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Moin @TradingHase,

da hast du dir ein paar interessante Zahlen für deine freien Möhren herausgesucht und sehr transparent aufgeschlüsselt. Aber lass uns die Daten und vor allem deine finale Schlussfolgerung mal eiskalt sezieren, denn da mischst du gerade Äpfel mit Birnen.

Hier ist der Realitäts-Check für deine Entscheidungsfindung:

**1. Der Elefant im Raum: EQQQ ist KEIN Dividenden-ETF**
Du schreibst direkt zu Beginn, dass dein Kapital in einen "Dividenden-ETF" fließen soll. Wenn das dein echtes, strategisches Ziel ist (regelmäßiger Cashflow), dann hat der **Invesco EQQQ** in dieser speziellen Auswahl absolut nichts verloren.

* Der EQQQ bildet den Nasdaq-100 ab. Das ist die absolute US-Tech-Wachstums-Maschine, aber kein Einkommens-Instrument.

* Deine eigenen Daten belegen das gnadenlos: Die aktuelle Dividende liegt bei homöopathischen 0,17 %.

* Deine Schlussfolgerung, den EQQQ zu wählen, wenn man "die Dividende mit den Kursgewinnen aufwiegt", ist unter dem Aspekt der sogenannten "Total Return"-Betrachtung (Gesamtrendite) zwar völlig korrekt. Du sprengst damit aber dein eigenes, im ersten Satz definiertes Ziel eines Dividenden-Investments.

**2. Das echte Duell: TDIV vs. VHYL**

Wenn wir den Tech-Ausreißer EQQQ rausnehmen, bleibt das klassische Duell der Dividenden-Schwergewichte:

* **VanEck ($TDIV):** Wie deine Zahlen korrekt zeigen, liefert er dir die höchste Dividendenrendite (aktuell 3,14 % bzw. 3,90 % auf 1 Jahr). Der TDIV filtert sehr streng nach Qualität und Nachhaltigkeit der Dividende, fokussiert sich dabei aber rein auf etablierte Industrieländer (Developed Markets).

* **Vanguard ($VHYL):** Das ist der globale, stoische Vorschlaghammer. Er liefert dir etwas weniger Dividende (aktuell 2,36 % laut deinen Daten), nimmt dafür aber auch Schwellenländer (Emerging Markets) mit rein und streut extrem breit über die ganze Welt. Er läuft oft nicht so dynamisch wie der TDIV, ist dafür aber ein massiver Fels in der Brandung.

**3. Thema Diversifikation**

* Wenn du den **EQQQ** wählst, hast du eine extreme Klumpenbildung im US-Tech-Sektor. Das bringt massive Kursgewinne in Bullenmärkten, aber auch brutale Volatilität nach unten, wenn der Tech-Sektor mal hustet.

* Der **VHYL** bietet dir im Gegenzug die ultimative, weltweite Diversifikation in einem einzigen Produkt.

* Der **TDIV** ist hervorragend für reinen Cashflow, schließt aber reine Wachstums-Werte (da diese oft keine hohen Dividenden zahlen) aus.

**Mein Tipp und Denkanstoß für dich:**

Du musst dich vor dem Kauf eiskalt entscheiden, was der *Zweck* dieser Position in deinem Depot sein soll:

1. **Willst du passives Einkommen und starken, verlässlichen Cashflow?** Dann nimm den **TDIV** für maximale Rendite oder den **VHYL** für maximale weltweite Streuung.

2. **Willst du maximales Vermögenswachstum (Total Return)?** Dann greif eiskalt zum **EQQQ**. Aber dann verabschiede dich von dem Gedanken, dass dies ein "Dividenden-Investment" ist.

Entscheide dich für die Strategie, nicht nur für die vergangenen Rendite-Zahlen!

Viele Grüße!
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@Raketentoni Herzlichen Dank fürs sezieren. 👍🏼 Die Auswahl der drei ETF hatte ich bei Finanzfluss mit der Scheinstellung auf "Dividenden-ETF" getroffen. Ich war beim aufschreiben der Dividenden-Zahlen dann schon etwas überrascht, über die Werte.
Hier hast du einen sehr wichtigen Punkt für mich und Spiel gebracht.
Somit ist der EQQQ für mich raus, da ich auf die Dividende abzielen und ich in Tech mit Einzelaktien für investiert bin.
Bei den beiden anderen find ich die jeweiligen Ansätze die du messerscharf skizierst interessant.
Eventuell werden beiden den Weg ins Depot finden.
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@TradingHase ich habe den $TDIV ind den $FYEQ für die Diversifikation. So habe ichvauch Qualität aus dem EM mit guter gesamtrendite im Portfolio. Der Tdiv hat ja 60^ Europa wenn du die Länder mal zusammen rechnest.
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@Raketentoni Auch eine interessante Idee. Durch den starken Europa-Anteil des TDIV könnte ich die beiden STOXX rausnehmen und das aufteilen. EM habe ich seit längerem gar nicht mehr an Bord.
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@Raketentoni habe den $HDEM statt dem $FYEQ in kombi mit dem $TDIV
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@erbsinator
Wir haben da zwei Emerging Markets (EM) ETFs, die auf den ersten Blick das Gleiche wollen (Dividende aus Schwellenländern), aber im Maschinenraum völlig unterschiedlich funktionieren. Um es direkt vorwegzunehmen: Dem Invesco fehlt es massiv an fundamentaler Qualität.

Lass uns die beiden ETFs mal eiskalt sezieren:

### 1. Der Invesco FTSE EM High Div. Low Vol. (Die Rendite-Falle)

Dieser ETF arbeitet mit einem extrem stumpfen Filter. Er sucht sich aus den Schwellenländern einfach die Aktien mit der historisch höchsten Dividendenrendite ("High Div") heraus und filtert diese dann nach den geringsten Kursschwankungen der Vergangenheit ("Low Volatility").

* **Das Problem:** Eine extrem hohe Dividendenrendite entsteht meistens dadurch, dass der Aktienkurs im Vorfeld massiv abgestürzt ist. Du kaufst hier also systematisch Unternehmen, die vom Markt gerade abgestraft werden (klassische Value Traps).

* **Der fehlende Filter:** Der Invesco-ETF fragt **nicht** nach dem Warum. Er prüft nicht, ob die operative Marge stimmt, ob das Umsatzwachstum intakt ist oder ob die Dividende überhaupt durch einen echten Free Cashflow gedeckt ist. Er kauft einfach blind die optisch höchste Rendite. Und "Low Volatility" bedeutet im schlimmsten Fall nur, dass die Aktie nicht wild schwankt, sondern völlig stoisch und unaufgeregt jeden Tag ein bisschen weiter fällt.

### 2. Der Fidelity EM Quality Income (FYEQ) (Das Skalpell)

Hier ist das Wort "Quality" nicht nur Marketing, sondern ein harter, fundamentaler Filtermechanismus. Bevor dieser ETF auch nur einen Cent investiert, müssen die Unternehmen harte finanzielle Hürden nehmen.

* **Die Cash-Maschinen-Prüfung:** Der FYEQ schaut tief in die Bilanzen. Er filtert nach konstanten Margen, einem soliden Free Cashflow und einer gesunden Schuldenstruktur.

* **Nachhaltigkeit vor Gier:** Erst wenn bewiesen ist, dass das Unternehmen echtes, hartes Geld verdient und die Dividende nicht aus der Substanz oder neuen Schulden bezahlt wird (Pseudo-Dividende), kommt die Aktie ins Portfolio.

### Das eiskalte Fazit für dein Depot
Wenn du den Invesco kaufst, holst du dir einen Korb voller potenzieller Sanierungsfälle ins Depot, die aktuell (noch) eine hohe Dividende ausschütten, aber deren Substanz oft bröckelt.
Wenn du ein stoisches, unzerstörbares Dividenden-Fundament aufbauen willst, bei dem die Ausschüttungen langfristig sicher sind, musst du zwingend auf die fundamentalen Zahlen schauen. Und genau diesen harten Job übernimmt der FYEQ für dich. Er trennt im gefährlichen Schwellenländer-Markt die echten Cash-Maschinen von den reinen Story-Stocks ohne Substanz!

Viele Grüße!
Raketentoni
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@Raketentoni werde ich doch glatt nochmal mit der AI meines Vertrauens diskutieren. Auf den zweiten Blick könnte der FYEQ vielleicht sogar besser in das Gesamtkonzept passen.
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@Raketentoni Danke für die (mal wieder) sehr gute Analyse. Es würde mich interessieren, wie Dein Urteil eines Vergleichs zwischen $FYEQ und $IEEM ausfällt
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@Novius Auf den ersten Blick würde ich denken, dass hier die Dividendenausschüttung der springende Punkt ist 🤷🏼‍♂️
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@TradingHase ja, vermutlich. Wobei für „Deine“ Dividenden Strategie zumindest aktuell rund 1,5% Dividenden Rendite im Raum stehen.
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@Novius ​Moin @Novius!

​Freut mich sehr, dass die Analysen dir helfen! Die Frage nach dem Vergleich mit dem $IEEM ist der absolute Klassiker, denn hier prallen zwei völlig fundamentale Philosophien aufeinander: Stupide Marktbreite vs. knallharte Qualitäts-Selektion.

​Lass uns die beiden Kontrahenten eiskalt auf den Seziertisch legen:

​1. Der iShares MSCI Emerging Markets ($IEEM) – Der fette Öltanker
​Der IEEM ist der absolute Standard-Index-Tracker. Er kauft einfach stumpf nach Marktkapitalisierung über 1.300 Unternehmen aus den Schwellenländern. Wenn eine Firma groß genug ist, kommt sie rein – völlig egal, wie die Bilanz aussieht.

​Das Problem: Du holst dir hier massive Klumpenrisiken ins Boot. Staatskonzerne aus China oder hochverschuldigte Rohstoff-Riesen landen automatisch ganz oben im Topf, weil sie eine enorme Marktkapitalisierung haben.
​Die Dividende: Der IEEM schüttet zwar aus (Distributing), ist aber kein Dividenden- oder Einkommens-ETF. Die Rendite tröpfelt meistens irgendwo im Bereich von mageren 2,0 % bis 2,5 % vor sich hin, weil er eben auch hunderte Tech-Wachstumswerte enthält, die keinen einzigen Cent ausschütten.

​2. Der Fidelity EM Quality Income ($FYEQ) – Unser chirurgisches Skalpell

​Der FYEQ wirft die stumpfe Marktkapitalisierung über Bord und lässt die Schwellenländer gnadenlos durch ein engmaschiges Qualitäts-Sieb laufen.
​Der Filter: Bevor hier eine Aktie einzieht, wird sie auf stabile operative Margen, echte Gewinne, gesunde Schulden und vor allem auf einen nachhaltig gedeckten Free Cashflow geprüft. Unprofitable Buden fliegen sofort raus.

​Das Ergebnis: Obwohl er deutlich weniger Titel enthält, liefert er dir eine fokussierte Auswahl an echten Cash-Maschinen. Die Dividendenrendite liegt dadurch historisch deutlich attraktiver und stabiler über der des IEEM.

​Das Urteil fällt glasklar aus:
​Wer einfach nur die ganze EM-Welt abdecken will und wen eine mickrige Ausschüttung sowie unprofitable Staatskonzerne im Portfolio nicht stören, der greift zum IEEM.

​Wer aber ein stoisches Einkommens-Fundament sucht, bei dem die Dividende durch echte operative Substanz verdient werden muss, für den führt am FYEQ absolut kein Weg vorbei. Er filtert den Schrott aus den Schwellenländern heraus, bevor er dein Depot erreicht.

​Für eine echte Qualitäts-Dividenden-Strategie gewinnt der FYEQ dieses Duell im ersten Durchgang durch K.o.! 🥊
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