Das nächste Unternehmen aus meinem Anlageuniversum, das ich zurzeit sehr schätze, ist Western Digital $WDC. (-4,37 %) Bei KI dreht sich fast alles um GPUs (Graphics Processing Unit), HBM (High Bandwidth Memory) und Rechenzentren. Das sind die sichtbaren Teile der Geschichte. Weniger Aufmerksamkeit erhält die Frage, wo die entstehenden Daten eigentlich gespeichert werden.
KI-Systeme benötigen nicht nur Arbeitsspeicher wie HBM oder DRAM (Dynamic Random Access Memory). Sie erzeugen gleichzeitig riesige Datenbestände, die dauerhaft gespeichert werden müssen. Trainingsdaten, Modelle, Backups, Logfiles, Videos oder Sensordaten sammeln sich über Jahre an.
Dafür existieren unterschiedliche Speicherklassen. HBM und DRAM sind auf maximale Geschwindigkeit ausgelegt. SSDs (Solid State Drives) auf Basis der NAND-Technologie (Not AND) übernehmen den schnellen permanenten Speicher. HDDs (Hard Disk Drives) erfüllen innerhalb der permanenten Speicherebene eine andere Aufgabe: Sie speichern enorme Datenmengen besonders wirtschaftlich. Nicht jede Datei muss ständig mit Höchstgeschwindigkeit verfügbar sein. Oft reicht es, wenn sie zuverlässig abgelegt werden kann.
Western Digital ist einer der wichtigsten Anbieter in diesem Bereich. Die Festplatten des Unternehmens stehen in den Rechenzentren großer Cloud-Anbieter und Hyperscaler. Je größer die Datenberge werden, desto wichtiger wird die darunterliegende Speicherinfrastruktur.
Deshalb ordne ich Western Digital nicht den klassischen KI-Gewinnern zu. Für mich gehört das Unternehmen in die Kategorie der Infrastruktur-Anbieter, ohne die das System nicht vollständig wäre.
HBM, DRAM, SSD und HDD konkurrieren nicht miteinander. Sie lösen unterschiedliche Probleme innerhalb derselben Architektur.
Ich gehe davon aus, dass dieser Bedarf an günstigen Permanent-Speichern nicht in Quartalen, sondern eher in Jahren zu denken ist.
Western Digital ist deshalb Teil meines wikifolios CoreLimits. Dort investiere ich in Unternehmen, die von langfristig relevanten Infrastruktur-Engpässen profitieren.
