Hier ist der heiße Scheiß aus den Stellantis $STLAM (-1,42 %)
(NYSE: STLA / Euronext: STLAM) Q2 / H1 2026 Financial Results, frisch vom Automobil-Multimarken-Konzern (Jeep, RAM, Peugeot, Fiat) vorgelegt:
🚀 Erholung im 2. Quartal & Nordamerika-Motor
Stellantis zeigt nach den verheerenden Vorperioden erste sichtbare Tendenzen der Besserung – vor allem dank eines starken Comebacks auf dem nordamerikanischen Kernmarkt:
Umsatz-Sprung in Q2: Der Netto-Umsatz stieg im 2. Quartal um +13 % auf 43,5 Mrd. EUR (getrieben durch ein fettes Plus von +32 % in Nordamerika).
Auslieferungen (Shipments): Die weltweiten Auslieferungen kletterten in Q2 um +10 % auf ca. 1,60 Millionen Fahrzeuge.
Modell-Treiber: In den USA legten Schlüsselmodelle wie der Jeep Grand Wagoneer (+43 %), RAM 1500 (+9 %) und Chrysler Pacifica (+7 %) im Retail-Geschäft spürbar zu.
🔮 Profitabilität zieht leicht an – Europa bleibt das Sorgenkind
Die operative Trendwende gewinnt an Fahrt, bleibt auf Margenebene aber noch ein zähes Stück Arbeit:
Adjusted Operating Income (AOI): Verdoppelte sich im ersten Halbjahr (H1) auf 1,73 Mrd. EUR (nach 540 Mio. EUR in H1 2025).
AOI-Marge: Kletterte in Q2 auf 1,8 % (vs. 0,6 % im Vorjahr) und im Gesamthalbjahr H1 auf 2,1 %.
Problemzone "Enlarged Europe": Während fast alle Regionen schwarze Zahlen schrieben, rutschte das Europa-Geschäft in Q2 mit einer AOI-Marge von -0,6 % leicht in die Verlustzone.
Cashflow-Turnaround: Nach massivem Cash-Burn verbesserte sich der Industrial Free Cashflow im Q2 wieder auf +1,0 Mrd. EUR.
🤖 Bestätigte Jahresprognose trotz Zoll-Gegenwind
Das Management hält trotz politischer und geopolitischer Unsicherheiten an seinen Zielen fest:
Jahresausblick 2026 bestätigt: Erwartet wird weiterhin ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine niedrig-einstellige operative Marge (AOI Margin).
Zoll-Belastung: Stellantis kalkuliert für FY26 mit einem Netto-Gegenwind durch Importzölle in Höhe von 1,0 bis 1,2 Mrd. EUR.
Cashflow-Pfad: Der freie Cashflow soll sich im Gesamtjahr weiter verbessern und ab 2027 nachhaltig positiv bleiben.
⚡ 💡 Das Fazit von Jack
Stellantis kämpft sich millimeterweise aus dem Wellental! Die operative Erholung in Nordamerika tut dem Konzern extrem gut und verhindert Schlimmeres. Aber machen wir uns nichts vor: Mager-Margen von knapp 2 % zeigen, wie hart der Preiskampf in der Automobilbranche aktuell tobte und wie tief die Spuren der Modellwechsel und Lager-Bereinigungen sitzen.
Das Qualitäts-Urteil: Keine Burggraben-Aktie für schwache Nerven! Stellantis bleibt ein zyklischer Restrukturierungs-Fall. Billig bewertet ist die Bude ohne Frage, aber solange die Margen in Europa nicht nachhaltig anziehen und der FCF nicht verlässlich sprudelt, ist das Papier rein was für Turnaround-Spekulanten mit starkem Magen. 🚗⚡
