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Iberdrola vor den Zahlen – Bestätigt sich der positive Eindruck?

Am 22. Juli veröffentlicht $IBE (-0,56 %) die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Laut dem aktuellen Analystenkonsens auf Investing.com rechnet man aktuell mit:


  • EPS: 0.23 EUR
  • Umsatz: 10.57 Mrd. EUR


Die Messlatte liegt nach dem starken Jahresauftakt also durchaus hoch.


Für mich spielen bei einem Versorger allerdings andere Kennzahlen eine entscheidende Rolle. Viel wichtiger als ein kleiner Beat bei Umsatz oder Gewinn ist die Frage, ob $IBE (-0,56 %) seinen langfristigen Wachstumskurs weiter bestätigen kann. Deshalb werde ich vor allem auf den operativen Cashflow, das EBITDA, die Entwicklung der Nettoverschuldung sowie den weiteren Verlauf des milliardenschweren Investitionsprogramms achten. Denn nur wenn der Konzern seine hohen Investitionen aus einer starken operativen Entwicklung finanzieren kann, bleibt auch die Grundlage für steigende Dividenden erhalten. Besonders interessant finde ich dabei das Netzgeschäft. Regulierte Netze entwickeln sich immer mehr zum wichtigsten Ertragstreiber von $IBE (-0,56 %) und sorgen für deutlich besser planbare Einnahmen als das klassische Erzeugungsgeschäft. Gleichzeitig werde ich darauf achten, wie sich die Wachstumsmärkte USA und Großbritannien entwickeln, da dort in den kommenden Jahren ein erheblicher Teil der Investitionen erfolgen soll.


Spannend wird außerdem der Ausblick des Managements. Nach der Anhebung der Jahresprognose im ersten Quartal dürfte der Markt genau hinhören, ob $IBE (-0,56 %) diese bestätigt oder sogar erneut optimistischer wird.


Ebenso bleibt das Zinsumfeld ein wichtiger Faktor. Als kapitalintensiver Versorger profitiert $IBE (-0,56 %) von stabilen Finanzierungskosten, da sie den weiteren Ausbau der Netzinfrastruktur und der erneuerbaren Energien erleichtern.


Auch bei der Kapitalallokation erwarte ich keine Überraschungen. Ich rechne weder mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm noch mit Änderungen an der Dividendenpolitik. Vielmehr dürfte das Management den Fokus weiterhin auf Investitionen, Bilanzqualität und nachhaltiges Dividendenwachstum legen.


Die Analysten zeigen sich weiterhin überwiegend optimistisch. Entsprechend dürfte weniger der reine Beat bei Umsatz oder EPS entscheidend sein, sondern vielmehr die Frage, ob $IBE (-0,56 %) seinen langfristigen Wachstumspfad bestätigt. Historisch reagierte die Aktie nach Quartalszahlen meist eher moderat. Ausschlaggebend war häufig der Ausblick des Managements.


$IBE (-0,56 %) befindet sich aktuell noch auf meiner Watchlist. Gerade aus Sicht eines Dividendeninvestors finde ich die Kombination aus reguliertem Netzgeschäft, Investitionen in erneuerbare Energien und einer langfristig steigenden Dividende äußerst spannend. Die kommenden Quartalszahlen werden daher für mich ein wichtiger Baustein sein, um zu entscheiden, ob das Unternehmen künftig den Weg in mein Depot findet.

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