Die US-Navy setzt auf ein neues Roboter-U-Boot als „Mutterschiff“ für Drohnenschwärme. Das System Dive-XL soll die Unterwasserkriegführung verändern.
Dive-XL von Anduril.
Kraken gilt als wichtiger Zulieferer für Andurils maritime Programme, insbesondere im Bereich der UUVs. @Klein-Anleger
Die US-Navy führt mit dem Projekt „Combat Autonomous Maritime Platform“, kurz Camp, eine neue Generation unbemannter U-Boote ein. Im Mittelpunkt steht das autonome Unterwasserfahrzeug Dive-XL des US-Rüstungsunternehmens Anduril. Dieses große Roboter-U-Boot soll kleinere Unterwasserdrohnen und Torpedos aussetzen und so wie ein „Mutterschiff“ funktionieren, berichtet das Nachrichtenportal „New Atlas“.
Damit will die Navy deutlich größere Seegebiete überwachen und bemannte Schiffe entlasten. Die unbemannten Systeme sollen als zusätzliche Waffenplattformen dienen und die Schlagkraft auf See erhöhen.
Technische Daten und Fähigkeiten
Der Dive-XL ist rund 11 Meter lang, etwa 2 Meter breit und voll elektrisch angetrieben. Das U-Boot soll bis zu 6000 Meter tief tauchen können. „New Atlas“ berichtet von einer Reichweite von etwa 2000 Seemeilen und einer getesteten Unterwasserverweildauer von 100 Stunden innerhalb von zehn Tagen.
Die Höchstgeschwindigkeit des Dive-XL hat Anduril bislang nicht bekannt gegeben. Typischerweise bewegen sich Systeme dieser Art bei etwa 3 bis 5 Knoten. Es wird geschätzt, dass der Dive-XL kurzzeitig Geschwindigkeiten von 8 bis 10 Knoten (ca. 15 bis 18 km/h) erreichen kann, um Positionen schnell zu wechseln oder Strömungen zu überwinden.
Der Dive-XL ist anders gebaut als herkömmliche U-Boote: Es hat keinen massiven, luftgefüllten Druckkörper, sondern eine frei überflutbare Struktur. Das bedeutet, das Wasser fließt einfach durch das Gehäuse hindurch, wodurch das Boot in der Tiefe nicht zerquetscht wird.

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