Die $BAS (-3,43 %) hat ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und das Bild ist gemischt.
- Umsatz (erwartet): 14,16 Mrd. Euro
- Umsatz (gemeldet): 14,03 Mrd. Euro
- EPS (erwartet): 0,13 Euro
- EPS (gemeldet): 0,63 Euro
Positiv hervorzuheben ist damit vor allem die Rückkehr in die Gewinnzone auf Quartalsbasis sowie eine verbesserte Cashflow-Entwicklung im Gesamtjahr. Zudem treibt $BAS (-3,43 %) weiterhin Effizienzprogramme und strukturelle Anpassungen voran, um Kosten zu senken und die Profitabilität nachhaltig zu stabilisieren. Die Dividende soll mit 2,25 € je Aktie stabil gehalten werden, was in dem aktuellen Umfeld ein Zeichen von Verlässlichkeit ist.
Auf der negativen Seite steht jedoch der rückläufige Umsatz, der unter anderem auf niedrigere Preise und ein weiterhin schwaches industrielles Umfeld zurückzuführen ist. Auch der Ausblick für 2026 fällt vorsichtig aus. Das Management rechnet mit einem operativen Ergebnis am unteren Ende der Markterwartungen. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrageerholung bislang nur verhalten einsetzt. Gerade weil große Chemiekonzerne wie $BAS (-3,43 %) häufig als Frühindikator für die Industrie und damit auch für die deutsche Konjunktur gelten, ist dieser vorsichtige Ausblick bemerkenswert. Ein klarer, dynamischer Konjunkturaufschwung für Deutschland lässt sich aus den Zahlen derzeit noch nicht ableiten. Vielmehr scheint sich das Umfeld langsam zu stabilisieren, ohne jedoch bereits in eine spürbare Wachstumsphase überzugehen.
Meiner Meinung nach ergeben sich daraus sowohl Chancen als auch Risiken. Chancen liegen in einer möglichen zyklischen Erholung, sollte sich die industrielle Nachfrage im Jahresverlauf beleben. Auch die laufenden Kostensenkungsprogramme könnten bei steigenden Volumina überproportional auf die Margen wirken. Risiken bestehen hingegen in einer weiterhin schwachen globalen Nachfrage, anhaltendem Preisdruck sowie geopolitischen und energiepolitischen Unsicherheiten, die besonders für energieintensive Chemieunternehmen relevant sind. Unterm Strich zeigt $BAS (-3,43 %) Fortschritte auf operativer Ebene, bleibt aber stark vom konjunkturellen Umfeld abhängig.
Die entscheidende Frage ist nun, ob wir am Beginn einer zyklischen Erholung stehen, oder ob 2026 ein weiteres Übergangsjahr für die deutsche Industrie bleibt?
https://de.investing.com/news/economy-news/basf-zeigt-sich-fur-2026-vorsichtig-3364892
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