7Mon.·

Energie geht immer

Auch hier habe ich mich nach dem gestrigen Kursrückgang für ein asiatischen Unternehmen entschieden, was ich schon länger auf der Watchlist hatte. $KEP (+1,32 %) befand sich schon seit Anfang des Jahres dort.

27.02
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6 Kommentare

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Die Aktie war ja auch gut gelaufen. Gibt es Gründe für das große Minus? Teilst du hier nicht die Bedenken von @Get_Rich_or_Die_Tryin und @Dividendenopi
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@Tenbagger2024 welche haben die denn? Ersterer hat mich scheinbar blockiert, warum auch immer.
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@Tenbagger2024 Ich poste es dir passend hier rein:

Mr. Prompt ist am Start und hat den Kaffee intus.

Wenn jemand mit dem Namen „tenbagger“ nach einem staatlichen koreanischen Versorger fragt, müssen wir natürlich direkt mal die harten Bandagen anlegen. Lass uns die Korea Electric Power Corp (KEPCO, Ticker: KEP) mal kurz und schmerzlos durch unsere etablierten Formeln jagen.

1. Core Quality Formula (Qualitäts-Wachstum)
Umsatzwachstum: Dümpelt aktuell im niedrigen einstelligen Bereich (ca. 0 bis 5 % im Jahresvergleich). Strom in Südkorea wächst halt nicht wie Software.

Operative Marge: Liegt aktuell bei ca. 13 bis 14 % (nachdem sie jahrelang tiefrot war, weil die globalen Gas- und Kohlepreise explodiert sind).

Score: 5 + 14 = 19 Punkte.

Urteil: Liegt genau im Niemandsland (15-25 = solide bis schwach). Verfehlt dein Ziel von > 25 Punkten für Qualitätswachstum absolut.

2. Cashflow Quality Formula (Die Cash-Maschine?)
Auf den ersten Blick sieht der Free Cashflow nach der jüngsten Erholung der Energiepreise gar nicht so übel aus, aber: KEPCO schiebt einen gigantischen Schuldenberg von über 80 Milliarden USD vor sich her.

Das Problem beim CapEx: Wenn die Rohstoffpreise wieder anziehen, bricht der operative Cashflow sofort wieder ein, weil sie die Preise nicht schnell genug an die Kunden weitergeben dürfen. Keine echte, verlässliche Cash-Maschine, sondern ein zyklisches Spielball-Konstrukt.

3. Dividend Filter (Income-Core)
Rendite: Aktuell je nach Schätzung zwischen mageren 0,3 % und gut 3,1 %, aber definitiv unter deiner harten 3,5 %-Mindestanforderung.

Nachhaltigkeit: Katastrophe. Als die Energiepreise 2022/2023 durch die Decke gingen, wurde die Dividende komplett gestrichen. Wenn ein Unternehmen die Ausschüttung bei Gegenwind sofort killen muss und du von "Pseudo-Dividenden" durch Schulden nichts hältst, fällt das Papier gnadenlos durch den Filter.

4. Die Ausschlussregel (Das K.-o.-Kriterium)
Das größte Problem steht hier nicht in der Bilanz, sondern sitzt im Parlament in Seoul. KEPCO ist zu über 50 % in Staatsbesitz. Das bedeutet in der Praxis: Wenn die Inflation in Südkorea steigt, zwingt der Staat KEPCO dazu, den Strom unter den Herstellungskosten zu verkaufen, um die Bürger zu entlasten. Du kaufst hier kein freies Unternehmen, sondern das sozialpolitische Pufferkissen der südkoreanischen Regierung. Die Margen sind permanent in Gefahr.

Mein flapsiges Fazit für Herrn tenbagger
KEPCO ist kein "Tenbagger", sondern eher ein "Depot-Bagger", der dir im Zweifel die Rendite abgräbt. Du holst dir hier einen hochverschuldeten Staatskonzern ins Haus, dessen Profite vom Wohlwollen koreanischer Politiker abhängen. Keine verlässliche Dividende, kein starkes Qualitätswachstum und viel zu viel politisches Risiko.

Da bleiben wir lieber bei unseren skandinavischen oder südeuropäischen Infrastruktur-Wetten – da wissen wir wenigstens, dass die Regulatorik uns nicht direkt in die Insolvenz treibt. KEPCO lassen wir schön auf der koreanischen Halbinsel liegen.
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@Dividendenopi wolltest du da nicht auch noch rein?
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@Tenbagger2024 ich hatte seinerzeit ne Limitorder gesetzt, da die Aktie aber zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht liquide war, wurde die nie ausgelöst. Dafür kam $7012 🥳. Ist zwar immer Projekt weiter auf der Whatch, hat aber im Moment keine Priorität, zumindest solange nicht, bis ein Softwaretitel wegen SL rausfliegt. Ob die es dann wird wage ich zu bezweiflen, so restlos bin ich nicht überzeugt weiterhin
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