Gasturbinen geht, denken die meisten direkt an $ENR (+3,27 %) Siemens Energy oder $GEV (+1,64 %) GE Vernova.
Aber die Japaner haben die wenigsten hier auf dem Schirm. Viele haben Wasserstoff schon den Tod erklärt. Aber die Japaner ganz und gar nicht. Das scheint jetzt auch bei uns in Deutschland gut anzukommen, und Wasserstoff ist absolut nicht Tod.
In Lingen ist am Freitag eine Wasserstoff-Gasturbine in den Testbetrieb gegangen - laut RWE eine der größten ihrer Art. Zu dem Ereignis sind auch Vertreter aus Japan angereist.
Viel Prominenz kam zum symbolischen Start der neuen Wasserstoff-Turbin:. Sogar die japanische Botschafterin reiste an, weil die Turbine von Kawasaki in Japan gebaut wurde. Zu sehen ist die Turbine nicht direkt. Sie arbeitet in einer Anlage auf dem Gelände von RWE und ist hinter Mauern und Blech verdeckt.
Strom zunächst aus Erdgas und später aus Wasserstoff
Der Strom, der hier produziert wird, kommt noch aus Erdgas, wird aber nach und nach auch mit Wasserstoff gemischt. "Wir sind Energieland Nummer eins. Wir sind Wasserstoffland Nummer eins. Wir können erzeugen und speichern", sagte Ministerpräsident Olaf Lies (SPD). Bisher sei das Problem gewesen: "Können wir auch Rückverstromen? Gibt es zukünftig Gaskraftwerke, die in den Zeiten, in denen ich nicht genug direkte erneuerbare Energie habe, dafür sorgen, dass ich klimaneutralen Strom habe?", so Lies.
Wasserstoffturbine soll Energielücken ausgleichen
Wenn die 34-Megawatt-Turbine irgendwann in den echten Betrieb geht, könnte sie rund 40.000 Haushalte gleichzeitig mit Strom versorgen und beispielsweise bei sogenannten Dunkelflauten einspringen - also, wenn zu wenig Wind bläst und die Sonne nicht scheint. Bis es so weit ist, muss sie aber noch getestet werden. Für den neuen Antrieb mit grünem Wasserstoff fehlt es laut RWE noch an Erfahrungswerten. Eine wasserstoffbetriebene Turbine könne sehr schnell Strom liefern, wenn andere Quellen, wie Wind- oder Sonnenenergie mal ausfallen sollten, so der Betreiber. Noch sei Wasserstoff bis zu fünf mal teurer als Erdgas. Mittelfristig glauben die Betreiber an eine Angleichung der Preise.
Lingen: Teststart von Wasserstoff-Gasturbine mit Besuch aus Japan | ndr.de
Meine persönliche Einschätzung:
Wasserstoffturbinen sind ein interessantes Zukunftsthema, insbesondere wenn man sie mit zwei großen Entwicklungen verbindet: der Energiewende und dem enorm steigenden Strombedarf durch KI-Rechenzentren.
Hier entsteht ein Markt für flexible Kraftwerke, die unabhängig von Wind und Sonne zuverlässig Strom liefern können. Wasserstoff könnte dabei langfristig eine wichtige Rolle spielen.
Es gibt einige namhafte Unternehmen, die bereits intensiv an dieser Technologie arbeiten.
1. Die wichtigsten Player bei Wasserstoffturbinen
Siemens Energy $ENR (+3,27 %)
- Wasserstofffähige Großgasturbinen (Deutschland)
GE Vernova $GEV (+1,64 %)
- H2-Großturbinen, bis 100 % H2 (USA)
Mitsubishi Heavy Industries $7011 (+3,33 %)
- Großturbinen, Wasserstoff und Ammoniak (Japan)
Kawasaki Heavy Industries $7012 (+0,47 %)
- Wasserstoffturbinen und Wasserstoffinfrastruktur (Japan)
Baker Hughes $BKR (+4,77 %)
- Industrielle Gasturbinen und Wasserstoffverdichtung (USA)
Doosan Enerbility $034020
- Wasserstoff- und Ammoniakturbinen (Südkorea)
2. Besonders interessante Unternehmen
Ich würde mir fünf Unternehmen genauer ansehen.
1. Siemens Energy – der deutsche Technologiekonzern
- Entwickelt wasserstofffähige Gasturbinen.
- Arbeitet an der Verbrennung von bis zu 100 % Wasserstoff.
- Bereits konkrete Wasserstoffprojekte in Deutschland.
- Profitiert zusätzlich vom Ausbau der Stromnetze und dem steigenden Strombedarf.
Besonders interessant: Siemens Energy deckt mehrere Bereiche der zukünftigen Energieinfrastruktur ab.
Siemens Energy – Wasserstoffkraftwerke
2. GE Vernova – amerikanischer Technologieführer
- Über 120 Gasturbinen mit Wasserstoffbetriebserfahrung.
- Verbrennungstechnologie für Wasserstoffanteile bis 100 %.
- Großes Geschäft mit Gasturbinen für Stromerzeugung.
- Interessant durch den enormen amerikanischen Energiebedarf.
GE Vernova – Hydrogen Turbines
3. Mitsubishi Heavy Industries – japanischer Technologiekonzern
- Entwickelt Wasserstoff- und Ammoniakturbinen.
- Großkraftwerkstechnologie.
- Investiert in die Weiterentwicklung der Wasserstoffverbrennung.
- Profitiert potenziell vom asiatischen Energieinfrastrukturausbau.
Ein spannender japanischer Technologiewert.
4. Kawasaki Heavy Industries – besonders spannend!
Hier gibt es eine besonders interessante Entwicklung:
Am 6. November 2026 haben RWE und Kawasaki in Lingen eine 34-MW-Gasturbine für den Betrieb mit bis zu 100 % Wasserstoff in den Probebetrieb genommen.
Das ist ein wichtiger Schritt Richtung industrieller Wasserstoffverstromung. RWE
Kawasaki ist damit nicht nur ein Entwickler, sondern inzwischen auch an konkreten europäischen Demonstrationsprojekten beteiligt.
5. Baker Hughes – der Infrastruktur-Player
Baker Hughes ist interessant, weil das Unternehmen nicht nur Turbinen entwickelt.
Weitere Geschäftsfelder:
- Wasserstoffverdichtung
- Kompressoren
- Pumpen
- Wasserstoffinfrastruktur
- Industrielle Gasturbinen
Damit ist Baker Hughes breiter entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette aufgestellt. bakerhughes.com
3. Meine Einschätzung: Wo liegt das größte Zukunftspotenzial?
Ich sehe drei miteinander verbundene Investitionswellen:
1. KI benötigt Strom
Rechenzentren benötigen rund um die Uhr zuverlässige Stromversorgung. Gasturbinen können hier eine wichtige Ergänzung zu erneuerbaren Energien und Batteriespeichern darstellen.
2. Wasserstoff wird zum Energiespeicher
Überschüssiger erneuerbarer Strom kann zur Wasserstoffproduktion verwendet werden. Dieser Wasserstoff kann später in Kraftwerken wieder verstromt werden.
3. Bestehende Kraftwerke werden umgerüstet
Die Möglichkeit, bestehende Gasturbinen schrittweise auf höhere Wasserstoffanteile umzustellen, eröffnet ein zusätzliches Geschäft mit Modernisierung und Service.
Allerdings: Wasserstoff ist derzeit noch teuer, und die notwendige Infrastruktur muss erst aufgebaut werden.
Eine interessante Investmentthese wäre:
Die zweite KI-Welle benötigt nicht nur Chips, Speicher und Rechenzentren. Sie benötigt vor allem Energie. Wasserstofffähige Gasturbinen könnten zu einem wichtigen Baustein der zukünftigen Stromversorgung werden.
Ihr solltet insbesondere Kawasaki und Mitsubishi näher untersuchen, weil sie neben der klassischen Energieerzeugung auch technologisch interessante Wasserstofflösungen entwickeln.