1Wo.·

Kleines Update

Für mein Alter (21M) ist es eher untypisch, schon so konsequent fürs Alter zu sparen. In meinem Umfeld füllt kaum jemand den Sparer-Pauschbetrag aus, gerade nicht in meiner Altersklasse. Aber ich gehöre zu der Generation, die mit einem möglicherweise kollabierenden Rentensystem rechnen muss, und vielleicht bleibt am Ende gar keine staatliche Rente für uns übrig. Deshalb bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mich schon jetzt intensiv mit dem Thema Altersvorsorge zu beschäftigen.


Mich würde eure Perspektive dazu interessieren vor allem von denen unter euch mit mehr Lebenserfahrung.

Was würdet ihr in der heutigen Zeit anders machen, bzw. wie würdet ihr jetzt handeln?


Kurz noch zu meiner vergleichsweise hohen Cash-Position i.H.v. 5900€. (Die kann man anscheinend nicht mehr hochladen hier.)

Die ist bewusst als Pulver für einen möglichen Crash gedacht, um dann nachzukaufen und gleichzeitig als Notgroschen oder als Eigenkapital für die erste kleine Wohnung bzw. für den Auszug bei den Eltern.


Ich freue mich über jede Nachricht $

1Position
15.320,52 €
22,60 %
15
7 Kommentare

Profilbild
Ich erlebe tatsächlich das Gegenteil.
Ich schätze durch die Arbeit zahlreicher Finfluencer, den Zugang zu kostenloser Bildung durch YT etc. ist es garnicht mehr so unüblich das sich Menschen in deinem Alter für die Altersvorsorge interessieren.
(Erlebe ich zumindest)
Du machst es aufjedenfall richtig. Früh anfangen.
Auf einen Crash zu warten der kommt oder womöglich nicht kommt kann dir bei deinem Anlagehorizont "fast" egal sein. Investier jeden Monat weiter deine Sparrate.
Viel Erfolg!
7
Profilbild
@IBilly Sparrate wird genauso bei gehalten, nur die cashposition behalte ich bzw baue ich aus fürs ausziehen zuhause oder als ek für eine kleine Wohnung…
Profilbild
@IBilly Ich verstehe was du siehst, dass mehr junge Menschen in ETFs oder Aktien investieren, dass Problem ist das es oft sowieso Menschen sind die sich nicht wirklich Sorgen machen brauchen, der Großteil meiner Generation sind Konsumsüchtig und sparen entweder nur 100€ auf dem Girokonto oder für den Jahresurlaub 😅
Profilbild
Ich würde die Gegenwart und nahe Zukunft deutlich stärker priorisieren als die Rente und das Alter.
Kann ja sein dass wir in 20 Jahren vom Megatron terminiert werden.
2
Profilbild
Ich finde den Gedanken hinter Coast Fire sehr spannend, wenn man so jung schon dabei ist 👍🏼
Profilbild
Ich finde es super, wenn man sich bereits sehr früh mit Finanzthemen beschäftigt. Ich persönlich formuliere es ungern als Altersvorsorge oder Sparen für die „Rente“, weil das für mich ein wenig negativ klingt. Vermögensaufbau finde ich da als Begriff viel motivierender.

Der gesetzlichen Rente traue ich ehrlich gesagt gar Nichts zu. Je jünger man im Moment ist, desto schlimmer wird es voraussichtlich werden. Und besonders toll ist es ja auch jetzt schon nicht – selbst für die Leute die jetzt gerade in Rente gehen. An der Stelle der jungen Generation würde ich die Rente gedanklich „abschreiben“ – dann wird man wenigstens nicht ganz so hart enttäuscht, wenn man selbst im Rentenalter angekommen ist. Aus meiner Sicht ist die Rente weder sicher noch stabil. Noch schlimmer als die mickrige „Rendite“ finde zudem den Mangel an Flexibilität. Ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, wie lange ich zu arbeiten habe. Vielleicht macht mir die Arbeit Spaß, ich bin gesund und will sehr lange bis ins hohe Alter arbeiten. Oder ich habe bis 50 ein Vermögen gemacht, hab die Schnauze voll und will mit meiner 20 Jahre jüngeren Freundin nach Südfrankreich ziehen und Nichts tun. Die gesetzliche Rentenversicherung kann ungewöhnliche Lebensläufe schlecht abbilden und alleine das finde sich total unbefriedigend.

Was waren meine größten Fehler beim Vermögensaufbau?
> Ich habe beim Übergang vom Studium ins Berufsleben eine Reihe an Versicherungs- und Rentenversicherungsverträgen abgeschlossen. Ich war schlecht informiert, dachte ich mache das Richtige und tue etwas für meine Zukunft. In Wirklichkeit habe ich primär etwas für die Zukunft meines Versicherungsmaklers getan. Die Produkte hatten eine winzige Rendite, dafür maximale Verwaltungs- und Strukturkosten. Die Verträge habe ich später fast alle gekündigt (Autsch!).

Was war „der Bringer“ beim Vermögensaufbau?
> Für mich war das die Entscheidung mich nicht in die Architektenrolle einzutragen. Dadurch, dass ich mich relativ früh selbstständig gemacht habe UND ich mich nicht bei der Architektenkammer eingetragen habe, war ich nicht gezwungen in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Auch in das Versorgungswerk der Kammer musste ich nie einzahlen, da ich ja kein Mitglied geworden bin. Ich habe mir also die Voraussetzung geschaffen völlig losgelöst meine eigene private „Rente“ aufzubauen – ohne gesetzliche Vorgaben, ohne Rentenpunkte, ohne Altersgrenzen.

In was hab ich investiert?
> Wir sind hier in einem Börsenforum. Wenn man nicht total spekulativ unterwegs ist, sind Aktien und ETFs sicherlich der stressfreieste Weg Vermögen aufzubauen. Ich habe mit Aktien und Bonds (früher gab‘s mal Zinsen) angefangen, bin aber ca. 2005 größtenteils in Richtung Immobilien abgebogen. Ich wollte berechenbare Mieteinnahmen, Inflationsschutz und mögliche Wertsteigerungen. Das hat in den letzten 20+ Jahren hervorragend funktioniert, ist aber sicherlich nichts für jeden. Hier hat mir mein beruflicher Hintergrund natürlich schon auch geholfen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg zur finanziellen Freiheit. Es führen viele Wege nach Rom, nur mit der gesetzlichen Rente wirds ein sehr holpriger Weg. 😉
Profilbild
@NichtRelevant vielen Dank toller Einblick 🙏🏻👍🏼
Werde Teil der Community