2Wo.·

Früh übt sich: Das erste Aktiendepot für meinen Sohn

Ich finde, es ist nie zu früh, um sich mit dem Kapitalmarkt auseinanderzusetzen – und genau das gilt auch für meinen Sohn, der bald fünf Jahre alt wird. In einer Welt, in der finanzielle Bildung oft zu kurz kommt, möchte ich ihm frühzeitig ein Gefühl für langfristiges Investieren vermitteln.


Die Basis seines Depots bildet ein klassischer MSCI World ETF, den ich mit einem monatlichen Sparplan von 100 € bespare. So erhält er von Beginn an eine breite Diversifikation und profitiert vom langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft.


Zusätzlich setze ich auf Einzelaktien, die einen direkten Bezug zu seinem Alltag haben und ihm den Einstieg in die Börsenwelt greifbarer machen. Dazu gehören:

$MCD (-4,77 %) (McDonald’s) – Ein Unternehmen, das nahezu jedes Kind kennt und eine starke globale Präsenz hat.

$CAT (-4,89 %) (Caterpillar) – Als kleiner Bagger-Fan ist das ein Muss in seinem Portfolio.

$TNIE (-2,5 %) (Tonies SE) – Die Toniebox ist bei ihm täglich im Einsatz, warum also nicht auch in die Firma investieren?

$MAT (+0 %) (Mattel) – Mit starken Marken wie Hot Wheels und Fisher-Price ein Unternehmen, das viele Kindheitsprodukte liefert.


Mir geht es dabei weniger um kurzfristige Gewinne, sondern vielmehr darum, ihm spielerisch beizubringen, dass Unternehmen, mit denen er täglich in Berührung kommt, auch an der Börse handelbar sind. Langfristig kann er so miterleben, wie Investitionen wachsen – und hoffentlich den Wert von langfristigem Denken und soliden Investitionen schätzen lernen.

attachment
93
27 Kommentare

Profilbild
Super Idee. Das kann sich nur jedes Kind wünschen.
20
Profilbild
Ich finde das man ein Kind so lange wie möglich Kind sein lassen sollte, schließlich wird es früh genug sich um den ganzen „erwachsenen“ Kram kümmern müssen. Finde so ab 15 kann man damit anfangen aber davor macht es einfach kein Sinn.
7
Profilbild
@wealth_maximizer_149 Genau, lieber in dem Alter, in dem viele Teenager rebellieren und nen Sche*ß auf das geben, was die Eltern sagen und lieber Geld verkonsumieren wollen, so wie sie es im Internet vorgemacht bekommen. 🤣
2
Profilbild
@Metis Deswegen sollte sich die Erziehung erstmal auf den richtigen Umgang mit Geld konzentrieren.
Wenn die misslingt, sind alle Aktiengewinne sinnlos.
Profilbild
$D5V0 teurer im TER, dafür clevere langfristige Strategie, bespare ich für meine Kids
2
@Beeferking76 bin ich deiner Meinung und mach das selbe für mein kind
1
Passend zu $MCD vielleicht noch $LLY o.ä.?
2
Profilbild
Bei mir ist es dieselbe Ausgangslage. Ich baue aktuell mein Portfolio auf und wollte für meinen Sohn auch eins mit Welt Etf anlegen. Ich hatte überlegt der Einfachheit halber nur einen Etf zu besparen, aber wollte einen nehmen wo auch Schwellenländer abgebildet werden.
Die Idee mit den Aktien finde ich richtig gut. Ich glaube das könnte ich auch machen 🙏🏻
1
Alles richtig und super! Aber ich persönlich wäre bissl vorsichtig mit dem Umgang von Markenzeichen. Nicht dass du da noch Stress bekommst.
1
Profilbild
@Nobody_123 danke für den Hinweis, habe das Bild angepasst 😊
1
Profilbild
Schön dem Kind das kontraproduktive Stockpicking beibringen. Wie viel Anleger performen noch gleich besser mit einzelaktien als mit einem ETF?
1
Profilbild
@Aktienmasseur über 90% seines Depots sind in einem ETF (überwiegend finanziert aus dem monatlichen Sparplan und Weihnachtsgeschenken u.s.w). Ich verstehe was du meinst, viel beibringen kann man einem nicht mal 5 Jährigen in der Hinsicht eh nicht und daher ist das Risiko eher gering.
Profilbild
Eine super tolle Idee ist das!!! Genau so etwas schwebt mir für meinen Enkel vor. Für ihn haben ich einen Sparplan in Höhe von 50€ mit Einbindung von Inflationsausgleich in einen MSCI ACWI angelegt, genau an seinem Geburtstag. Das mit den Einzelaktien ist noch mal eine Nummer oben drauf, um ihn früh genug und spielerisch in die Welt des Geldes einzuführen.
1
Ich bin damals mit meinen Kindern durch die Wohnung und habe ihnen gezeigt was alles von einem börsengehandelten Unternehmen kommt.
Beide haben ein Depot mit einem all World ETF. Sie wollen schon immer mal wissen wie das Depot steht und die Kleine (11) gibt oft freiwillig angespartes Geld ins Depot.

Die Große (13) darf jetzt das 3. Jahr mit auf eine Messe. Für sie das Highlight, da wir dort auch einige Bekannte die investieren treffen.

Beide kennen mittlerweile einige Unternehmen und machen schon mal Vorschläge was in Mamas Depot gekauft werden soll.

Alles natürlich ohne Zwang und sie müssen nicht. Aber wenn sie etwas wissen wollen oder Vorschläge haben reden wir darüber
1
Zwar eine gute Idee, aber ich würde einfach 1-2 ETFs besparen. MSCI world quality + nasdaq zb.
Und vergiss mir Bitcoin nicht.
Profilbild
Solange alles steigt, ist es gut und schön.
Aber was macht es mit einem 6-Jährigen, wenn er sieht, dass die 100€ Sparrate am Ende des Monats durch Kursverluste verloren gehen und das über viele Monate?
Alles hat zwei Seiten. Sollte man zumindest bedenken.

Ansonsten gutes Vorhaben!
Profilbild
@Epi letztendlich kann ein fast 5 Jähriger die Zahlen noch garnicht wirklich zu ordnen und es ist ja nicht so, dass er sich da groß die Zahlen anschaut. Die Münzen im Sparschwein, die er nach Belieben im Kiosk, auf dem Jahrmarkt oder im Spielwarenladen ausgeben kann, sind für ihn eh viel mehr wert. Er ist halt noch viel zu klein, um fallende Kurse zu realisieren.
Profilbild
@MisterFogg Ich habe bei meinem mit Silbermünzen angefangen. Jeden Feiertag eine hübsche dazu und alle paar Monate mal zusammen nachgeschaut, was der Silberschatz wert ist. Zwischen 6 und 9 war das genug Finanzmarkt.
Die eigentliche Finanzbildung findet eh auf der Ausgabenseite statt. Bisschen Taschengeld, sparen für Wünsche, Subventionen der Eltern für Bücher, Kleinanzeigen für Kauf und Verkauf von Spielzeug.
Kapitalaufbau durch Wertsteigerung von Anteilen an Unternehmen - das war erst überhaupt ab so 15 fassbar.
2
Profilbild
@Epi Ich finde, dass wir unseren Kindern viel mehr zutrauen sollten, als wir das derzeit tun. Wenn sie spielerisch damit aufwachsen in einem beschützen Umfeld, verinnerlichen sie sehr viel schneller und besser die positiven und negativen Seiten von Emotionen Angst und Gier, Freude und Verlust. Und sie verstehen von Anfang an, was hinter den Marken steckt, die wir so regelmäßig kaufen, gerade auch für sie. Kinder werden durch die Werbung schon sehr viel früher beeinflusst, als wir gemeinhin annehmen. Da können wir mit Hilfe solcher Geld- und Börsenspiele ihre Aufmerksamkeit in Bahnen lenken, die wir für richtig halten.
2
Profilbild
@market_sorcerer_985 Da gebe ich dir Recht!
Die Kunst der Erziehung besteht darin, die Kinder weder zu unter- noch zu überfordern.
Umgang mit Emotionen muss früh erlernt werden. Das Verständnis von Kapitalmarktbewegungen und deren Erklärung mittels Behavioral Finance Erkenntnissen hat Zeit und sollte denen vorbehalten sein, die sich dafür interessieren. Sonst bleibt eh nichts hängen.
1
Profilbild
@Epi Das stimmt natürlich vollkommen. Du kannst ein Kind nicht in eine Ecke drängen, in der es sich nicht sieht, aber du kannst es anbieten. Ich habe das mit meinen beiden Kindern gemacht, sie haben sehr unterschiedlich auf dieses Angebot reagiert. Sie mussten sogar erst erwachsen werden, um ihren eigenen Weg zu finden, der bei beiden Kindern sehr unterschiedlich ist. Aber ich habe vor langer Zeit das Samenkorn in die Erde gesteckt und sie dann selbst machen lassen und gewähre ihnen bis heute Einblick in meine Art mit Geld umzugehen und auch welche schlimmen Fehler ich selbst gemacht habe.
1
Profilbild
@Epi toller Ansatz! Genau, die Finanzbildung findet auf der Ausgabenseite statt. Und genau da kannst du ja hinlenken. Mein Sohn hatte sich als 11-Jähriger Adidas Schuhe gewünscht. Die Kindergrösse lag noch im Rahmen des Vertretbaren aber für ein Kind die Erwachsenengrösse zu bezahlen, war mir zu viel, so große Füße hatte er schon. Da haben wir einen Deal gemacht: Ich bezahle so viel dazu, was die Kinderschuhe kosten, den Rest bezahlst du. Mein Sohn war ganz schnell von den Markenschuhen weg und hat sich für Nonames entschieden. Hätte ich damals schon in Aktien investiert, wäre mir das eine Adidas Aktie für sein Depot wert gewesen.
1
Profilbild
Coole Idee! 🚀
Schon ok dem Nachwuchs mit einem ETF für später unter die Arme zu greifen. Einzelaktien und Spielereien vielleicht mit einem Demokonto machen….
If you dont mind, your son´s portofolio, is in your portofolio right?
Im askinng cause not while a go i was searching for a way to invest a small amount every month for my son , to give it to him on his 18th birthday, its not legal in my country.
Profilbild
Find ich super ! Seit der Geburt unsere Sohnes Steck ich das Kindergeld plus 100 Euro in MSCI world , S&P , und Dow. Das lass ich für ihn einfach laufen bis er 18 Jahre alt ist.
Profilbild
Ich fahre einen ganz ähnlichen Ansatz und bespare für meine beiden Kids (7 & 10) Junior Depots mit einem Welt ETF (90%) und einen Dividenden ETF (10%). Den Dividenden Anteil auch nur zwecks Ausnutzung des Steuerfreibetrags.

Sie wissen, dass sie ein Depot haben. Wenn sie unbedingt mehr darüber wissen wollen bin ich da völlig offen. Bisher hält sich das (glücklicherweise) voll im Rahmen. Mein Junior würde vermutlich alles für LEGO und Dinosaurier raushauen. Dieses "Erwachsenen Zeug" kommt schon noch früh genug und wenn ich das Gefühl habe, dass das Geld Thema zumindest grob verstanden wurde, können sie damit machen was sie wollen.
Werde Teil der Community