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Gibt es einen vierjährigen Kryptozyklus?

Die Vorstellung eines vierjährigen Kryptozyklus wird meist mit dem Bitcoin-Halving in Verbindung gebracht, einem Protokollereignis, das das neue Angebot in regelmäßigen Abständen reduziert. Auch wenn dieser Mechanismus weiterhin von Bedeutung ist, hat sein direkter Einfluss im Laufe der Zeit abgenommen, da die Marktliquidität gewachsen ist und #bitcoin zunehmend in die globalen Kapitalmärkte eingebettet wird. Das Halving wirkt heute weniger als mechanischer Schock und stärker als struktureller Bezugspunkt für das Verhalten von Anlegerinnen und Anlegern.


Positionierung und Psychologie spielen dabei eine wichtige Rolle. In den vergangenen Monaten hat starker Verkaufsdruck großer Halterinnen und Halter die Kursentwicklung belastet und zu einem Gefühl von spätzyklischer Ermüdung beigetragen. Dieses Muster hat es bereits zuvor gegeben: Eine Phase der Verteilung geht typischerweise in ein engeres Angebotsumfeld über, sobald der Verkaufsdruck nachlässt. In diesem Sinne kann das Halving weiterhin Erwartungen koordinieren, statt Ergebnisse vorzugeben.

Der aktuelle Zyklus spiegelt zudem bedeutende Veränderungen wider. Spot-Bitcoin-ETFs haben einen neuen Nachfragekanal geschaffen, und die Kurse erreichten im Jahr 2024 erstmals vor einem Halving neue Höchststände. Dieser Wandel allein deutet darauf hin, dass sich der Zyklus weiterentwickelt, statt zu verschwinden.


Letztlich bleibt der vierjährige Zyklus ein nützliches Rahmenkonzept, jedoch keine Regel. Liquidität, Positionierung und makroökonomische Bedingungen werden zunehmend entscheidend und sollten im Zusammenspiel mit dem Halving betrachtet werden, nicht untergeordnet.


$BITC (-1,98 %)

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3 Kommentare

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Danke für deinen Beitrag.

Würdest du einem noch nicht in $BTC investiertem Anleger dazu raten, noch bis ca. Mitte des Jahres mit einem Einstieg abzuwarten? ✌🏻
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Hi @Anderle, vielen Dank für deine Rückfrage. Wir mahnen zwar zu einer gewissen Vorsicht in den kommenden Quartalen, lehnen jedoch grundsätzlich den Ansatz ab, für langfristige Bitcoin-Investorinnen und -Investoren auf perfektes Market Timing zu setzen. Entscheidend ist aus unserer Sicht vielmehr das langfristige Anlagepotenzial eines Vermögenswertes, der sich schon heute wie künftig als fundamental stärkere Konkurrenz im globalen Geldsystem präsentiert. Vor diesem Hintergrund halten wir eine konsequente Strategie zur Steuerung des eigenen Einstandspreises für deutlich rationaler und relevanter als die Frage des optimalen Einstiegszeitpunkts.

Um das Volatilitätsrisiko zu mindern und gleichzeitig an der langfristigen Entwicklung von Bitcoin teilzuhaben, plädieren wir für einen langfristigen Ansatz in Form von Cost-Averaging oder Rebalancing. Wir sind ausgesprochen optimistisch, was die langfristigen, transformativen Auswirkungen von Bitcoin auf das globale Geldsystem und seinen fortschreitenden Adoptionsprozess betrifft. Daher empfehlen wir Anlegerinnen und Anlegern, über kurzfristige Preisschwankungen hinwegzusehen und stattdessen auf die zugrunde liegenden Fundamentaldaten sowie das strategische Management ihrer Bitcoin-Bestände im Hinblick auf langfristige Wertschöpfung zu achten.
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