5Std.
Ich finde die Kritik an Covered-Call-ETFs grundsätzlich absolut berechtigt. Gerade die Punkte begrenztes Aufwärtspotenzial, fehlende echte Crash-Absicherung, höhere Kosten und mögliche Substanzzehrung sollte man definitiv nicht ignorieren.
Bei mir ist allerdings der entscheidende Punkt, **welche Aufgabe der ETF in meinem Gesamtportfolio erfüllen soll**.
Ich sehe WINC nicht als Ersatz für einen MSCI World und schon gar nicht als Instrument, mit dem ich langfristig maximale Kursrendite erzielen möchte. Mein Portfolio ist bewusst in unterschiedliche Aufgaben aufgeteilt.
Im **Hauptdepot** steht der langfristige Vermögensaufbau im Vordergrund. Dort sind breite Wachstumsbausteine wie MSCI World und S&P 500 entsprechend wichtig. Ich möchte dort langfristig möglichst viel Marktrendite mitnehmen.
Daneben gibt es bei mir aber ein **Fremdkapitaldepot mit einem völlig anderen Auftrag**: Es soll laufenden Cashflow erzeugen, um eine konkrete monatliche Zins-/Finanzierungsbelastung abzudecken. Und genau dort sehe ich die Berechtigung für WINC.
Ich tausche bei WINC bewusst einen Teil des möglichen zukünftigen Kursgewinns gegen einen hohen laufenden Cashflow. Das ist für mich kein Fehler der Strategie, sondern **der eigentliche Zweck dieses Bausteins**.
Der entscheidende Unterschied ist also:
**Ich kaufe WINC nicht, weil ich glaube, dass WINC langfristig einen MSCI World schlägt. Ich kaufe WINC, weil ich den Cashflow brauche.**
Und gleichzeitig möchte ich Covered Calls eben nicht zum dominierenden Bestandteil meines gesamten Vermögens machen.
Das ist auch der Grund, warum ich beispielsweise JEPQ aktuell nicht weiter ausbaue. Mir ist dort die Kombination aus Konzentration und begrenztem Aufwärtspotenzial für meinen langfristigen Vermögensaufbau zu unattraktiv. Die bestehende Position erfüllt aber weiterhin ihren Zweck, weil sie die monatliche Zinslast unterstützt.
Bei WINC sehe ich es etwas anders, weil das zugrunde liegende Aktienuniversum wesentlich breiter ist und der ETF bei mir eine klar definierte Funktion innerhalb des Gesamtsystems hat.
Allerdings gibt es auch hier eine Grenze: WINC macht in meinem Fremdkapitaldepot inzwischen ungefähr 50 % aus. Deshalb würde ich ihn aktuell gerade nicht weiter aggressiv aufstocken. Neue Sparraten sollen das Depot vielmehr über andere Bausteine wie Dividend-/Quality-ETFs diversifizieren und den relativen WINC-Anteil langfristig verwässern.
Damit nehme ich aus deinem Beitrag eigentlich eher eine Bestätigung meiner Strategie mit:
Covered-Call-ETFs haben klare Nachteile – und genau deshalb sollte man sie gezielt und dosiert einsetzen.
Für jemanden, der 30 Jahre lang maximalen Vermögensaufbau betreiben möchte, würde ich einen Covered-Call-ETF ebenfalls nicht als Kerninvestment ansehen.
Für jemanden, der dagegen einen konkreten laufenden Cashflow benötigt, kann ein solcher ETF durchaus sinnvoll sein – solange man versteht, was man dafür aufgibt.
Bei mir lautet die Strategie deshalb vereinfacht:
Wachstum mit den klassischen ETFs.
Cashflow mit den Income-Bausteinen.
Keine unnötige Konzentration auf Covered Calls.
Und keine Illusion, dass hohe Ausschüttung automatisch hohe Gesamtrendite bedeutet.
Genau diese Trennung der Aufgaben ist für mich der entscheidende Punkt.
Bei mir ist allerdings der entscheidende Punkt, **welche Aufgabe der ETF in meinem Gesamtportfolio erfüllen soll**.
Ich sehe WINC nicht als Ersatz für einen MSCI World und schon gar nicht als Instrument, mit dem ich langfristig maximale Kursrendite erzielen möchte. Mein Portfolio ist bewusst in unterschiedliche Aufgaben aufgeteilt.
Im **Hauptdepot** steht der langfristige Vermögensaufbau im Vordergrund. Dort sind breite Wachstumsbausteine wie MSCI World und S&P 500 entsprechend wichtig. Ich möchte dort langfristig möglichst viel Marktrendite mitnehmen.
Daneben gibt es bei mir aber ein **Fremdkapitaldepot mit einem völlig anderen Auftrag**: Es soll laufenden Cashflow erzeugen, um eine konkrete monatliche Zins-/Finanzierungsbelastung abzudecken. Und genau dort sehe ich die Berechtigung für WINC.
Ich tausche bei WINC bewusst einen Teil des möglichen zukünftigen Kursgewinns gegen einen hohen laufenden Cashflow. Das ist für mich kein Fehler der Strategie, sondern **der eigentliche Zweck dieses Bausteins**.
Der entscheidende Unterschied ist also:
**Ich kaufe WINC nicht, weil ich glaube, dass WINC langfristig einen MSCI World schlägt. Ich kaufe WINC, weil ich den Cashflow brauche.**
Und gleichzeitig möchte ich Covered Calls eben nicht zum dominierenden Bestandteil meines gesamten Vermögens machen.
Das ist auch der Grund, warum ich beispielsweise JEPQ aktuell nicht weiter ausbaue. Mir ist dort die Kombination aus Konzentration und begrenztem Aufwärtspotenzial für meinen langfristigen Vermögensaufbau zu unattraktiv. Die bestehende Position erfüllt aber weiterhin ihren Zweck, weil sie die monatliche Zinslast unterstützt.
Bei WINC sehe ich es etwas anders, weil das zugrunde liegende Aktienuniversum wesentlich breiter ist und der ETF bei mir eine klar definierte Funktion innerhalb des Gesamtsystems hat.
Allerdings gibt es auch hier eine Grenze: WINC macht in meinem Fremdkapitaldepot inzwischen ungefähr 50 % aus. Deshalb würde ich ihn aktuell gerade nicht weiter aggressiv aufstocken. Neue Sparraten sollen das Depot vielmehr über andere Bausteine wie Dividend-/Quality-ETFs diversifizieren und den relativen WINC-Anteil langfristig verwässern.
Damit nehme ich aus deinem Beitrag eigentlich eher eine Bestätigung meiner Strategie mit:
Covered-Call-ETFs haben klare Nachteile – und genau deshalb sollte man sie gezielt und dosiert einsetzen.
Für jemanden, der 30 Jahre lang maximalen Vermögensaufbau betreiben möchte, würde ich einen Covered-Call-ETF ebenfalls nicht als Kerninvestment ansehen.
Für jemanden, der dagegen einen konkreten laufenden Cashflow benötigt, kann ein solcher ETF durchaus sinnvoll sein – solange man versteht, was man dafür aufgibt.
Bei mir lautet die Strategie deshalb vereinfacht:
Wachstum mit den klassischen ETFs.
Cashflow mit den Income-Bausteinen.
Keine unnötige Konzentration auf Covered Calls.
Und keine Illusion, dass hohe Ausschüttung automatisch hohe Gesamtrendite bedeutet.
Genau diese Trennung der Aufgaben ist für mich der entscheidende Punkt.
•
99
•@GoDividend Danke für deinen differenzierten und konstruktiven Beitrag! Ich nehme aus diesem mit, dass dir absolut klar ist, auf was man sich bei dem ETF einlässt und dir eben der Cashflow wichtig ist.
Trotzdem frage ich mich, ob es das denn am Ende wert ist, wenn dafür im negativen Szenario ein dickes Minus steht - oder arbeitest du dann mit einer Verlustbegrenzung und lässt dich ausstoppen?
Ich hoffe ich bin jetzt nicht zu neugierig, aber was geschieht in der Zwischenzeit mit dem Cash? Reinvestierst du es wieder oder lässt es z.b. für einen Crash verzinst liegen?
Trotzdem frage ich mich, ob es das denn am Ende wert ist, wenn dafür im negativen Szenario ein dickes Minus steht - oder arbeitest du dann mit einer Verlustbegrenzung und lässt dich ausstoppen?
Ich hoffe ich bin jetzt nicht zu neugierig, aber was geschieht in der Zwischenzeit mit dem Cash? Reinvestierst du es wieder oder lässt es z.b. für einen Crash verzinst liegen?
•
11
•5Std.
@FinanzMechaNikk aktuell wird alles reinvestiert + zussätzliche einzahlung in $LDGL $VHYL und in kleinen teilen in $WINC -solange bis der cashflow ausreicht um zins und tilgung abzudecken. danch gehts wieder vollgas im hauptdepot weiter, zusammengerechnet wird dann am schluss ob das aufgegangen ist
•
11
•@GoDividend Super beschrieben und aufgeschlüsselt. Ich denke Du weißt, was Du da tust und ich kann die Aufteilung bzw Kategorisierung von Mitteln in verschiedene Bausteine mit unterschiedlichen Aufgaben absolut nachvollziehen.
Anm.: Das mit dem Fremdkapitaldepot find ich im übrigen auch sehr spannend. Du hattest das Konzept ja schon mal vorgestellt und ich finds super, dass jemand hier eine sehr ungewöhnliche aber durchdachte Strategie verfolgt. Ich glaube die funktioniert auch und es ist bemerkenswert das durchzuziehen, obwohl Dir dafür vermutlich viel Skepsis und Kritik entgegenschlägt. 🙂
Anm.: Das mit dem Fremdkapitaldepot find ich im übrigen auch sehr spannend. Du hattest das Konzept ja schon mal vorgestellt und ich finds super, dass jemand hier eine sehr ungewöhnliche aber durchdachte Strategie verfolgt. Ich glaube die funktioniert auch und es ist bemerkenswert das durchzuziehen, obwohl Dir dafür vermutlich viel Skepsis und Kritik entgegenschlägt. 🙂
•
11
•4Std.
@NichtRelevant nein war ales konstruktives Feedback der verschiedenen gedanken dazu, zum Beispiel das die tilgung und zinsen immer aus dem laufenden Gehalt bedient werden kann (wichtiger punkt um sich nicht zu übernehmen), oder aber auch aus sicht der langfristigen wertentwicklung-> geld lieber in einen Wachstumsetf zu stecken und tilgung aus gehalt bezahlen. alles Punkte die gut diskutiert wurden
•
11
•
