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Deutsche Telekom erwägt vollständige Fusion mit US-Tochter T-Mobile

Die Deutsche Telekom $DTE (+0,33 %) ist der größte Anteilseigner der US-Tochter. Bereits in vergangenen Jahren haben die Unternehmen eine engere Zusammenarbeit erwogen. Nun berichten Insider von einer Idee.

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New York. Die Deutsche Telekom erwägt eine vollständige Fusion mit ihrer US-Tochter T-Mobile US. Der Bonner Telekommunikationskonzern hat Insidern zufolge die Idee diskutiert, eine neue Holdinggesellschaft zu gründen, die ein Übernahmeangebot für die Aktien sowohl der Deutschen Telekom als auch von T-Mobile abgeben würde.

Die Deutsche Telekom ist bereits mit rund 53 Prozent der größte Anteilseigner von T-Mobile. Der Schritt könnte die bislang größte börsennotierte Fusion darstellen.

Geplant ist eine vereinfachte Unternehmensstruktur im Besitz der bestehenden Investoren beider Unternehmen, die künftig die Geschäfte von Deutscher Telekom und T-Mobile bündeln würde. Das fusionierte Unternehmen könnte anschließend eine Doppelnotierung an einer US-Börse sowie an einer großen europäischen Börse anstreben, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren wiederholt eine engere Zusammenarbeit geprüft. Ob es diesmal zu einer Umsetzung kommt, ist jedoch offen. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg äußerten sich beide Unternehmen zunächst nicht.


Quelle und Bild: Handelsblatt online vom 21.04.2026

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10 Kommentare

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Danke für die Nachricht. Im Moment kann ich die Effekte so einer Zusammenführung nicht so richtig einschätzen.

Ich denke der Wert der deutschen Aktie könnte profitieren, da der Mehrwert von T-Mobile dann quasi direkt mit eingebracht und sichtbar wird. Eventuell gibt es auch ein paar kleinere Synergieeffekte. Negativ sehe ich aber das höhere Risiko für den Gesamtkonzern bei Haftungsthemen im US-Markt und die dann wahrscheinlich wegfallende Steuerstundung bei den Dividendenausschüttungen des deutschen Papiers.
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@NichtRelevant @Dividendenopi

Valide Überlegung ... Ich habe in die ähnlich Richtung gedacht. In der Tat halte ich den Großteil schon seit ca. 9 € (2013/14) und habe mich immer über die (mind. zunächst) steuerfreien Dividenden gefreut. Aber ähnlich wie bei $FNTN kann das mit einer solchen Aktion auf einmal komplett vorbei sein und dann haut ein Verkauf natürlich steuerlich rein.

Mal sehen, ob wir noch 4%+x Dividendenrendite bekommen. So weit ist das ja nicht mehr.

@ALLE: hat jemand schon Erfahrung mit dem Verkauf von $DTE nach einigen Jahren Divi gemacht? Wie wird dann die Steuer berechnet? z.B. LIFO vs. FIFO? Kann man dann mit Verlusten (welche?) gegenrechnen?
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@DatMischi_22 jetzt nicht bei der Telekom, war mal vor Jahren bei $PBB investiert und dort gab es auch steuerfreie Dividende, das ging nach dem FiFo Prinzip, und für diesen Teil nach der Differenzmethode, da ich die seinerzeit bei diesem Broker auch gekauft hatte und er alle Einstandskurse hatte. Für den Teil der verkauft wurde Einstandskurs minus steuerfreier Dividende = neuer Einstandskurs. Verkaufskurs zu Einstandskurs ist dann steuerpflichtiger Gewinn wenn im Plus verkauft wird, wenn mit Verlust, dann reduziert es den möglichen Betrag der in den Verlustverrechnungstopf kommt. Solltest Du aufgrund Deiner langen Anlagehistorie und ggfs. mehreren Brokerwechseln keine zuverlässigen Einstandskurse beim aktuellen Broker mehr haben, dann kommt die Ersatzbemessungsgrundlage zum Tragen. Das ist dann etwas komplexer und führt auch meist zu einer steuerlich nicht korrekten Abrechnung. Das kann meist zu einem Nachteil für dich sein. Da heißt es konkret nachschauen. Und in Deinem Fall bei Kauf 2013 kannste gedanklich mal von Deinen 9€ rund 7,50€ Dividenden abziehen, dann liegt Dein steuerlicher Einstandskurs bei Einsfuffzich und bei einem Kurs von heute sagen wir 23 € haut das bei der Steuer richtig rein. Hast Du noch einen Freibetrag oder was im Verlusttopf wird der Teil verrechnet. Du kannst das Schritt für Schritt machen.
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Das wird eine Katastrophe werden. T-Mobile ist in den USA ein wettbewerbsfähiges Unternehmen und in Deutschland ein quasi-monopolistischer quasi-Staatskonzern. Es wird nicht funktionieren beides unter ein Dach zu bringen. Das ist genau so als würde die Deutsche Bahn versuchen einen Tochterkonzern in Japan zu übernehmen.
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@Soprano der Markt scheint das erstmal so zu sehen wie du.
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@Soprano naja also idk wie du dir das vorstellen tust aber A hat die DTE jetzt schon ordentlich Mitsprache in den Unternehmen Entwicklung und B ist mit dem neuen CEO eh jemand da, der aus dem Werte Konzept der DTE kommt. Klar hat er jetzt andere Freiheiten und war schon vorher nicht klassisch Telekom aber im Grunde genommen ändert sich ja nichts außer Compliance Zeug. Wenn die DTE im Allgemeinen dann mehr in der USA sein würde wäre das meiner Meinung nach sehr positiv
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@Soprano dazu kommt das Globalsieren in der Telekom sehr wohl Sinn macht aber nur ungemein schwer ist. Es würde viele mehr Sinn machen in jedem Land zu operieren und damit Mobilfunk Masten besser Positionieren zu können, Kabel besser zu benutzen oder zu verlegen, Overhead oder Markenbekanntheit besser zu verteilen usw. Die Sache ist dass das in der Vergangenheit es nie geklappt hat und öfters völlig falsch angegangen wurde.
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@Soprano damit bleibt eigentlich nur die Aussage gerne aber A das Listing muss hauptsächlich in der UsA sein und nebensächlich in Deutschland. B Mehr Operationen international legen als National und C die C suite muss dünn sein aber auch National zugeschnitten. Was nicht sein soll das deutsche in den US Markt regieren und dann die Kultur mittragen. Gleiches gilt auch andersrum. Bringt wenig Amerika nach Griechenland zu holen, wenn man dann nur gegen die Politik stößt.
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@topicswithhead Das TMUS bisher so gut performt hat war für viele eine Überraschung. Weil die Telekom eigentlich überhaupt keine Ahnung hat wie man an einem freien Markt besteht. Das Geheimnis des Erfolgs war aber, dass TMUS nicht von Bonn aus geleitet wurde und die Leute da wirklich ein Plan von USA hatten.

Was jetzt passieren soll klingt schon nach einer Zusammenlegung von Prozessen weil welchen Sinn sollte die Fusion sonst haben? Und selbst wenn nicht wird es nur eine Frage der Zeit sein bis irgendein UB-Praktikant das “Potenzial von Einsparungen beim Abbau von Doppelstrukturen” erkennt.

Was dann folgt ist das gleiche was Walmart Germany passiert ist. Irgendwelche Leute aus dem Elfenbeinturm in der Zentrale glauben zu wissen wie alles richtig ist und treffen Entscheidungen für ein Business dass sie nicht verstehen.

Also selbst wenn da nur die Lohnabrechnung für USA und DE vom gleichen Sachbearbeiter gemacht wird wird das schon zu Problemen kommen.
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@Soprano naja ich wieder spreche dir jetzt nicht, meinte nur es macht schon Sinn wenn es mehr Richtung USA läuft. Gleichzeitig besteht die Chance jetzt nicht nur drunter Bürokratie abzubauen dadurch. DTE hatte tatsächlich viel Einfluss auf das was in der USA passiert, so ein die machen das allein Ding war das tatsächlich nicht. Glück gehört natürlich dazu. Unabhängig davon sehe ich kaum wie das gehen soll. Der Bund halt so viel an DTE, kann mir schwer vorstellen das die da mitmachen. Vor allem macht dann eher Sinn die Hauptnotierung in der USA zu haben und die Nebennotierung an der Euronext. Dann würde Deutschland 2 mal verlieren.
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