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Earnings Kraken Robotics

$PNG (+0,91 %) Kraken Robotics legt starke Q1-Zahlen vor. Die Aktie selbst reagierte verhalten

Am Freitag gab das Papier um 2,4 Prozent auf 4,74 Euro nach. Auf Jahressicht steht dagegen ein Plus von fast 200 Prozent. Die Frage ist: Hat der Markt das Wachstum schon eingepreist?


Quartalszahlen mit Licht und Schatten

Der kanadische Meerestechnologie-Spezialist steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf 21,7 Millionen kanadische Dollar. Besonders die Produktsparte mit Subsea-Batterien und Synthetic-Aperture-Sonar-Systemen legte um 50 Prozent zu. Neue Verteidigungsaufträge im Wert von rund 40 Millionen Dollar gaben zusätzlichen Schub.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 3,0 Millionen Dollar. Unterm Strich blieb jedoch ein Verlust – je nach Rechnungslegungsstandard zwischen 0,7 und 3,3 Millionen Dollar. Die Bilanz ist solide: 108,7 Millionen Dollar in der Kasse. Damit ist die Finanzierung der anstehenden Covelya-Übernahme gesichert, die im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll.


Hohe Bewertung, hohe Erwartungen

Die Aktie ist ambitioniert bewertet. Ein Discounted-Cashflow-Modell ergibt einen fairen Wert von 6,89 kanadischen Dollar – der aktuelle Kurs von 7,44 Dollar liegt rund acht Prozent darüber. Noch deutlicher zeigt sich der Aufschlag beim Kurs-Umsatz-Verhältnis: 21,2 gegenüber einem Branchenschnitt von 3,3. Investoren zahlen eine hohe Prämie für künftiges Wachstum.

Seit Jahresbeginn steht die Aktie bei plus 12,5 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar bei plus 198 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 6,57 Euro ist aktuell rund 28 Prozent entfernt. Der RSI von 41 signalisiert eine leichte Abkühlung – aber keine Überschuldung.


Ausblick und Analystenurteil

Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz zwischen 165 und 175 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA soll auf 40 bis 50 Millionen Dollar steigen. Der Auftragsbestand umfasst 97 Millionen Dollar für das Kerngeschäft und zusätzlich 165 Millionen Dollar aus der Covelya-Integration.


Analysten bleiben optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 10,80 kanadischen Dollar – rund 45 Prozent über dem aktuellen Niveau. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Covelya-Übernahme und die termingerechte Auslieferung der Unterwasser-Energielösungen an Verteidigungskunden.

Die nächsten Wochen bringen Klarheit über den Erfolg der Akquisition und die Tragfähigkeit der aktuellen Bewertung. Die Q2-Zahlen werden zeigen, ob der Auftragsboom die hohen Erwartungen rechtfertigt


PS: War leider im Urlaub deswegen bin ich mit den Zahlen spät dran, die gab es am 28.05


Wie seht ihr diese Quartalszahlen?

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16 Kommentare

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@Tenbagger2024 gute Idee ihn auch mal zu fragen, hast dich schon mit denen beschäftigt?
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@investment_sage_bpszl bin investiert. Habe aber einen Teil jetzt in $EXA umgeschichtet
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@investment_sage_bpszl bin investiert. Habe aber einen Teil jetzt in $EXA umgeschichtet
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@Tenbagger2024 ich sehe die Zahlen gemischt, gut , aber nicht Top!
Viel viel wichtiger werden die nächsten Zahlen, wenn die Übernahme bereits mitreingenommen wird, da wirds extremst interessant wie viel anorganisches Wachstum man sich da eingekauft hat…
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@Klein-Anleger so ein Spezialist dürftest du dafür nicht sein, denn die nächsten Earnings werden nur den neuen Ausblick bringen und erst Q3 dann die neuen Umsätze enthalten. Korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch gelesen habe.
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@7Trader ja, genau das meinte ich. Die nächsten Zahlen - sobald die Covelyaübernahme mit in die Prognose kommt… Q3 dürfte passen, auch wenn ich die aktuellen Zahlen noch nicht bis ins Detail durchgeschaut habe 😉
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Keine Zahlen, dass man angesichts der Bewertung weiter aufstocken muss.
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@Multibagger warst du nicht letztens der Meinung das man aufstocken sollte oder verwechsle ich dich jetzt
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@capital_captain_2693 ja, bei Schwäche habe ich geschrieben. Dazu stehe ich auch nach wie vor. Aber ich stocke bei Tagesverlusten von mind. 5% in ganz kleinen Tranchen von 2-3 Aktien auf über Trading 212. Mein heutiger Kommentar muss eher so verstanden werden, dass man bei den Zahlen im Vergleich zum Kurs nicht gross nachkaufen muss, weil die Aktie nächste Woche explodieren wird.
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@Multibagger ich stocke auch über einen wöchentlichen Sparplan auf 👍
@Multibagger Die Aktie wird nächste Woche explodieren oder wird sie nicht explodieren ?
Lohnt sich jetzt noch ein Einstieg, falls man nicht investiert ist ?
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@Mathis_wlk ich würde dir empfehlen dich mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen und dann zu entscheiden ob du investieren willst. Ich persönlich bin investiert und stocke regelmäßig auf. Ich glaube aktuell lohnt sich der Einstieg immer noch auf jeden fall, wir sind ja schön vom hoch zurückgekomen und haben korrigiert und könnten jetzt den neuen aufwärtstrend starten. Die Sache mit solchen eher kleinen Playern ist eben oft die Bewertung und die ist schon knackig, relativiert sich aber hoffentlich durch die neue große Übernahme wieder. Man muss eben bereit sein, auch Kursverluste zu ertragen, aber meiner Meinung spricht für eine Position im Depot, ich würde sie jetzt nicht mega groß gewichten, nichts dagegen
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@Mathis_wlk nächste Woche? Keine Ahnung, aber auf Sicht der nächsten 12-24 Monate sehe ich viel Potenzial
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@capital_captain_2693
​Lass uns diesen Post von @investment_sage_bpszl mal eiskalt durchleuchten und einem harten AOK-Fakten-Check unterziehen. Der Kollege hat ein paar sehr gute Punkte getroffen, aber bei den Zahlen müssen wir höllisch aufpassen, da er kräftig zwischen Euro, Kanadischen Dollar (CAD) und verschiedenen Bewertungszeiträumen hin- und herspringt.
​Hier ist mein Statement zu den Screenshots und den nackten Zahlen der Kanadier:
​1. Der eiskalte Zahlen- und Fakten-Check des Beitrags
​Der "blutige" Freitag: Der Post schreibt, dass das Papier am Freitag um 2,4 % auf 4,74 Euro nachgegeben hat. Das stimmt fast: Im europäischen Handel (z.B. Tradegate) schloss die Aktie bei ca. 4,64 EUR, an der Heimatbörse in Kanada bei 7,44 CAD bzw. 7,80 CAD. Der Markt hat die Zahlen also tatsächlich mit einem leichten Schnupfen quittiert.
​Der Umsatz-Sprung: Die gemeldeten 21,7 Millionen CAD (+35 % zum Vorjahr) sind absolut korrekt. Die Nachfrage nach ihren Unterwasser-Batterien (SeaPower) und den berühmten KATFISH-Sonarsystemen brennt lichterloh.
​Das fette Problem unterm Strich (Der Verlust): Das bereinigte EBITDA stieg zwar auf 3,0 Mio. CAD, aber unterm Strich rutschte Kraken in einen Nettoverlust von 3,3 Millionen CAD (im Vorjahresquartal gab es noch einen Mini-Gewinn). Warum? Weil sie massiv Personal aufbauen, um die dicken Verteidigungsaufträge abzuarbeiten, und die anstehende Großübernahme von Covelya Group eine Stange Geld für Berater und Bürokratie verschlingt.
​2. Der größte Fehler im Screenshot: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)
​Hier hat sich der Verfasser des Posts (oder seine Quelle Simply Wall St) komplett in die Irre führen lassen:
​Der Post behauptet, Kraken habe ein KUV von astronomischen 21,2 im Vergleich zum Branchenschnitt von 3,3.
​Das ist mathematischer Quatsch! Wenn man die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 1,5 Milliarden CAD durch den erwarteten Jahresumsatz 2026 (165–175 Mio. CAD) teilt, landen wir bei einem KUV von rund 8,5 bis 9. Das ist für eine Wachstumsbude im Rüstungs- und KI-Unterwassersektor zwar immer noch ein saftiges Premium, aber meilenweit von den im Text genannten 21,2 entfernt. Die 21,2 beziehen sich fälschlicherweise auf die historischen, alten Umsätze.
​3. Was taugt die Aktie für unsere Side B?
​Kraken Robotics bedient ein extrem heißes Thema der kommenden Jahre: Schutz von kritischer Unterwasser-Infrastruktur (Pipelines, Datenkabel) und Minenabwehr für die NATO.
​Jagen wir sie kurz durch unsere Kern-Formeln:
​Core Quality Formula: 35 % Umsatzwachstum + 14 % bereinigte EBITDA-Marge = 49 Punkte! Das sprengt den Rahmen und ist ein klares "Very Good" im reinen Wachstums-Sektor.
​Die Crux mit dem Ausblick: Das Management rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzsprung auf bis zu 175 Mio. CAD und einer EBITDA-Marge, die auf über 26 % klettern soll, sobald die dicken Aufträge im zweiten Halbjahr abgerechnet werden. Wenn sie das schaffen, ist die aktuelle Bewertung absolut gerechtfertigt.
​Mr. Prompts finales Urteil für heute Abend
​Der Verfasser des Posts fragt am Ende ganz richtig: "Hat der Markt das Wachstum schon eingepreist?"
​Antwort: Ja, ein großes Stück davon. Die Aktie hat auf Jahressicht knapp 200 % gemacht. Dass sie nach den Q1-Zahlen trotz eines Rekord-Auftragsbestands von 97 Millionen CAD korrigiert hat, liegt einfach daran, dass die Zocker nach dem Swung in die roten Zahlen kurzfristig Kasse gemacht haben.
​Für unsere Side B ist Kraken Robotics ein absoluter Top-Kandidat für die Watchlist, weil das Thema Meeres-Robotik und NATO-Verteidigung über Jahre hinweg massiven Rückenwind haben wird. Aber nach einer 200%-Rallye kaufe ich den Wert nicht am Tag der Quartalszahlen.
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