Nach dem bereits berichteten Verkauf des Coatings-Geschäfts der $BAS (+1,29 %) zeigt sich, dass der Umbau weiter voranschreitet. Aktuell wird in Finanzkreisen über eine Bewertung der $BAS (+1,29 %)-Agrarsparte von 20 bis 30 Mrd. € spekuliert. Das Bemerkenswerte daran ist, $BAS (+1,29 %) insgesamt wird derzeit an der Börse lediglich mit rund 45 bis 50 Mrd. € bewertet. Mit anderen Worten: Ein Geschäftsbereich, der nur einen Teil des Konzerns ausmacht, könnte allein bereits fast die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung wert sein.
Aus meiner Sicht zeigt das ein Problem, das viele große Konglomerate haben. Die Börse versieht sie häufig mit einem Bewertungsabschlag (Conglomerate Discount). Unterschiedliche Geschäftsbereiche mit verschiedenen Wachstumsprofilen werden unter einem Dach oftmals niedriger bewertet als eigenständige Unternehmen. Im jüngsten Handelsblatt-Podcast wurde genau dieser Punkt diskutiert. Ein eigenständig börsennotiertes Agrargeschäft könnte deshalb einen deutlich höheren Bewertungsmultiplikator erhalten als innerhalb des $BAS (+1,29 %)-Konzerns.
Natürlich gibt es auch Risiken. Die Agrarsparte zählt zu den wachstumsstärkeren und margenstärkeren Bereichen von $BAS (+1,29 %) . Eine Teilabspaltung könnte dazu führen, dass der verbleibende Konzern zyklischer wahrgenommen wird. Gleichzeitig fließt $BAS (+1,29 %) durch den Börsengang frisches Kapital zu, während der Konzern Mehrheitsaktionär bleiben und damit weiterhin an der zukünftigen Entwicklung der Agrarsparte partizipieren möchte. Genau dieser Mix aus Wertfreisetzung und weiterem Upside macht den Schritt aus meiner Sicht interessant.
Viele fragen sich außerdem, ob bestehende $BAS (+1,29 %)-Aktionäre automatisch Aktien der neuen Gesellschaft erhalten. Nach aktuellem Stand ist das nicht geplant. $BAS (+1,29 %) plant einen Teil-IPO, bleibt Mehrheitsaktionär und hat bislang keine Zuteilung von Aktien an bestehende $BAS (+1,29 %)-Aktionäre angekündigt. Wer später investieren möchte, müsste die neue Aktie voraussichtlich regulär über die Börse erwerben.
Ich persönlich sehe den geplanten IPO bislang eher positiv. Sollte es $BAS (+1,29 %) gelingen, den Bewertungsabschlag des Konzerns zu reduzieren und gleichzeitig Mehrheitsaktionär eines eigenständig höher bewerteten Agrarunternehmens zu bleiben, könnte das langfristig auch uns $BAS (+1,29 %)-Aktionären zugutekommen.
Wie seht ihr das? Trennt sich der Konzern von einem seiner attraktivsten Geschäftsbereiche oder sehen wir hier einen cleveren Schachzug in Form eines IPOs der sowohl zu einer Neubewertung der einzelnen Sparte wie auch des Gesamtkonzerns führen kann?
~ Keine Anlageberatung ~
