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Geopolitics | TACO Monday?

Brisante Entwicklungen an den Märkten! Kurz vor dem Ende des Ultimatum (48h), in welchem Trump dem Iran mit Angriffen auf die Kraftwerke drohte, äußerte er sich freundlich über Twitter und gab bekannt, dass es über das Wochenende Verhandlungen mit dem Iran gab, die wohl sehr produktiv wahren und einen echten Mehrwert boten.

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In Palm Beach sagte Trump, dass Witkoff und Kushner Sonntagabend Gespräche mit einer "top person" in Iran geführt haben. Es gäbe wohl umfangreiche Übereinstimmung beiderseits, wie der Stopp der Urananreicherung und Abzug des bereits angereicherten Urans. Axios meinte, dass Witkoff und Kushner mit Irans Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf indirekt verhandelt haben. Nach einem direkten Treffen wurde gefragt, jedoch ohne Erfolg. Ghalibaf ist ehemaliger IRGC General und ein enger Vertrauter Mojtaba Khamenei. Die Gespräche sind wohl über Ägypten, Pakistan und der Türkei gelaufen.


Der Iran dementiert dies jedoch. So schrieb Ghalibaf auf Twitter:


"No negotiations have been held with the US, and fakenews is used to manipulate the financial and oil markets and escape the quagmire in which the US and Israel are trapped."


Israel war über indirekte Kommunikation informiert, zeigte sich aber überrascht von Trumps Aussagen über Fortschritte.


In Bezug auf die 48h Frist, die Trump aufstellte, gab es Druck aus den Golfstaaten, aufgrund der iranischen Drohung. Irans Drohung bezog sich auf eine Legitimierung von Kraftwerken, Öl-Terminals und Entsalzungsanlagen, als Ziel, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen sollten. Ein nicht verifizierter Grund, aber mir plausibler, wäre, dass die Golf Staaten wohl eigenständig Druck ausgeübt haben. Stichwort Entsalzungsanlagen, hier herrscht eine hohe Abhängigkeit, um Trinkwasser "herzustellen". Bis jetzt waren vereinzelt Angriffe, im Verlauf des Krieges gemeldet worden, jedoch ohne verhältnismäßigen Schaden.


  • Qatar: 99%
  • Bahrain: >90%
  • Kuwait: 90%
  • Oman: 86%
  • Saudi-Arabien: 70%
  • VAE: 42%


Generell herrscht Panik bei Trump, die Minenräumer brauchen noch einige Tage, bis sie am Ziel ankommen und die Marines für eine potenzielle Einnahme der Insel Kharg sind auch noch unterwegs und werden frühestens Freitags erwartet. In der Zwischenzeit hat der Iran bereits mehrere Minen im Meer verlegt, so CBS heute. Trump sucht aktuell weiter nach einem Exit aus dem Krieg, die Koalition der Willigen ist der Umstände entsprechend nicht bereit Trump aus der Patsche zu helfen. Eine Sicherung der Straße von Hormuz ist bis jetzt noch ungewiss, da keine konkreten Pläne vorliegen, auf der politischen Seite.


Die einzige echte "Exit Strategie" wäre die Einnahme der Insel Charg, da hier 95% des iranischen Ölexporte laufen. Iran verdiente 2025 rund 53 Milliarden USD aus Ölexporten, was rund 11% des BIPs ist. Das Militär nimmt einen Großteil der Barrels physisch in Besitz und verkauft sie direkt, überwiegend an China. Eine Einnahme wäre ein strategischerLeverage seitens Trump, aber ist mit hohen Verlusten verbunden. Der Iran könnte so zu Verhandlungen gezwungen werden, oder er würde noch heftiger um sich schlagen. Für eine Einnahme bräuchte man spezielle Einheiten und Geräte, welche, wie davor gesagt auf dem Weg sind. Die 11th Marine Expeditionary Unit ist mit der USS Boxer und zwei weiteren Schiffen unterwegs in den persischen Golf. Bis die da sind dauert es jedoch noch.


Man sollte daher weiter wachsam sein, und sich nicht durch die aktuellen Kurssprünge in Sicherheit wiegen lassen. Die Straße von Hormuz ist noch immer nicht gesichert und ist nun auch vermint. $IOIL00 (-10,94 %) Absturz ist durch Trumps Aussagen getrieben und nicht durch die Wahrheit.

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3 Kommentare

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Im deutschen Sprachraum würde man jemanden, der NUR IN GROẞEN BUCHSTABEN SCHREIBT als verrückt einstufen und meist unter Bild-Posts vorfinden. In Amerika dürfte aber das Prinzip gelten, wer lauter schreit hat am meisten recht…
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@The_Investo_tte_r Oder wer zuerst schießt.
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@BeachPlease stimmt! Diese treffsicheren Argumente kann man nicht entkräften…
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