Der Juli war ein weiterer Monat zum Durchhalten. Hier das Update:
Asset-Performances 07/26 (30.6 -31.7, laut Wikifolio)
3xUSDEUR: -2,3%
3xQQQ: -16,0%
3xEU50: +4,3%
3xGTAA Depot (30.6., laut Getquin)
30.06.26: 136.040€
31.07.26: 124,540€
Wikifolio-Zertifikat (30.6., Mittelkurs laut Wikifolio)
30.06.26: 211,60€
31.07.26: 193,70€
Monat: -8,5%
YTD: +18,7%
Rückblick 07/26
Mit -8,5% liegt ein weiterer Verlustmonat hinter 3xGTAA. Diesmal waren die Verluste im Nasdaq100 verantwortlich. Insbesondere die hohe Volatilität dort geht deutlich zulasten von gehebelten ETFs, die jeden Tag den Hebel auf 3 zurücksetzen. USD und Euro STOXX 50 notieren nach kleineren Schwankungen nahezu unverändert.
Ausblick 08/26
Die Märkte scheinen langsam den Fokus auf die US-Zinsen zu verlagern, wie bereits im letzten Update vermutet. Während der Öl-Preis wieder deutlich anzieht, verlieren die zinssensiblen Wachstumsaktien. WTI notiert wieder über SMA150 und nimmt wegen des höheren Momentums wieder den Platz von USDEUR ein.
Die Allokation für 8/26 ist folglich:
2xWTI
3xQQQ
3xEU50
Bericht aus der 3xGTAA-Werkstatt
Am Kursverlauf von WTI kann man gut das systematische Risiko einer regelbasierten Momentumstrategie erkennen. Just zum Monatswechsel erreicht der Kurs ein Zwischentief und steigt dann wieder. Zwischenzeitlich +60% im 2xWTI. Welche Konsequenzen kann man daraus ziehen? Die Antwort ist: keine. Warum?
Der Momentumeffekt ist über die meisten Assetklassen und Regionen hinweg erst bei einem Zeitraum ab einem Monat messbar. Darunter dominieren andere Effekte, z.B. Mean Reversion oder Politik. Dass der Kurs von WTI gerade zum Monatswechsel dreht, ist aus Sicht von Momentum also nicht vorhersehbar und daher eher Zufall. Die Backtests und Modellparameter haben diesen Zufall bereits eingepreist. Vielleicht dreht im nächsten Monat ein Asset gerade rechtzeitig auf Verkauf, bevor es deutlich fällt? Man weiß es nicht, muss es auch nicht. Und es lohnt nicht, sich darüber zu ärgern.
Darin besteht übrigens eine gewisse psychologische Herausforderung: Die Regeln weiter umsetzen und dem Modell vertrauen, auch wenn es mitunter Signale liefert, die im Nachhinein nicht optimal erscheinen. Diese Herausforderung dürfte auch ein Hauptgrund sein, warum sich Momentum-Strategien bislang noch nicht breitflächig durchgesetzt haben. Das Vertrauen in Momentum fehlt, weil das Verständnis fehlt. Deswegen reicht es nicht, eine paar Parameter für ein Modell zusammenzustöpseln, die im Backtest gut aussehen – das Verständnis des Assetkorbs, der gewählten Parameter und von Momentum allgemein ist essentiell für den langfristigen Erfolg. Sonst ändert man beim ersten Rauschen seine Strategie oder bricht sie ganz ab – kurz bevor sie wieder performt. Daher:
Möge das Verständnis von Momentum mit euch sein!
Euer Epi
EDIT: Durch den deutlichen Abfall notiert WTI zum 1.8. deutlich unter der Signallinie. Es bleibt also bei der Allokation von Juli.

