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Project Discovery: Warum Royal Caribbean jetzt wieder kleiner baut

Hallo zusammen,


während in den letzten Jahren alle Augen bei $RCL (+0,45 %) auf die Giganten der Icon Class gerichtet waren, gibt es jetzt extrem spannende Neuigkeiten für alle, die es etwas „klassischer“ mögen. Es verdichten sich die Hinweise, dass Royal Caribbean kurz vor der Bestellung einer völlig neuen Schiffsklasse steht: der sogenannten „Discovery Class“ (Project Discovery).


🌊 Das Konzept: Klasse statt Masse

Anstatt noch größer zu bauen, scheint RCL eine strategische Kehrtwende zu machen. Die neuen Schiffe sollen deutlich kleiner als die Icon oder Oasis Class werden. Sie sind der designierte Nachfolger für die in die Jahre kommenden Schiffe der Vision- und Radiance-Klasse, die bald in Rente gehen müssen.


Die Hard Facts (Gerüchte & Leaks Stand Jan. 2026):

  • Werft: Wahrscheinlich Chantiers de l'Atlantique in Frankreich (nicht Meyer Turku).
  • Antrieb: LNG mit Hybrid-Technik (Brennstoffzellen) für emissionsfreie Hafenliegezeiten.
  • Design: Viel Glas ("Ocean Views") und wahrscheinlich ein verfahrbares Glasdach für den Pool (Allwetter-Tauglichkeit für Alaska/Norwegen).
  • Zeitplan: Bestellung erwartet in Q1/2026, Indienststellung ca. 2029/2030.


📐 Exkurs: Was bedeutet das für die Größe? (BRZ Vergleich)

Um das einzuordnen, muss man verstehen, was BRZ (Bruttoraumzahl) eigentlich ist. Kurz erklärt: Die BRZ misst nicht das Gewicht, sondern das Volumen (den geschlossenen Raum) des Schiffes.

Der direkte Vergleich zeigt, dass die Discovery Class im Grunde eine „halbe Icon“ ist – und das ist Absicht:


BRZ (Volumen): Die Discovery Class hat ca. 120.000 BRZ, während die Icon of the Seas mit 250.800 BRZ mehr als doppelt so viel Volumen hat.

Passagiere: Auf der Discovery finden ca. 2.500 – 3.000 Personen Platz, auf der Icon bis zu 7.600.

Fokus: Das Konzept der Discovery ist Meerblick & Destination, bei der Icon liegt er auf Entertainment & "Stadt auf See".


Während die Icon ein schwimmendes Resort ist, bei dem man das Meer oft vergisst, wird die Discovery eher wie ein modernes Grand Hotel sein: Groß genug für Vielfalt, aber übersichtlich genug, um sich nicht zu verlaufen.


🗺️ Warum macht Royal Caribbean das?

Der Grund ist „Port Accessibility“. Die Icon of the Seas ist für viele Häfen schlicht zu fett oder zu hoch. Die Discovery Class schließt diese strategische Lücke:

Die Brücken-Problematik: In Häfen wie Tampa oder Baltimore müssen Schiffe unter Brücken hindurchfahren. Die neuen Riesen passen da nicht durch – die Discovery Class wird extra "flacher" konzipiert, um diese profitablen Märkte zu bedienen.

Der Panamakanal: Die Icon ist im Atlantik "gefangen". Die Discovery wird wieder durch die Schleusen passen, was weltweite Routen (z.B. Wechsel zwischen Karibik und Alaska) ermöglicht.

Exotische Ziele: Kleinere Inseln oder enge Fjorde sind für 250.000 BRZ oft gesperrt.


🏁 Fazit

Royal Caribbean schließt hier eine wichtige strategische Lücke. Die Discovery Class ist kein Rückschritt, sondern eine smarte Evolution: Sie bringt den Luxus, die Umwelttechnik und das moderne Design der Icon-Ära in ein Format, das die Welt tatsächlich bereisen kann. Für alle, die Kreuzfahrten wegen der Ziele lieben und nicht nur wegen des Schiffs.

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