1Wo.·

Mein Leben hat sich krass verändert...

...auch was meine "Beziehung" zu Geld/Aktien angeht!


In den letzten und nächsten Wochen durfte/darf ich mein Sozialpraktikum im Klinikum auf der Kardiologie und Radiologie antreten.


Die Frage die sich mir dabei stellt: WARUM VERDIENEN DIESE LEUTE NICHT MEHR?


Die Belastung ist auf allen erdenklichen Ebenen anspruchsvoll

  • Physisch - habe ich teils knapp 30k Schritte an einem normalen Tag - abgesehen von dauerhaftem Schichtdienst und arbeiten an jedem (Feier)Tag
  • Psychisch - der direkte Kontakt mit dem Sterbeprozess (leider auch schon miterlebt)
  • Finanziell - Fragt euch mal, warum wir hier nicht so viele Krankenschwestern/pfleger hier haben - ich sags euch, als ganz normale Pflegekraft verdient man nicht soviel, dass man das Gefühl hat den nächsten Memecoin zu puschen ;)


Der Job erfüllt mich ehrlich gesagt, weil man Menschen direkt helfen kann. Problem ich möchte irgendwann eine Familie versorgen können, sowie ein geregeltes Leben führen können - beides eher problematisch, wenn man immer unterwegs ist um Menschen zu pflegen und Leben zu retten! Teilweise am Wochenende bis zu 30 Patienten für 1!!! Krankenschwester!


Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen: 1 - 2 Schwestern die für 25-30 schwerkranke Patienten auf der Kardiologie zuständig sind...


Aber wer will denn bitte steigende Kassenbeiträge? Auch niemand...


Und dieser Einblick prägt mich gerade extrem. Ich habe sehr selten in mein Depot geguckt, weil es gefühlt einfach nicht so wichtig wird, wenn man sieht wie Menschen täglich "gehen". Deshalb hat Geld für mich - glaube ich zumindest- deutlich an Priorität verloren. Ich bin den Menschen sehr dankbar, die diesen harten, unterbezahlten Job ausführen, weil Geld bei ihnen im Leben nicht an 1. Stelle steht.


Macht euch mal die Mühe eines Gedankenelement von denkt drüber nach was passieren würde, wenn alle Pfleger einmal ne Woche streiken würden ✌️


Sorry, für diesen nicht ganz so Aktienlastigen Beitrag, ich gelobe Besserung ;)

Beste Grüße euer Krankenbruder

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38 Kommentare

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Wir sind generell in einer Gesellschaft, in der viele maximal nutzlose Jobs massiv überbezahlt werden, während andere, wirklich wichtige Jobs teilweise nur moderat über Mindestlohn liegen.

Man denke beispielhaft an ESG-Manager, Analysten, Versicherungsmakler oder andere Bürostuhlakrobaten aus den Wasserköpfen der Unternehmen. Könnte man um locker die Hälfte reduzieren, würde niemandem auffallen.
Reduzier stattdessen mal Pfleger, Handwerker, Rettungskräfte oder Bauarbeiter um 50%….da hast du innerhalb ner Woche Zustände.
Trotzdem verdienen erstgenannte im Schnitt massiv viel mehr.

Stellt sich nur die berechtigte Frage wieso es zu solchen Fehlallokationen kommen konnte?
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@FairValue ich glaube, es liegt einfach daran, dass man keinen direkten wirtschaftlichen Mehrwert daraus hat und auch keine Skaleneffekt erzielen kann. Aber wie du schon sagst, überleg mal was passiert, wenn ne Woche streiken?

Zudem sind die Verhandlungen mit den Krankenkassen, weil das Geld halt einfach mal knapp ist!
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@FairValue komme aus dem mittlerem Management - und halte nichts vom mittleren Management. Man wird mir hier Nestbeschmutzung vorwerfen, aber gerade diese Ebene ist oftmals gesegnet mit Leuten, die Problem erschaffen und sie nicht lösen. Am Ende wird bei konjunktureller Schwäche bei den unteren Ebenen zuerst eingespart, obwohl diese sind, die uns die €'s erwirtschaften und die besten Ideen haben um Kosten zu senken. Ist ein Trauerspiel und widerholt sich ständig.
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@FairValue Ja Na ich denke viele der Jobs werden eh bald wegfallen weil ein KI sie locker übernehmen wird.
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@Aelthred Sehe ich genau so wie du.
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@ReneWu ich vergleiche das mittlere Management mit dem Beamtentum - ein sich selbst erhaltender Apparat. Findigen Personen werden genügend Gründe einfallen, warum ihre Stellen nicht weg rationalisiert werden können - und wenn nicht, rennen sie zum Betriebsrat.
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@FairValue Yes wie bei mir, bin Rescue Pilot bei ADAC. Gut werde jetzt nicht unterbezahlt. Hab echt hohes Gehalt 110.000€ im Jahr. Aber das Problem so viel neue junge Leute bekommen wir auch nicht mehr. Wir haben auch ein sehr hohen Alterstand in der Branche
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@FairValue wir brauchen mehr Unternehmensberater.
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An welcher Klinik warst du denn? Es freut mich, dass du einen Perspektivwechsel erlebt hast.

Nach meiner Ausbildung habe ich im Jahr 27.000 € brutto verdient. Mehr als 400 € im Monat zu investieren war damals schlicht nicht möglich. Heute, 17 Jahre später und nach meinem Wechsel ins Ausland, stehe ich finanziell deutlich besser da.

Geht es mir beruflich im Stationsalltag besser? Nein.

Den Pflegenotstand gibt es seit über 30 Jahren. Der Beruf ist zu sozial, um zu streiken. Das System lebt von uns Ja-Sagern – mich eingeschlossen.

Die Medizin wird immer moderner, die Fälle immer komplexer. Jemand, der vor zehn Jahren an einer Diagnose sofort gestorben wäre, hat heute mit etwas Glück einen langen Krankenhausaufenthalt und vielleicht noch zwei Jahre zusätzliche Lebenszeit – oft mit einem kritischen Verlauf.

Wenn ich diesen Job nicht mache, macht ihn jemand anderes? Das ist genau das Problem: Es müssen immer Menschen da sein. Das Hauptproblem im Gesundheitssystem ist aber, dass sich kaum jemand dafür interessiert, bis er selbst oder ein Angehöriger Patient wird. Dann kann es meist nicht schnell genug gehen, es wird geflucht, und die Pflege wird zum Pingpong-Ball zwischen Arzt und Patient.

Wenn ich im Nachtdienst 20 Patienten alleine betreue, bleiben mir in einer 9-Stunden-Schicht nicht einmal 30 Minuten pro Patient.

Liebe ich meinen Job? Definitiv ja. Nirgendwo lernt man mehr über das Leben als im Krankenhaus. So viele Menschen, so viele Geschichten, so viele Schicksale und Berufe – das erlebt man sonst kaum irgendwo.

Natürlich gibt es auch ruhige Tage. Wir haben auch Spaß bei der Arbeit, und manchmal bekommt man sogar ein ehrliches „Danke“. Aber es gibt eben auch die anderen Momente: Wenn ein minderjähriger Mensch stirbt. Wenn jemand völlig unerwartet von uns geht. Wenn jede Hilfe zu spät kommt. Oder wenn ein Mensch alleine stirbt, weil niemand mehr da ist.

Im Schnitt arbeite ich zwischen 24 und 28 Wochenenden im Jahr und mache 100 bis 200 Überstunden. Ich trinke über 100 Liter Cola im Jahr und unzählige Tassen Kaffee. Schlafstörungen gehören mittlerweile ebenfalls dazu.

Ob der Beruf gerecht bezahlt wird? Das ist schwer zu beantworten. Schließlich geht es um Menschen. Was ist ein Menschenleben wert?

Mit mehr Freizeit könnte ich persönlich mehr anfangen als mit noch mehr Geld. Wie sehr die Familie unter diesem Beruf leidet, kann sich jeder selbst ausmalen. Ich arbeite an Feiertagen, damit vielleicht ein anderer Mensch – wenn alles gut läuft – die nächsten Feiertage wieder mit seiner Familie verbringen kann.

Ob ich diesen Beruf bis zur Rente ausüben werde? Ich werde es versuchen. Aber ehrlich gesagt peile ich eher die Frührente an.

@DonkeyInvestor verlässt die Bühne
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Hi und hallo von Raketentoni,

ich zolle Dir meinen absoluten Respekt und jetzt lassen wir die KI mal aus und ich schreibe dir so wie es sich gehört, persönlich.
Das du dieses Praktikum durchziehst und diese ehrlichen, rohen Eindrücke teilst finde ich sehr gut.
Wenn man den Sterbeprozess und das absolute Limit des menschlichen Körpers täglich vor Augen hat, wird der nächste Memecoin oder die Tagesperformance im Depot schlagartig völlig irrelevant. Das erdet ungemein, ich weis wovon ich rede, denn ich habe in der Familie selber Menschen die in diesem Bereich arbeiten.

Es ist ehrlich gesagt einfach nur traurig und frustrierend zu lesen, unter welchen Bedingungen das Personal in deutschen Kliniken arbeiten muss. 1 bis 2 Schwestern für 30 schwer kranke Kardiologie-Patienten? Das ist kein funktionierendes Gesundheitssystem mehr, das ist reine Mangelverwaltung auf dem Rücken derer, die den Laden mit ihrer Gesundheit am Laufen halten.

Dass du dich fragst, wie man damit eine Familie ernähren und ein geregeltes Leben führen soll, ist absolut berechtigt. Aber lass dir gesagt sein: Es geht auch anders.

Hier bei uns in Dänemark sieht die Realität zum Glück völlig anders aus. Ein Blick in unser skandinavisches System zeigt, wie eine Gesellschaft das Thema Pflege auch lösen und wertschätzen kann:

Der Personalschlüssel (Klasse statt Masse): Verhältnisse von 1 zu 30 gibt es hier schlichtweg nicht. Der Betreuungsschlüssel in dänischen Krankenhäusern ist wesentlich besser. Weniger Patienten pro Pflegekraft bedeuten nicht nur eine würdevollere, sicherere Versorgung, sondern vor allem, dass das Personal nicht nach drei Jahren im Dauer-Burnout landet.

Faire Bezahlung & echter Respekt: Pflegekräfte werden in Dänemark anständig und fair bezahlt. Starke Tarifverträge sorgen dafür, dass man sich eben nicht zwischen einem erfüllenden, gesellschaftlich extrem wichtigen Job und der finanziellen Absicherung der eigenen Familie entscheiden muss. Zudem sind die Hierarchien extrem flach – Ärzte und Pfleger arbeiten hier auf Augenhöhe.

Steuerfinanzierung statt Kassen-Wahnsinn: Unser System wird über Steuern finanziert. Es gibt keine dutzenden Krankenkassen, die gegeneinander konkurrieren und Kliniken über pauschale Abrechnungen in den Ruin sparen. Die Gesundheitsversorgung liegt direkt bei den Regionen – das nimmt diesen perversen, profitgetriebenen Druck aus den Krankenhäusern.

Das Geld für dich gerade an Priorität verliert, ist eine völlig gesunde und menschliche Reaktion auf diesen extremen Realitätscheck. Aber behalte vielleicht diesen einen Gedanken im Hinterkopf: Ein stoisch und solide aufgebautes Depot gibt dir später genau die finanzielle Unabhängigkeit, die du brauchst, um genau solchen erfüllenden Jobs nachzugehen – ohne dass du dir jemals Sorgen um die Versorgung deiner Familie machen musst.

Danke für diesen starken Beitrag abseits der nackten Ticker-Symbole. Halt die Ohren steif auf der Station!

Grüße aus Dänemark

Der Toni
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@Raketentoni Dänemark sollte da eh das Vorbild sein. Aber das kapiert hier eh keiner, dass mit dem dortigen System trotz weiterer Anfahrtswege die Chancen besser stehen, weil das Personal dort einfach qualifizierter ist. Ein sehr gutes Beispiel dafür, daß weniger auch mehr sein kann.
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@dirko68 so ist es, klar fährst du hier auch mal ne Stunde bis zum nächsten MRT, aber meine Frau hatte innerhalb von 8 Tagen einen Termin.
Hautarzt war 7 Wochen, weil kein Notfall 🤷
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Unser System ist leider nicht auf Gerechtigkeit programmiert, sondern alles dreht sich nur um Effizienz. Deshalb werden Pflegekräfte, die wirklich was leisten, oft mies bezahlt, während andere für wenig gesellschaftlichen Nutzen richtig absahnen. Da passt der Spruch von Oscar Wilde perfekt: Ein Zyniker kennt zwar von allem den Preis, aber von nichts den Wert.
Versuche einfach dein Leben lang immer dagegen zu kämpfen, ein Zyniker zu werden. ❤️
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@Olli68 eig eh total ineffizient Leute nach Renteneintritt zu pflegen. (Dieser Kommentar könnte einen Hauch Satire enthalten)
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Klasse das hier doch ein paar aus der Pflege sind! Bin auch Gesundheits und Krankenpfleger 👍👍
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Viele fragen immer, warum diese Menschen nicht mehr Geld verdienen? Willst du es wissen? Sie verdienen so wenig, weil die Gesellschaft ihnen nicht mehr Geld bezahlen will. Wovon werden alle diese Menschen bezahlt, von unseren Steuern/Sozialbeiträgen. Jeder würde sofort sagen, ja natürlich, die müssen viel mehr Geld alle bekommen, aber wenn du sie dann fragst, ob sie es auch in Ordnung fänden 5% mehr Steuern/Abgaben zu zahlen, wären alle sehr schnell leise. Die die besser bezahlen können sind letztendlich nur Privatkliniken/-praxen, aber diese werden dann natürlich auch verurteilt, weil sie eben privat sind. Ich finde es ist ein ganz schwieriges Thema und die Debatte muss man als Gesellschaft führen. Mich stört nur wie heuchlerisch diese Debatte häufig geführt wird, denn am Ende will ja doch niemand mehr selbst bezahlen.
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@PikaPika0105 auf den Punkt gebracht. Man sollte einfach superreiche mehr besteuern.
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@Rubirubber Ich wäre für niedrigere Einkommenssteuer, keine Vermögenssteuer, keine Kapitalertragssteuer und dafür Erbschaftssteuer 70% auf Nicht-Betriebsvermögen. Leistung belohnen, Erbe besteuern. Schlupflöcher konsequent schließen. Keine Stiftungen zum Geld verstecken. Würde dennoch die Möglichkeit geben, die 70% in den Betrieb zu investieren (falls vorhanden) oder an eine seriöse akkreditierte inländische Organisation zu spenden. Das erhöht vielleicht die Bereitschaft zu zahlen, wenn man einen gewissen grad der Selbstbestimmung behält.
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Ich kenne ehrlich gesagt keine Krankenschwester, die sich während der Schicht wirklich ausruhen konnte. Im Gegenteil – viele hatten nicht einmal Zeit für ihre Mittagspause, weil einfach zu viel zu tun war. Deshalb haben sie sich oft erst nach der Übergabe an die nächste Schicht , sprich nach Dienstende! , noch für eine halbe Stunde zusammengesetzt. Nicht, weil sie mussten, sondern weil ihnen der soziale Austausch wichtig war und sie sich wenigstens kurz sehen und miteinander sprechen wollten. Während der Arbeitszeit war dafür meist überhaupt keine Gelegenheit.

So habe ich das jedenfalls erlebt. Die Zivildienstleistenden hatten damals außerdem ganz andere Aufgaben. Tätigkeiten wie Spritzen geben oder pflegerische Maßnahmen übernehmen durften sie meines Wissens gar nicht ausführen, da diese Aufgaben dem Pflegefachpersonal vorbehalten waren. Die Zivis , hab selber im Krankenhaus 🏥 Zivi gemacht, durften bei uns nur Material nachfüllen. Pflaster, Verbandsmaterial in die Schubladen einfüllen. Mehr nicht.
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Der Artikel fing an wie der klassische Linked-in Post a la
„Meinem Kind ist beim Essen der Löffel runter gefallen. Danach hat es mit diesem Löffel weitergegessen. Das lehrte mich einiges über Businessprosses und Streamlines.“


Was sind grin die Gehälter wo du bist? Ich habe Krankenpflege immer so abgespeichert, dass ich mir gesagt habe:
Job: stressig wegen Schichten, langer Arbeitszeiten usw.
Gehalt: kommt drauf an. Gut dafür, dass es ein Sozialer Job ist und die oft unterbezahlt sind. Schlecht für die Menge an körperlichen Stress.

Wobei es glaub ich stark auf den AG ankam und dass einige von denen, mit denen ich in Pflege zu tun hatte, potentiell Pflegeleitung/stationsleitung waren oder werden sollten.

Ich hätte mir den Job psychisch nicht zugetraut. Plötzliche Tode wären weniger das Problemen aber schleichende Tode, bei denen man dabei zu sehen kann, dass es Personen jung und alt immer schlechter geht… Echt böse.
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@DonkeyInvestor ich habe glaube ich keine Katheter für Esel, aber Telemetrie und Magenspiegelung sollte auch bei dir drin sein - wann hast du Zeit?
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@Klein-Anleger jetzt. Komm vorbei. Bin schon nackig
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Naja, die Chancen auf gute Gehälter sind in dem Bereich nicht so schlecht. Fortbildung soll da das Zauberwort sein.
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@dirko68 Nope, die normalen Pflegekräfte die den Laden am Laufen halten nicht…
Agree im a care giver for disabled people.On minimum wage ...Had an heart attack 27 years ago ..But i keep going and helping people...Just recently started a portfolio hoping i can retire early to enjoy a bit of my life i have left
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Zunächst meinen persönlichen Respekt für Deine herausragende Leistung, die in unserer Gesellschaft in viel zu geringem Umfang Wertschätzung erfährt. Die Stressresistenz und das Verantwortungsbewusstsein im medizinischen Bereich ist sicher immens hoch. Ich persönlich - als ehemaliger Zivildienstleistender - wäre auch für die direkte Wiedereinführung. Es sensibilisiert Leute für Deine Tätigkeiten und schafft Wertschätzung, die im Idealfall ein Leben lang anhält. Und es würde die Personalsituation und die Schrittzahlen im pflegerischen Bereich vermutlich deutlich reduzieren.
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Moin, für DIESEN Beitrag brauchst Du Dich wahrlich nicht zu entschuldigen. Hstte gerade selber einein schweren Unfall UND einen abweichenden Todesfall in der Familie und habe mal wieder hautnah mitbekommen, wie der Alltag in den Kliniken so abläuft. Und was ich kaum verstehen kann, ist der Umstand, wie man trotz dieser Umstände als Personal immer noch mit unglaublich viel Herzblut einer solchen Beschäftigung , die elementar wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist, nachgehen kann, ohne irgendwann alles hinzuwerfen. Unser Problem ist die Politik, gemacht von privatversicherten sehe lebensfernen Kreaturen in einer unheiligen Allianz mit den privatisierten und damit gewinnverpflichteten Betreibern des Gesundheitswesens, die für die Profite, welche sie erwirtschaften müssen, eben auch über Leichen gehen. Merkt man spätestens, wenn man einen dringenden Termin z. B. für eine Krebsdiagnose odgl. benötigt.....Kassenpatient.....können wir in drei bis 5 Monaten anbieten. Privat....: Pssst es heute nachmittag? Fragen? Ich habe keine mehr. Im Gesundheitswesen sind wir auf dem Weg zurück ins Mittelalter, wenn auch derzeit noch auf einem recht hohen Niveau. Vorschlag....Abschaffen der privaten Versicherung, wer will, kann sich zusätzlich zu einer gesetzlichen Pflichtversicherung da absichern, ALLE zahlen ein - und die gesetzliche Versicherung wird in EIN Unternehmen gebündelt. Ken Mensch braucht 250 Krankenversicherungen mit eigenen Vorstandsetagen, die auf der Suche nach Boni und Gewinnoptimierungen sind. Wir aber nie passieren
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Toller Bericht @Klein-Anleger gut reflektiert und aus der Sicht eines jungen Menschen geschildert. Viele viele wahre Worte. Ich hab vor mittlerweile über 20 Jahren damals noch meine Zivi bei den Maltesern gemacht. Ich sag mal so, das hat mich als jungen "wilden" Mensch sehr geerdet. Seitdem würde ich ein verpflichtendes soziales Jahr für Alle absolut sinnvoll sehen. In unserer Gesellschaft ist vieles sehr gut (jaja es gibt 1000 Probleme ich weiß, aber ich lebe gern in D weil ich mich sicher fühle und das Gefühl auch für meine Familie habe bei all dem Jammern zu den aktuellen Themen) aber es schadet keinem auch mal in seinem nahen Umfeld die nicht so schönen Seiten zu sehen aka Zustände in Pflegeheimen, Lebenshilfe, Behindertenwerkstätten, Kliniken etc
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@Migu11 2024/2025 habe ich meinen Bundesfreiwilligendienst im Rettungsdienst absolviert.

Neulich ein Gespräch mit einem Bekannten gehabt. Er hatte einen medizinischen Notfall in seinem Betrieb. Feuerwehr als First Responder. Feuerwehr hat ihren Job getan, Erstversorgung.

Mein Bekannter kam aufgrund seiner Funktion im weiteren Verlauf mit zu dem Einsatz (nicht als medizinische Versorgung). Er hat sich halt dann auch mit der Feuerwehr unterhalten und die meinte so: "Es wird nun etwas dauern, der Rettungswagen kommt aus einigen Orten weiter, aus dem anderen Rettungsdienstbereich, weil aufgrund des Einsatzaufkommens nichts merh verfügbar ist" (Spoiler: Mit Blaulicht ca. 35min Anfahrt)

Er war erstaunt, dass sowas vorkommt und fragte mich, ob das ein Sonderfall ist. Ich musste schmunzeln, schon Lachen. Nein, kein Sonderfall, sondern Alltag. 😂

Ich erinnere mich noch an die Funkgespräche mit der Leitstelle, wenn man z.B. als KTW vorab zu einem medizinischen Notfall, welcher anhand vom Meldebild etwas mehr erfordert geschickt wird und die Worte der ILS mitbekommt: "Schaut es euch an, gebt eine Lage. Wenn ihr was braucht, muss ich zaubern." 😏

Geschichten habe ich in diesem einen Jahr viele erlebt. Von Schönen Momenten, zu unfassbar traurigen Schicksalsschlägen, Unfällen, bis hin zu Freundschaften zu damaligen Kollegen (nun Freunden). Es war ein unfassbar anstrengendes Jahr, aber ich habe so viel in dem Jahr erleben dürfen, neues Lernen und mich weiterbilden. Das Wissen, die Erfahrung hat seitdem schon einigen wildfremden Menschen geholfen (Ersthelfer beim Wandern, im Urlaub, ...)

Für die aktuelle Bevölkerung, auch die Jugend wäre ein soziales Jahr ein guter Wegweiser. Dieser sollte wie die Bundeswehr aber so vergütet sein, dass man sich davon z.B. Miete und auch Nahrungsmittel leisten kann - nicht wie jetzt mit ca. 400 € / mtl. "ausgebeutet" werden. Das kann und sollte sich unser Staat und wir als Gesellschaft leisten können.

Es sollte mMn auch jeder ableisten müssen, der hier in Deutschland irgendwelche Gelder bezieht (ob Kindergeld, ...), nicht nur anhand der deutschen Nationalität. Denn auch die anderen Personengruppen nehmen diese sozialen Bereiche gerne als Dienstleistung in Anspruch, auch den Rettungsdienst.

Das würde sicherlich bei der Wertschätzung gegenüber dem medizinischen Personal, bzw. allen Einsatzkräften helfen (Thema "Gaffen", Klauen von Equipment, verbale Beschimpfungen, körperliches Angehen, Beschädigen von Einsatzequipment, ...).
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Danke, dass du tust, was du tust. ❤️
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Starker Beitrag! 👏

Ich kenne viele Menschen, die im sozialen oder medizinischen Bereich arbeiten. Sie leisten jeden Tag Großartiges – oft unter hoher körperlicher und psychischer Belastung. Umso unverständlicher finde ich, wie schlecht viele dieser Berufe bezahlt werden – Ärzte einmal ausgenommen.

Mein großer Respekt und Dank gilt allen, die mit ihrer Arbeit täglich einen so wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. ❤️

Ich bin der Meinung, dass die Gehälter in diesen Berufen deutlich angehoben werden müssen. Es kann nicht sein, dass Manager großer Konzerne Millionen verdienen – Summen, die sie in ihrem Leben kaum ausgeben können – während eine Krankenschwester oder ein Pfleger trotz Schichtdienst, Nachtarbeit und Wochenendarbeit oft Mühe hat, die eigene Familie finanziell zu versorgen.

Hinzu kommen die Belastungen für das Privatleben: Schichtarbeit, fehlende Kinderbetreuung an Wochenenden und wenig gemeinsame Zeit mit der Familie. Für eine so verantwortungsvolle Tätigkeit ist eine Bezahlung knapp über dem Mindestlohn einfach nicht angemessen.

Spätestens in der Corona-Zeit oder wenn man selbst einmal auf ein Krankenhaus angewiesen ist, wird deutlich, wie unverzichtbar Pflegekräfte und medizinisches Personal sind. Umso mehr sollte uns bewusst sein, welchen Wert ihre Arbeit hat. Es ist traurig, dass manche Menschen deutlich mehr verdienen als diejenigen, die sich täglich mit Herz und Fachwissen um unsere Gesundheit kümmern. Noch trauriger ist es, wenn Pflegekräfte von einzelnen Patienten respektlos behandelt werden – auch wenn das zum Glück eher die Ausnahme ist.

Diese Berufe verdienen nicht nur mehr Anerkennung, sondern auch eine faire und deutlich bessere Bezahlung.
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War zu meinen Zivildienstzeiten auch nicht anders.
Nur das damals Krankenschwestern, nicht alle, gerne ihre Kaffeekränzchen abhielten und die Zivildienstleistenden die Arbeit übernommen haben obwohl diese viele arbeiten eigentlich überhaupt nicht ausführen durften.
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Total schön, deine Gedanken dazu zu lesen. Wie du in den letzten Monaten bewiesen hast, kannst du dennoch einige gute Deals machen, auch wenn es zu einer Sparrate von 1k vielleicht nicht reichen würde.
Bei mir so ähnlich, Sozialarbeiter mit Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Macht man nicht fürs Geld.
Aber es ist ne Bereicherung.
Gut dass du die Erfahrung machen kannst. Ich bin damals, wie viele, durch den Zivildienst dazu gekommen.
Alles Liebe für dich!
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Great post, so what political parties do you want in power to fix this problem? :)
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die langweiligen Bürojobs würde unterbezahlt keiner machen. Für "erfüllenden" Jobs gibt es genug Menschen mit großem Herz um sich dafür ausbeuten zu lassen
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