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Rotork adé, Mirion Tech hello ?

Hallo 🙋🏻‍♂️ an die Community,

ich will gar nicht lange um den heißen Brei reden. Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, ist mein Depot durch den plötzlichen Verkauf von $ROR (+0 %) um eine Position leichter geworden. Passend dazu möchte ich euch heute ein Unternehmen vorstellen, das für mich ein potenzieller Ersatz sein könnte.


☢️ Mirion Technologies: Die gesetzlich erzwungene Mautstation der Nuklear- und Krebsmedizin


Im Schatten der globalen Energie- und Medizin-Infrastruktur läuft ein ganz anderer Megatrend heiß: Die Renaissance der Kernkraft und der Boom in der radiopharmazeutischen Krebstherapie. Mittendrin sitzt ein unbemerktes, hochspezialisiertes Monopol:


Mirion Technologies $MIR (+3,26 %) .Das Unternehmen baut keine Reaktoren oder Krebsmedikamente – es baut das unersetzliche Nervensystem zu deren Überwachung. Wer Strahlung messen, kontrollieren oder abschirmen muss, kommt an Mirion nicht vorbei.

Durch die jüngsten, strategisch hochattraktiven Übernahmen von Paragon und Certrec hat sich Mirion von einem reinen Messgeräte-Hersteller zu einer hochgradig klebrigen Software-, Service- und Compliance-Plattform für kritische Anlagen transformiert. Die Aktie spiegelt die operative Wende nach der komplexen SPAC-Börsenphase wider: Im Juli 2026 notiert das Papier nach einer starken Erholung bei rund 17,00 $ (Marktkapitalisierung ~4,18 Mrd. $). Der Markt beginnt zu begreifen, dass Mirion die gesetzlich erzwungene Mautstation für die Sicherheit der physisch-nuklearen Welt kontrolliert.

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1. Das Geschäftsmodell: Regulatorischer Zwang als unendlicher Cash-Generator ⚙️🏢🏥

Mirion operiert in einem B2B-Umfeld, das vom klassischen Investitionszyklus fast vollständig entkoppelt ist. Niemand kauft Mirion-Produkte aus Lifestyle-Gründen – man kauft sie, weil der Gesetzgeber es bei drakonischen Strafen vorschreibt.


① Das Mautstellen-Prinzip (Hardware + wiederkehrender Service): Mirion $MIR (+3,26 %) installiert hochentwickelte Strahlungsdetektoren, Dosimetrie-Systeme und Überwachungssensoren in Kernkraftwerken, Militärstützpunkten und Krankenhäusern. Einmal verbaut, beginnt das eigentliche Geschäft: Gesetzliche Kalibrierungspflichten, Software-Updates zur Datenanalyse und die kontinuierliche Auswertung der Dosimeter-Plaketten (die medizinisches Personal am Körper tragen muss) sorgen für einen kontinuierlichen Strom an wiederkehrenden Umsätzen.


② Das Paragon- & Certrec-Flywheel (Compliance-Lock-In): Mit den jüngsten Zukäufen hat sich Mirion tief in die Betriebssoftware und das Zulassungsmanagement von Atomanlagen eingekauft. Certrec kontrolliert kritische Compliance-SaaS-Tools für die nukleare Regulierung. Wer hier gelistet ist, wechselt den Anbieter aus Sicherheits- und Zertifizierungsgründen de facto nie wieder.


③ Skalierung im nuklearen Aufwind: Während die Produktion von High-End-Sensoren solide Margen abwirft, explodiert die Profitabilität im Service- und Softwarebereich. Das organische Auftragsvolumen explodierte im Q1 2026 (inkl. M&A) um phänomenale +42%, was die gewaltige Pipeline für die kommenden Jahre sichert.


2. Die Technologie: Warum atomare und medizinische „Edge“ unantastbar ist 🧪⚡

Das technologische Versprechen von Mirion ist absolute, fehlerfreie Präzision in Extrembereichen. Wenn ein Sensor in der Krebstherapie die falsche Dosis anzeigt oder im Kühlkreislauf eines Reaktors versagt, kollabiert das System.

Der regulatorische Sicherheits-Moat: Jedes System von Mirion $MIR (+3,26 %) muss von Behörden wie der US-Atomaufsichtsbehörde (NRC) zertifiziert werden. Diese Prozesse dauern Jahre und kosten Millionen. Ein potenzieller Billig-Konkurrent aus Übersee scheitert bereits an der bürokratischen und technologischen Hürde der Erstzulassung.

Die medizinische Cloud-Plattform (Sun Nuclear): Im Segment Mirion Medical standardisiert das Unternehmen mit seiner Software die Qualitätssicherung in der Strahlentherapie. Onkologische Kliniken steuern ihre komplexen Linearbeschleuniger über Mirion-Software – ein extrem klebriges Ökosystem, das direkt mit dem demografischen Wandel und neuen Krebsbehandlungen (Radiopharmaka) skaliert.

Das SMR- und Next-Gen-Betriebssystem: Mirion $MIR (+3,26 %) liefert die Sensorik für die neuen Small Modular Reactors (SMRs). Da diese Reaktoren digitaler und dezentraler arbeiten als alte Meiler, ist die Software- und Sensordichte pro Megawatt deutlich höher.

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3. Die Kennzahlen (Stand: Juli 2026 / Q1 FY26) 📊

Börsennotierung: Gelistet an der NYSE unter dem Ticker MIR.


Marktkapitalisierung: ~4,18 Milliarden USD.

Umsatz & Dynamik: Im jüngsten gemeldeten Quartal (Q1 2026) schoss der Umsatz um brutale 27,5% YoY auf 257,6 Millionen USD nach oben (getrieben durch starke organische Nachfrage und M&A-Konsolidierung).


🚀Auftragsexplosion (Backlog): Die Bestellungen stiegen im ersten Quartal um 19% (organisch) bzw. um 42% inklusive M&A auf 288 Millionen USD – ein neuer Rekordwert, der weit über dem aktuellen Umsatz liegt (Book-to-Bill deutlich größer als 1).

🚀Starke Margen-Power: Die bereinigte Bruttomarge liegt stabil bei starken 45,8%. Das bereinigte EBITDA kletterte im Q1 auf 54,3 Millionen USD (bereinigte EBITDA-Marge bei komfortablen 21,1%).

🚀Die finanzielle Festung (Deleveraging): Das Deleveraging-Ziel steht: Das Management fokussiert sich darauf, den temporär durch M&A erhöhten Hebel (Net Debt / Adj. EBITDA) durch starken FCF bis Jahresende nachhaltig unter die kritische Komfortschwelle von 3,0x zu drücken.

🚀 Kapitaleffizienz (ROIC): Mit historisch 1-2 % ROIC (inkl. des massiven M&A-Goodwills) ist Mirion auf dem Papier kein klassischer hocheffizienter Compounder. Wer hier investiert, geht eine bewusste Wette darauf ein, dass die Paragon- und Certrec-Synergien die reale Kapitalrendite in den nächsten Jahren schrittweise nach oben ziehen.

🚀Bewertung: Das bereinigte Forward-KGV für das Gesamtjahr 2026 liegt bei ca. 26x - 28x (erwartetes bereinigtes EPS von ~0,60 - 0,65 $). Das traditionelle GAAP-Ergebnis weist aufgrund von M&A-Abschreibungen noch einen leichten Verlust aus (-3,4M $ in Q1), was die Aktie in oberflächlichen Filtern künstlich teuer erscheinen lässt.

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4. Warum ist die Aktie gerade spannend? 🚀


1. Der Nuklear-Superzyklus wird real

Ob künstliche Intelligenz in Rechenzentren oder die Dekarbonisierung der Industrie: Der Hunger nach grundlastfähigem Strom führt weltweit zu Laufzeitverlängerungen bestehender Kernkraftwerke und massiven Neubauprogrammen. Mirion $MIR (+3,26 %) verdient an jedem einzelnen dieser Projekte – ohne das operative Risiko eines Kraftwerksbetreibers zu tragen.


2. Der Radiopharmaka-Boom in der Medizin

Die Medizin erlebt eine Revolution durch zielgerichtete Alpha- und Beta-Therapien gegen Krebs. Diese hochradioaktiven Medikamente müssen in jeder Phase der Logistik und Verabreichung extrem präzise überwacht werden. Mirions medizinische Sparte wächst hier als unverzichtbarer Ausrüster im zweistelligen Bereich.


3. Das Ende der SPAC-Abschläge

Die Wall Street hasst unübersichtliche SPAC-Bilanzen mit hoher Verschuldung. Da Mirion nun im Jahr 2026 bewiesen hat, dass der Verschuldungsgrad (Leverage) durch starken freien Cashflow nachhaltig unter 3x gedrückt werden kann, findet eine fortlaufende Neubewertung der Aktie statt.


5. Wettbewerb & Burggraben ♟️

Das Umfeld:

Die Nischen-Spezialisten (Thermo Fisher $TMO (-1,27 %) , Canberra/Areva-Historie): Große Laborausrüster haben oft kleine Sparten für Strahlungsmessung, bieten aber selten die voll-integrierte Tiefe von Software, Kalibrierung, Compliance-Management und Dosimetrie aus einer einzigen Hand.

Lokale Akteure: Oft zu klein, um globale Ausschreibungen für militärische Großaufträge oder multinationale Krankenhausketten zu bedienen.


Mirions Burggraben in Stichpunkten:

Extreme Wechselkosten (High Switching Costs): Hat eine Klinik oder ein Kernkraftwerk die Software-Plattformen von Sun Nuclear oder Certrec einmal in ihre täglichen Sicherheits-Workflows implementiert, ist ein Wechsel praktisch ausgeschlossen. Die Re-Zertifizierungskosten und das regulatorische Risiko stehen in keinem Verhältnis zu potenziellen Einsparungen.

Gesetzliche Umsatzgarantie: Selbst wenn die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession rutscht, kann kein Betreiber seine Ausgaben für Strahlenschutz und Dosimetrie-Überwachung streichen. Die Erlöse sind defensiv einzementiert.

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6. Zusätzliche Insider-Fakten (Der „Deep Dive“-Bonus) 💡

Der KI-Compliance-Hebel: Mirion $MIR (+3,26 %) rollt im Zuge der Certrec-Integration automatisierte KI-Tools aus, die regulatorische Änderungen der Behörden in Echtzeit scannen und die Betriebshandbücher von Atomkraftwerken automatisch anpassen. Das transformiert das klassische Beratungsgeschäft in hochmargigen Software-Umsatz.

Der Verteidigungs-Katalysator: Durch die veränderte geopolitische Weltlage modernisieren NATO-Staaten im Rekordtempo ihre nuklearen Frühwarnsysteme und ABC-Schutzausrüstungen (Zivilschutz, Militär). Mirion $MIR (+3,26 %) ist hier der primäre Lieferant für mobile und stationäre Detektionssysteme.


7. Risiken ⚠️

❗️Das M&A-Integrationsrisiko: Paragon und Certrec waren teure Zukäufe. Die Synergien müssen im zweiten Halbjahr 2026 auf der Margenebene vollständig geliefert werden, ansonsten droht ein Dämpfer beim bereinigten EBITDA.

❗️Verzögerungen bei Reaktor-Neubauten: Große Nuklearprojekte (insb. in Europa🇪🇺 und den USA 🇺🇸 ) sind berüchtigt für jahrelange Verzögerungen. Verschiebt sich der Bau von Großreaktoren, verschieben sich auch Mirions Hardware-Umsätze in die Zukunft.

❗️Politische Volatilität: Ein plötzlicher Stimmungswechsel in Kernmärkten bezüglich der Atomkraft (z.B. nach politischen Verschiebungen) könnte das langfristige Wachstums-Sentiment dämpfen.


Earnings-Prep (Q2 2026 – 29. Juli, nach US-Börsenschluss)


Der Konsens: Erwartet werden ~269,6 Mio. USD Umsatz (+21,0% YoY, stark getrieben durch anorganische M&A-Effekte) und ein bereinigtes (Non-GAAP) EPS von ~0,10 – 0,11 USD.

Worauf es ankommt:

1. Echte Wachstumsdynamik: Erreicht das organische Umsatzwachstum (ohne die Zukäufe von Paragon/Certrec) erneut einen starken Wert (über 6-7%) und zieht das Auftragswachstum (Order Growth) wie vom Management prognostiziert um 15-20% an?


2. Profitabilität & Verwässerung: Belasten die Integration der Zukäufe sowie die hohen aktienbasierten Vergütungen (Stock-Based Compensation) die bereinigte EBITDA-Marge, und stabilisiert sich das bereinigte EPS nach dem schwachen Auftaktquartal?


3. Schuldenabbau & Cashflow-Konvertierung: Wie stark belastet die hohe Nettoverschuldung von ~1,2 Mrd. USD das Zinsergebnis, und liefert das Quartal erste handfeste Beweise, dass Mirion auf Kurs für die angestrebte Jahresguidance beim freien Cashflow (155–175 Mio. USD) ist, um den Hebel zügig abzubauen?


Mein persönliches Fazit & Reaper Bonus 🧐


Mirion Technologies $MIR (+3,26 %) liefert im Jahr 2026 genau das ab, was smarte Value- und Infrastruktur-Investoren suchen: Ein krisenfestes, regulatorisch geschütztes Mautstellen-Geschäft mit starkem organischen Momentum und einem explodierenden Auftragsbuch. Die Transformation hin zu höherwertigen Software- und Compliance-Erlösen läuft. Mit dem erfolgreichen Abbau der Schulden fällt das größte Risiko weg.

Aber wenn sich die Integration der neuen Plattformen verzögert, die Kosten für hochspezialisierte Ingenieure im Medizinbereich die operative Marge unerwartet drücken und gleichzeitig die Wall Street das Interesse am Nuklear-Thema verliert, korrigiert das Papier schnell weiter. Ohne glitzernde KI-Story verzeiht der Markt im Mid-Cap-Bereich keine Margen-Schlankheitskuren.


Jack’s Verdict:

„Mirion ist das ultimative 'Boring Business', das man einfach im Depot liegen lassen will. Jeder schaut auf die Tech-Konzerne, die den Strom verbrauchen – aber niemand schaut auf die Jungs, die dafür sorgen, dass uns die Energiequelle nicht um die Ohren fliegt. Über 45% Bruttomarge bei physischen Sicherheitskomponenten zeigen, dass Mirion die Preise diktieren kann.“


REAPER-RATING: 🟢 HALTEN / BEOBACHTEN

REAPER SCORE: 7,9 / 10 ·


@Get_Rich_Or_Die_Tryin @Tenbagger2024
@Raketentoni
@Stocktective
@Multibagger
@Dividendenopi
@schlimmschlimm und natürlich alle anderen ✌️

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13 Kommentare

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Moin Brian,

erstmal Chapeau für diesen grandiosen Deep Dive! Die Story rund um die "regulatorische Mautstation" und den Burggraben durch extreme Wechselkosten ist strategisch absolut genial aufbereitet. Wenn man sich die Geschäftstätigkeit ansieht, ist Mirion ein extrem spannender Pick für den Infrastruktur-Superzyklus.

Ich habe deine Zahlen mal durch den Faktencheck gejagt und das Ganze mit den aktuellen quantitativen Modellen abgeglichen. Hier ist mein Take dazu:

**1. Der Faktencheck (Da hast du sauber gearbeitet)**
Deine Q1-Zahlen sitzen absolut passgenau. Das Umsatzwachstum von 27,5 % auf 257,6 Mio. USD und der massive Auftragseingang von 288 Mio. USD sind harte Fakten, die das operative Momentum bestätigen. Auch das bereinigte EBITDA von 54,3 Mio. USD hast du exakt auf den Punkt getroffen.

**2. Der Blick in den Maschinenraum (Wo es wehtut)**
Wenn wir die schöne Story mal kurz ausblenden und unsere harten Qualitäts- und Cashflow-Formeln anlegen, zeigt Mirion aktuell zwei völlig verschiedene Gesichter:

* **Qualitatives Wachstum (Umsatzwachstum + Operative Marge):** Hier profitiert die Aktie enorm von den 27,5 % Umsatzwachstum. Selbst wenn die harte, unbereinigte operative Marge aktuell im ganz niedrigen einstelligen Bereich dümpelt (nur 3,7 Mio. USD operatives Einkommen), reißt das starke Wachstum den Score in einen sehr soliden Bereich über 25. Die Nachfrage ist zweifellos da.
* **Der Cashflow- und Profitabilitäts-Check:** Hier fangen die Warnlampen an zu blinken. Du hast die M&A-Kosten und das Netto-Ergebnis (GAAP-Verlust von -3,4 Mio. USD) ehrlicherweise schon angesprochen, aber das schlägt voll durch. Mir fehlen hier aktuell die harten Cash-Renditen. Ohne nennenswerte Dividende muss der Free Cashflow voll in den Schuldenabbau fließen.

**3. Der Realitätsabgleich mit den Algorithmen**
Ich habe das Papier mal durch den aktuellen Qualitätscheck von Investing gejagt und das visualisiert perfekt das Dilemma der Aktie:

* Das Modell gibt dem **Cashflow-Rating nur eine magere 2 von 5**.
* Auch beim **Profitabilitäts-Rating reicht es nur für eine 3**.
* **Der Fair Value:** Das ist der kritischste Punkt. Die quantitativen Modelle berechnen den fairen Wert aktuell auf 11,40 EUR, was bei einem Kurs von 14,31 EUR einem saftigen **Downside-Risiko von -20,3 %** entspricht.

**Fazit:**
Wir haben hier einen massiven Konflikt zwischen "Story" und "harten Zahlen". Die Analysten lieben die Story (Kursziele um 23,90 EUR), aber die nüchternen Bewertungsalgorithmen strafen die schwachen GAAP-Ergebnisse und die Altlasten gnadenlos ab.

Für mich greift hier aktuell noch die Ausschlussregel: Die Story ist im Moment (noch) deutlich größer als die harten Bilanzen, und der Weg zur echten, sauberen Profitabilität (ohne "bereinigte" Schönfärberei) muss erst noch bewiesen werden. Es bleibt eine Wette auf Synergien. Als kleiner, spekulativer Satellit im Depot ist Mirion eine geile Wette, aber als Ersatz für eine fundamental saubere Kern-Position ist mir das aktuell noch zu viel "Hoffnung" und zu wenig "nackter Cash".

Ich behalte die anstehenden Q2-Zahlen aber definitiv auf dem Radar. Wenn das organische Wachstum bleibt und die Schulden sinken, wird das Ding brandheiß!

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Boring Business ohne Dividende ist nix für mich. Entweder boring und dann schöne Ausschüttungen, oder Wachstum ohne. Das Ding sitzt für mich in der Mitte.
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@Keineui wenn ich das so lese, ist das so ein bisschen wie meine Strategie 😬 entweder cash oder risiko. Scheiss auf die Mitte 😂
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Wäre nice, wenn sie noch mal Richtung 14 USD laufen würde. Da wäre die 200-Wochen EMA und eine Kurslücke. Allerdings könnte da gerade ein schöner doppelter Boden in der Mache sein und dann war’s das mit Abwärtspotenzial.
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Ich finde die gut. Werde sie in meinen Bio- und Medizintech Pie bei Trading 212 aufnehmen.
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@Multibagger wann steigst du ein ? 👀
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@Aktienhauptmeister vor Ner Stunde😂😉
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@Multibagger du handelst schneller als die Polizei erlaubt 😂🤝 aber lets go 🚀
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Moin Moin, lieber Brian!

Rob hier, der unbestechliche Türsteher für dein hart verdientes Kapital. Dein Kumpel hat mich beauftragt, mal die Lupe auf Mirion Technologies (MIR) zu legen.

Mirion baut Strahlungsmessgeräte für Atomkraftwerke, Medizin (Krebsdiagnostik/Therapie) und das Militär. Klingt erst einmal nach einem krisensicheren High-Tech-Schnittchen mit staatlicher Rückendeckung. Aber wir bewerten hier keine hübschen Hochglanz-Prospekte, sondern knallharte Cashflows.

Schnall dich an, Brian. Jetzt wird die Bude nach unserem 12-Punkte-Endgegner-Check komplett zerlegt.

Der Endgegner-Check: Mirion Technologies Inc. (NYSE: MIR)

1. Finanz-Check & Multiples

Wechselkurs-Basis: 1 USD = 0,92 EUR (tagesaktueller Dollarkurs von ca. 16,33 USD bzw. 15,02 EUR).

Kennzahl FY 2025 (Ist) FY 2026 (Guidance / Est) FY 2027 (Outlook / Est)
Umsatz $925,4 Mio. (ca. 851,4 Mio. €) $1.129 – $1.147 Mio. $1.250 Mio.
Umsatzwachstum +7,5 % +22,0 % – 24,0 % (inkl. M&A) +9,5 %
EBITDA (Adj.) $227,9 Mio. (ca. 209,7 Mio. €) $285,0 – $300,0 Mio. $330,0 Mio.
KGV (GAAP / Adj.) 125x / 32x negative GAAP / 31x 85x / 23x
Net Debt / EBITDA 3,8x ca. 3,3x ca. 2,8x
EK-Quote 53,3 % ca. 51 % ca. 50 %
ROE / ROIC 1,5 % / 2,1 % ca. 2,5 % / 3,5 % ca. 4,5 % / 5,5 %

Rob's Klartext: Das Umsatzwachstum im Jahr 2026 sieht auf dem Papier bombastisch aus (+23 %). Aber Vorsicht: Ein massiver Teil davon ist durch teure Zukäufe (Certrec, Paragon Energy Solutions) erkauft. Das organische Wachstum liegt nur bei schmalen 5 % bis 7 %.

2. Margen-Treppe (Ertragskraft)

Bruttomarge: 45,5 %

Nettomarge (GAAP): 3,1 % ($28,8 Mio. Nettogewinn in 2025 – immerhin das erste Mal profitabel seit dem SPAC-Börsengang!)

Free Cashflow (FCF)-Marge: 14,2 % (Adjustierter FCF von $131,0 Mio. bei $925,4 Mio. Umsatz).

VETO-Prüfung: Der Goldstandard von FCF-Marge > 15 % wird mit 14,2 % knapp verfehlt.

Ursachenforschung: Mirion schleppt gigantische Zinslasten für den gigantischen Schuldenberg von über $1,2 Mrd. mit sich rum. Zudem fressen Integrationskosten für die M&A-Deals und hohe aktivierte Entwicklungskosten den operativen Cashflow an. Die Tendenz zeigt dank der Profitabilitäts-Initiativen ("Operational Excellence") nach oben, aber aktuell ist es noch kein reinrassiges "Cashflow-Monster".

3. Piotroski F-Score (Gebündelt)

Mit ach und krach holt Mirion hier 5 von 9 Punkten – ein absolut durchschnittliches Zeugnis.

Kategorie Rentabilität (3/4): Positiver Nettogewinn (GAAP), positiver operativer Cashflow und der Cashflow liegt über dem Nettogewinn. Allerdings ist der Return on Assets (ROA) mit unter 1 % extrem schwach.

Kategorie Finanzierung & Liquidität (1/3): Die Liquidität 2. Grades (Current Ratio) ist stabil. Die Verschuldung (Leverage) stieg jedoch durch M&A wieder an, und die Aktienanzahl hat sich durch Verwässerung erhöht.

Kategorie Operative Effizienz (1/2): Die Bruttomarge konnte stabilisiert werden, aber der Kapitalumschlag (Asset Turnover) lahmt gewaltig, weil die Bilanz durch Goodwill aus Übernahmen aufgebläht ist.

4. Dividenden- & Shareholder-Check

Wer hier auf regelmäßige Schecks auf dem Konto hofft, wird bitter enttäuscht.

Dividendenrendite: 0,00 % (Es wird keine Dividende gezahlt, alle Mittel fließen in Schuldentilgung und Akquisitionen).

Buybacks: Fehlanzeige. Stattdessen leichte Verwässerung der Altaktionäre (Aktienanzahl stieg von 225 Mio. auf über 244 Mio.).

Insider-Transaktionen: Leicht negativ. CAO Christopher Moore hat im Mai 2026 ein größeres Paket im Wert von $165k auf den Markt geworfen. Kein Vertrauensbeweis.

5. Regionen & Moat (Burggraben)

Geografie: Die USA machen ca. 60 % des Geschäfts aus, Europa steuert ca. 30 % bei (starke Euro-Abhängigkeit im Segment Nuclear), der Rest verteilt sich global.

Burggraben (Sehr stark!): Hier glänzt Mirion. Die Produkte (Strahlungsmessung in AKWs, Dosimeter in Krankenhäusern) sind hochgradig reguliert. Die Wechselkosten für Kunden sind extrem hoch – kein AKW-Betreiber tauscht funktionierende Sicherheitsrechner gegen ein No-Name-Produkt aus, um 5 % zu sparen. Zulassungen bei der FDA und Nuklearaufsichtsbehörden dauern Jahre.

Marktanteile: In vielen Nischen der Nuklearsensorik hält Mirion globale Marktanteile von über 40 % und agiert im Duopol.

Wachstumsfaktoren & TAM: Der "Nuclear Renaissance"-Hype (SMRs - Small Modular Reactors, KI-Rechenzentren, die eigenen Atomstrom brauchen) treibt den Auftragsbestand. Mirion meldete für 2025 einen Rekord-Auftragseingang von über $1 Mrd. (+26 %). Das Potenzial (TAM) wächst durch den massiven Energiehunger von Big Tech rasant.

6. Guidance, Newsflow & Planbare Umsätze

Auftragsbestand (Backlog): Hervorragend. Der Backlog stieg dank M&A und starken organischen Aufträgen um 36 % an.
Management-Versprechen: Thomas Logan (CEO) liefert operativ ab. Die Prognosen für das bereinigte EBITDA wurden im Q1 2026 bestätigt.

Der Haken: Im April 2026 gab es eine unschöne "CEO Retention"-Aktienoptionen-Schenkung. Das hat die bereinigte EPS-Guidance für 2026 direkt mal von $0,50–$0,57 auf $0,48–$0,55 nach unten gedrückt. Sowas schmeckt uns Aktionären überhaupt nicht!
7. Dreck am Stecken / Risiken

🚨 Schwere Risiken (Kategorie: Rot): Die Schuldenbombe Mirion sitzt auf 1,23 Milliarden USD Gesamtschulden bei einer Marktkapitalisierung von ca. 4 Milliarden USD. Das Verhältnis Net Debt / EBITDA von 3,8x (Stand Ende 2025) ist für ein Qualitätsunternehmen viel zu hoch. Jede Zinserhöhung tut weh.

Mittlere Risiken (Kategorie: Gelb): Verwässerung & GAAP-Profitabilität. Auf bereinigter Basis ("Adjusted") sieht alles super aus. Zieht man aber die aktienbasierte Vergütung (SBC) und Abschreibungen ab, bleibt unter dem Strich kaum echter GAAP-Gewinn übrig.
Leichte Risiken (Kategorie: Grün): Hohe Abhängigkeit von staatlichen Nuklearbudgets und Projektlaufzeiten.

8. Momentum-Check und Sentiment

Die Charttechnik zeigt ein extrem trübes Bild. Der Hype um "Nuclear Energy" hat erst einmal massiv korrigiert.

Aktueller Kurs: $16,33 (ca. 15,02 €)

GD50 (50-Tage-Linie): $16,99 (Kurs liegt darunter -> Negativ)

GD200 (200-Tage-Linie): $21,85 (Kurs liegt meilenweit darunter -> Stark Negativ)

Das Sentiment ist aktuell im Keller. Der Wert befindet sich in einem etablierten Abwärtstrend.

9. Alpha & Beta Betrachtung + Rule-of-40-Check

Beta: 1,54 (Sehr volatil, schwankt deutlich stärker als der breite Markt).

Alpha: Negativ auf Sicht der letzten 12 Monate. Der S&P 500 hat Mirion nassgemacht.

Rule-of-40-Check:
Organisches Wachstum (ca. 6%) + FCF-Marge 14,2% = 20,2%.
Als reines Wachstumswert-Szenario fällt Mirion hier krachend durch.

10. DCF-Analyse (Fair Value) und aktuelles Bewertungsniveau

Wir rechnen konservativ mit einem WACC von 9,0 % (aufgrund der hohen Schuldenprämie) und einem langfristigen FCF-Wachstum von 6 %.

Fair Value (USD): $14,50
Fair Value (EUR): 13,34 €
Aktueller Kurs: $16,33 (15,02 €)
Upside/Downside: -11,2 % Downside (Die Aktie ist trotz des Rücksetzers noch immer leicht überbewertet).

Im Vergleich zur Historie (KGV von teils über 50x bereinigt) ist die Aktie zwar "günstiger" geworden, aber die hohe Verschuldung verbietet hier einfach Premium-Multiples.

11. Taktik & Einstiegszonen (unbewertet)

Da der Abwärtstrend intakt ist, jagen wir hier keinem fallenden Messer hinterher.

Szenario Aggressiv (Kauf bei leichtem Rücksetzer): 14,50 € (Erste kleine Position, wenn der faire Wert erreicht ist).

Szenario Realistisch (Abwarten auf Bodenbildung): 12,50 € (Hier greift eine stärkere Sicherheitsmarge).

Szenario Konservativ (Der "Sicherheitsnetz"-Kauf): 11,00 € (Sollte die Panik den Kurs hierher spülen, ist die Verschuldung eingepreist).

12. Finaler Fitting-Score

Wir schmeißen alle Daten in den Mixer unseres unbestechlichen Bewertungsschemas:

Qualität & Bilanz: FCF-Marge knapp unter Limit, ROE/ROIC schwach, F-Score nur Durchschnitt. Die extrem hohe Verschuldung (Net Debt/EBITDA von 3,8x) kostet hier massiv Punkte.

Shareholder Value: Nullrunde. Keine Dividende, keine Buybacks, stattdessen Verwässerung.

Moat & Markt: Exzellenter Burggraben und top Marktanteile retten das Unternehmen vor der Katastrophe.

Bewertung & Rule-of-40: Aktie ist noch leicht überbewertet, Rule of 40 wird klar verfehlt.

Momentum: Tiefrot (Kurs unter GD50 und GD200).
Gesamt-Ergebnis: 7,8 / 15 Punkte

Klassifizierung: Durchschnitt (Halten okay, Neukauf kritisch prüfen).

Rob's Fazit für deinen Kumpel Brian:

„Mensch Brian, lass mal die Finger von dem nuklearen Spielzeug, solange die Bilanz so verstrahlt ist!“

Mirion hat operativ einen sensationellen Burggraben. Wenn du einmal drin bist in den Atomkraftwerken und Krankenhäusern, kriegt dich da keiner mehr raus. Aber das Management hat die Bilanz durch die teuren Zukäufe mit über 1,2 Milliarden Dollar Schulden vollgepumpt. Bei den aktuellen Zinsen frisst das einfach zu viel Substanz.

Dazu kommt der bittere Beigeschmack der Verwässerung und die Tatsache, dass das Papier charttechnisch im freien Fall ist. Da nützt auch die ganze Story von der "Nuclear Renaissance" nichts. Für unser Portfolio ist das aktuell ein klares 'Nein' an der Tür. Wenn er die Aktie hat: Kann man halten und auf den Abbau der Schulden hoffen. Neu kaufen? Erst bei einer echten Bodenbildung und deutlich tieferen Kursen!
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@Get_Rich_or_Die_Tryin da ist doch mein Freund Rob 🤩so ähnlich kam auch bei Jack die Analyse raus 🤝♥️ danke für die Analyse mein bester 🫶
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@Aktienhauptmeister Ich wollte ihm heute mal einfach die Bühne für dich überlassen.😁 Wie immer: Sehr gerne, mein Bester.🫶🏻
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Juhu danke für die Vorstellung, bei mir auch schon öfter auf dem Tisch gelandet, ich lauf da auch oft durch 😅

Aber Jack muss ein bisschen aufpassen, Mirion hat nichts mit der Reaktorsicherheit zu tun im eigentlichen Sinne. Also wenns knallt kann der Kurs trotzdem nach oben gehen 📈

Ich hätte zwei Korrekturen die man eventuell vornehmen kann/sollte. Zum ersten liest es sich so als würde man Mirion im größeren Stile fürs abschirmen brauchen, dem ist aber nicht so. Sie stellen soweit ich weiß kleinere Lösungen z.B. für den Laboralltag her aber der TAM davon ist eher klein und viele andere können das auch. Was aber interessant ist, ihre Komplettlösungen auf Krankenhausebene wo dieses Add-on ohne große Frage sowieso einfach mitgenommen wird.

Im Bericht liest es sich so als würde Jack Canberra immer noch als eine Art Konkurrenz annehmen? Im Jahr 2016 hat Mirion aber das Canberra Business von ehemals Areva gekauft und integriert. Dies würde ich ggf. explizit herrvorheben, da das den Investcase eigentlich noch stärkt, sonst würde die heutige Infrastruktur für Mirion lange nicht so gut aussehen vorallem beim Servicegeschäft.

Ansonsten finde ich Mirion auch sehr spannend, aber ich finde der Moat ist aktuell noch nicht ganz da wo er sein kann/sollte. Es wird immernoch in einem Oligopol operiert - Thermo Fischer, Bertin, Fuiji... Es gibt viele große Hersteller die Systeme anbieten.
Das Managment muss noch mit seinen M&A überzeugen, Canberra war eine sehr wertvolle Addition aber der ROIC ist immer noch weit entfernt von solide. Dazu müssen die beiden neuen Geschäftsfelder auch noch zünden, Mirions Strategie ist nicht wirklich sich noch eine weitere starke Niche einzuverleiben sondern mit neuen Allokationen sein Business weiter auszubauen/stärken. Hier muss das Managment zeigen, dass der Plan funktioniert und der ROIC langfristig steigt.

Für mich könnte Mirion wieder interessant werden, wenn sie den Vorteil ihrer Installed Based mit Software und Engineering ausbauen können, den Moat stärken und das Balance Sheet gerade rücken. Vom guten HW Business zum soliden Infrastruktur Ökosystem - bevor das aber passiert, haben sie bei mir wohl keinen Platz verdient (auch wenn ich eigentlich schon gerne drin wäre) 🤣
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@Stocktective Danke für die Ergänzung, mein Lieber! Ich bin mit der Analyse des Unternehmens selbst noch gar nicht ganz durch – das war jetzt nur mal auf die Schnelle. Und Jack hat auch nur provisorisch seinen Senf dazugegeben 😆
Mega dass du das Unternehmen auch kennst ! Dadurch dass ich um eine Position ärmer geworden bin, bin ich jetzt auf der Suche nach einem Ersatz 😂
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