Sehe sehr viel Potential , aufträge sind auch schon mehr ,schauen wir Mal ob es ein 10bagger wird ✌️( Die Firma beschäftigt sich mit Logistik im Lager :stellt Konstrukte her wo miniroboter die Ware ein schlichten umschichten , Ausgabe Eingabe , Kunstrukter sind simple und erweiterbar , ATM die grössten Kunden : Richter , Hellofresh , DHL.....) Langfristig viele Chancen solange die aufträge kommen.
Diskussion über AUTO
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11Podcast-Folge 73 "Buy High. Sell Low."
Podcast-Folge 73 "Buy High. Sell Low."
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00:00:00 Donald Trump Amtsantritt
00:15:40 Tempus AI A40EDP $TEM
00:26:00 Groupon $GRPN (-6,33 %)
00:30:20 Palantir $PLTR
00:35:00 Insider Trading
00:40:20 Netflix $NFLX (-5,01 %)
00:59:00 Adobe AI $ADBE (-2,65 %)
01:01:00 Alibaba $BABA (-10,74 %)
$9988 (-11,07 %)
01:07:40 Baidu $BIDU (-10,18 %)
$9888 (-10,05 %)
01:15:15 JD com $9618 (-9,32 %)
$89618
$JD (-9,18 %)
01:16:40 PDD Holdings $PDD (-8,81 %)
01:19:00 Xpeng $9868 (-7,83 %)
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$NIO (-8,09 %)$1810 (-7,75 %)
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Hi Leute,
lang ist's her, aber ich lass nun zu einem besonderen Anlass auch Mal wieder etwas von mir hören. Der besondere Anlass lautet: Heute ist mein zweiter Börsday 🍾
Den ersten Börsday können Interessierte gerne hier nachlesen:
Danke an @FrauManu, die mich aus dem Winterschlaf geweckt hat und mir letztlich die restliche Motivation gegeben hat, doch mal ein Update mitzuteilen.
Warum gab's längere Zeit nichts mehr von mir zu hören? Weil andere Dinge wichtiger waren.
Bis Mitte Juli lief mein Ende des letzten Jahres gestartetes Einzelaktienprojekt ganz gut mit soliden 20% im Plus, danach folgte bis Oktober ein Absturz bis in den negativen Bereich zurück. Die anfängliche Euphorie verflog. Ich hab mich aber immer weiter, immer tiefer mit der Materie beschäftigt, immer mehr gelesen und analysiert. Was kann man besser machen? Was hab ich vielleicht beim letzten Mal noch nicht gut gemacht?
Und dann gabs den Punkt, an dem einem bewusst wird, dass es für eine Zeit lang vielleicht ganz cool ist, fast seine gesamte Freizeit mit Bullen und Bären zu verbringen, einem aber plötzlich auffällt, was man in der Zeit alles vernachlässigt hat.
Zum Beispiel war die Woche Nordsee-Urlaub mit Frau und Kind günstiger als meine durchschnittliche Sparrate pro Monat. Gut, da spielt auch die Tatsache rein, dass wir momentan unser Geld zusammenhalten wollen, weil Veränderungen bevorstehen. Die Erkenntnis war aber krass und augenscheinlich mir gar nicht bewusst.
Zudem kam zu den Einzelaktien eine ganz andere Form des Wettbewerbs einher. Plötzlich sind da die anderen Werte, die deutlich besser performen, der eigene Wert, der abstürzt. Zum Glück bin ich den Gedanken, ständig die Strategie zu wechseln, nicht erlegen, es ist aber deutlich schwieriger geworden, seiner eigenen Strategie treu zu bleiben. Und das obwohl 2023 im Endeffekt ein gutes Börsenjahr war.
Es war schon erleichternd zu sehen wie erst der World, dann das gesamte Depot und dann auch noch die Kryptos die Vorzeichen vom Minus ins Plus drehten. Am Ende stehen reichlich Kursgewinne zu buche. Die Meilensteinposts hab ich euch dann weitgehend erspart.
Naja, ich hab zumindest Learnings daraus ziehen können, sämtliche Benachrichtigungen von Investment-Apps Mitte des Jahres stummgeschalten. Ich bestimme nun, wann und wie oft ich mich mit dem Thema beschäftigen will. Das klappt ganz gut.
Was ist im Depot passiert?
Eigentlich nicht viel. Mein Ziel war, sechsstellig zu werden. Da bin ich gut drüber rausgeschossen. Meilenstein also erreicht 🍾
Mal kurz in Worte gefasst, was so das letzte halbe Jahr ging: An $AUTO (-17,66 %) die Finger verbrannt und den Wiedereinstieg verpasst. Mit $GOOG (-0,92 %) zwischenzeitlich Gewinne realisiert und mit $SOFI (-10,45 %) ein bisschen Boden wieder gut gemacht.
Bei $FTNT (-3,95 %) weiter ausgebaut, die werden zurückkommen.
Gerade verspüre ich nicht die Lust etwas am Depot zu ändern. Ohnehin wird es das nächste halbe Jahr spannend, denn wenn alles klappt, stehen ein Umzug und ein zweites Auto an.
Dividendenjäger hassen den Trick, aber ich werde meine Sparpläne deshalb die ersten drei Monate deutlich reduzieren, um auch nach Umzug und Auto noch Puffer zu haben.
Mein Ziel für nächstes Jahr lautet also:
Sparrate reduzieren, Konsum steigern!
Na, wenn das mal nicht geile Vorsätze sind!
So, jetzt gibt's nen Käffchen, nachher Wohnungsbesichtigung und dann den Weihnachtsfamilienirrsinn in den nächsten Tagen .
Performance, Titelauswahl und Transaktionen entnehmt ihr dem Dashboard. Tut gerne eure Meinung Kund, ich kann's mir ja Mal anhören 😉
Passt auf euch auf, hab euch lieb 😘 ✊
$AUTO (-17,66 %) - Breaking News bei AutoStore 🇳🇴
+++ Patentstreit mit $OCDO (-4,31 %) komplett beigelegt +++
Wir müssen hier ja auch den kleineren Aktien eine Chance auf Aufmerksamkeit geben, deshalb heute was neues zu AutoStore, dem Lagerspezialisten aus Norwegen. Hier nochmal der Link zu meiner Vorstellung:
Ein erhobener Zeigefinger lag damals auf dem anhaltenden Patentstreit mit dem britischen Ocado, gepaart mit der Ungewissheit, ob Verkaufsstopps oder hohe Kosten folgen.
Seit heute ist klar
- Alle Streitigkeiten werden weltweit zurückgezogen (Positiv)
- Vorteilhafte Kreuzlizenzierung (Positiv)
- Jeder darf seine Produkte uneingeschränkt nutzen und vermarkten (Positiv)
- AutoStore muss 200 Mio. Pfund an Ocado zahlen (Nicht so positiv)
Ich bin aktuell nicht (mehr) in AutoStore investiert, hab ich die Aktie wegen ihrer hohen Volatilität eher zum Buy Low Sell High benutzt. Die Frage ist, wie nimmt der Markt diese News auf? 200 Mio Pfund sind knapp 260 Mio USD, was einem Drittel des jährlichen Umsatzes entspricht. Schluck. Von der Zahlung ist nur bekannt, dass sie in Raten stattfinden soll. Sie wird aber deutlich auf den Gewinn und aufs Wachstum schlagen, zumindest kurzfristig.
Was wiegt mehr? Die endliche Klarheit oder der hohe Preis dafür? Würde die Aktie eigentlich gerne nochmal tiefer sehen, da ich mir einiges von den Q2 Zahlen Mitte August verspreche.
Mal schauen was Montag passiert 🍿

Depotupdate April/Mai
Ziel 2023 💸 🟩🟩🟩🟩🟩🟩🟩🟩>⬜⬜
🥁🥁🥁🥁🥁🥁 -> 🎆🎇✨🎉🎊
Ziel 2023 💸 🟩🟩🟩🟩🟩🟩🟩🟩>🟩⬜
Krass. Ich darf wieder ein grünes Kästchen auf meiner selbstgebastelten Depotskala hinzufügen. Das letzte Mal ist noch gar nicht so lange her und auch der angehängte Screenshot meines Kommentars am Tiefpunkt Mitte März, mitten im Bankenbeben, lässt irgendwie surreal auf die letzten zwei Monate blicken.
Mein Jahresziel sind die 100k im Depot. Ein grünes Kästchen steht für ein Zehntel davon. In den letzten zwei Monaten seit dem Kommentar am 13. März hat sich der Depotwert also um +19k nach oben orientiert. Ich denke daran, wie ewig ich zwischen 55k und 65k gependelt habe ... was ein paar Prozentpunkte bei höheren Depotwerten plötzlich ausmachen. Das Gute ist, dass man mit seinem Depot mitwächst und sich daran gewöhnt.
Anfang des Jahres die Euphorie der spannenden Welt der Einzelaktien aus dem Ende letzten Jahres mitgenommen und mir ein paar, wie ich finde sehr schöne, Satelliten ins Depot gelegt, hinter denen ich auch weiterhin voll und ganz stehe und mit denen ich mich sehr gut für die nächste Jahreshälfte und darüber hinaus gewappnet sehe.
Das Cash ist soweit aufgebraucht, die Einzelpositionen voll. Im Vordergrund steht jetzt, den Core wieder zu stärken, denn ich erwarte ja, dass meine Satelliten stärker wachsen, als meine World+EM Kombination. Um das Gleichgewicht zu halten gelten die nächsten Sparraten dem Kern des Depots. Back to the roots also.
Zudem bin ich fast vom Stuhl gekippt, als ich gesehen habe, dass sich mein MSCI World alltime nur noch -0,44% befindet. Das Letzte Mal, dass ich diesen Wert im Plus gesehen habe, war im April 2022. Insgesamt ist das Depot noch 2,5% im Minus. Ich werd ganz hippelig, wenn ich daran denke in absehbarer Zeit Alltime grüne Zahlen zu sehen.
Noch sind wir aber nicht soweit und die Achterbahnfahrt ist sicherlich auch noch nicht vorbei, da mit Börsenschluss gestern der Depotwert aber nun über den 90k lag, hab ich mir glaube ich das grüne Kästchen verdient.
Was ist die letzten Wochen in meinem Depot passiert?
$NET (-8,66 %) - Ich hab ein bisschen Spielgeld reingesetzt und auf einen Rebound nach dem -25% Absturz gesetzt. Der trat auch ein, mit einem Kauf bei ~40€ und einem Verkauf bei ~44€, sprangen also knapp 10% dabei raus. Da nicht beabsichtigt war den Wert länger zu halten, hab ich den restlichen Anstieg bis heute nicht mehr mitgemacht.
$AUTO (-17,66 %) - Mittlerweile ebenfalls Spielgeld. Zwei Mal konnte ich jetzt günstig kaufen und wieder verkaufen. Habe irgendwie ein Verständnis für den Kurs entwickelt, treibe das Spielchen solange, bis ich auf die Nase flieg ;)
$TMO (-4,83 %) - Letzter Nachkauf bei ~481€. EK damit auf ~505€ gesenkt. Einzige Einzelaktie, die bisher noch nicht so geliefert hat wie gewünscht. Das kommt aber noch, bin ich mir sicher.
Vielleicht an der Stelle noch eine Anekdote, die ich bisher auch noch nicht erzählt hab 🙈. Bei $TMO (-4,83 %) hatte ich den Fehler begangen mit dem Anstieg direkt nach Quartalszahlen einzukaufen. Damals gings von 515€ auf 540€ hoch oder so ähnlich. Spread natürlich riesig, bei angezeigten 525€ Kurs, der Kaufpreis aber bei 533€. Egal, es geht ja gerade steil nach oben.
...
Ja, werde ich nie wieder machen und rate auch jedem anderen davon ab. Entweder vorher kaufen oder zumindest eine Nacht drüber schlafen und die Entwicklung des Kurses beobachten. Letzlich hab ich dadurch den EK versaut und bin eher deshalb mit dem Wert mehr im Minus, als man sein müsste. Was soll man anderes sagen, außer: Wieder was gelernt.
$FTNT (-3,95 %) - Vor den Quartalszahlen zu günstigen 55€ nochmals nachgelegt. Größte Einzelposition im Depot. Im Nachinein richtige Entscheidung, wenn man die Entwicklung seitdem betrachtet.
$PYPL (-2,62 %) - Nach den Quartszahlen und dem weiteren Absturz auf 58€ hatte ich mir im Anschluss an den $NET (-8,66 %) - Verkauf, für das Geld $PYPL (-2,62 %) ins Depot gelegt. Hoffnung war ein ähnlicher Bounce wie bei $NET (-8,66 %) mitzumachen. Aber von diesem Versuch, hab ich mich dann doch recht schnell wieder getrennt. Die Ausgangslage beider Unternehmen ist eine andere. Ich hab selbst bei meinen Onlinekäufen gemerkt, dass GooglePay/ApplePay tatsächlich die bequemere Art und Weise des Bezahlens ist. Charttechnisch kann man nicht behaupten, dass $PYPL (-2,62 %) groß auf Untersützungen trifft, was mir die kurzfristige Chance auf einen Rebound zu unsicher macht, egal, ob unterbewertet oder nicht. Das also nur reine Spielerei, aber man muss sich auch nicht auf jedes Spiel einlassen.
Auf Kryptoseite ist nichts neues passiert. Die zwei Altcoins werden regelrecht vergessen und liegen gelassen. Den $BTC (+1,21 %)-Kurs verfolge ich zwar, aber ich habe im aktuellen Umfeld nicht den Bedarf hier nochmal nachzulegen.
Jetzt heißt es erstmal per Sparplan World+EM stärken, das restliche Geld anstatt ins Depot für den Urlaub raushauen und sich auch mal wieder was gönnen. Gibt ja noch ein paar spannende Themen, die den Markt die nächsten Wochen beeinflussen, schau mir das also planmäßig eher von der Seitenlinie aus an.
Wie siehts bei denen aus, die Anfang des Jahres viel Cash gehalten haben? Seid ihr wieder komplett drin im Markt oder haltet ihr weiterhin vor?

AutoStore ballert regelrecht 25% nach oben 📈 nach dem heute morgen die Q1 Zahlen rauskamen. Hätte ich in der starken Form nicht erwartet, da es zudem in den letzten Wochen ganz schön runterging. Das Teil ist echt schlimmer als Krypto.
Bruttomarge beim letzten mal gesunken, dieses Mal aber wieder auf Rekordniveau von 67%. Die Preiserhöhungen fangen an sich auszuwirken. Bei den letzten Zahlen sprach ich vom "durch äußere Einflüsse in der Vergangenheit gegrabenen Loch", in dem sich das Unternehmen befindet, da scheinen sie sich bereits jetzt schon wieder rauszuwinden.
Der Umsatz zum Vorjahr um 21% gestiegen (zum Vorquartal aber nicht ganz so berauschend). Backlog so hoch wie noch nie.
Ausblick für 2023 bleibt bestehen bei der beim letzten Mal gesenkten Prognose von 700-750 Mio. $ Umsatz.
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, ich nehm die Gewinne hier mit, und geh davon schön essen. So kann man auch seinen Freibetrag ausnutzen.
Wir sind immer noch in einem schwierigen Marktumfeld, die EZB könnte weiterhin den Leitzins anheben. Wie nachhaltig die +25% sind, wird sich zeigen. Am Ausblick von AutoStore hat sich noch nichts geändert, die nächsten Q2 Zahlen könnten dann nochmal für ordentlich Schub sorgen, wenn die Preiserhöhungen weiter ins Ergebnis spielen und die Prognose vielleicht wieder angehoben wird.
Ich denke wir geben bald von den gewonnen Prozenten wieder was ab.
Bei 1,90€ bin ich wieder dabei 😁
+++ Linksammlung +++
Ich wollte schon immer eine eigene Seite haben, die ich auf meinem Profil anpinnen kann, auf denen Beiträge von mir zusammengefasst sind 🚀🚀🚀 ich hab da mal was zusammengestellt. Dieser Einleitungssatz wird die Tage noch angepasst. ChatGPT hat mir noch kein gelungenes reimendes Gedicht über Schildkröten und Börse erstellt. Muss ich vermutlich selbst ran 🙄
Here we go:
📊 - Rund ums Investieren
🦷 Warum man für einen monatlichen Cashflow keine Dividenden braucht - Dividenden auf den Zahn gefühlt
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/S0ChlFMsx6/
🧑🏻👩🏼 Warum setzen so viele junge Leute auf eine Dividendenstrategie? 🤔
Ein Erklärungsversuch
https://getqu.in/TC4EWu/VxxaDT/ 🥇
🤧 Finanzielle Gesundheit eines Unternehmens in Theorie und Praxis
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/TUQ9IRwGKi/
🇳🇴 $AUTO (-17,66 %) - Unternehmensvorstellung AutoStore
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/ozW7ZCUezy/
🤖 $RBOT (-4,51 %) - Automation & Robotics - ETF: Sektorwette - Quo Vadis?
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/jpR4JU67ok/
🐢 - Persönliches
🙋🏻♂️ Vorstellung - Wer ich bin, warum ich investiere
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/AC6AGHND0F/
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/EuwFKSUGuf/
🎂 Happy Börsday - 1 Jahr an der Börse
https://getqu.in/WEG4O1AECMG3/nTMlsaH4jT/
📈 Letztes Depotupdate - April/Mai 2023
https://getqu.in/TC4EWu/WcBOGm/
🎂 Happy Börsday - 2 Jahre an der Börse
🤡 - Memes
Findet ihr unter dem Hashtag: #fabzymeme

Hi Leute,
nach dem abgelaufenen Monat hab ich auch nochmal das Bedürfnis einige Dinge zu meinem Depot mitzuteilen.
Es gab einige Änderungen, Nach- und Neukäufe, Nervenaufreibungen und jede Menge Lessons Learned. Aber der Reihe nach.
Disney musste aus dem Depot weichen und Platz machen für den nachfolgenden Kandidaten. Disney bleibt weiterhin super interessant, aber durch den Tausch nicht mehr für mich. Die Chance den Rücksetzer beim anderen Wert auszunutzen, überwiegte die Perspektive und gefühlte Sicherheit, die mir Disney bietet oder eben auch nicht bietet, einen World mittelfristig outzuperformen.
ASML hatte hier Mitte März im Zuge des Bankenbebens einen lehrbuchhaften Rücksetzer, den ich sehr gut ausgenutzt hatte. Ich schaffe es mittlerweile gut auch Charts in meine Kaufentscheidung einzubringen. Der hatte nämlich verraten, dass wir bei ca. 560€ eine Unterstützung haben. Also habe ich bei 561€ zugeschlagen, mit der Voraussicht, dass es ohne größere negative Einflüsse erstmal nicht tiefer geht. So kam es dann auch.
Mit dem ganzen Switch zwischen $DIS (-5,1 %) und $ASML (-1,84 %) bin ich momentan sehr zufrieden.
Super spannend wurde es mit meiner Erneurbare Energie Wette. Bei 76€ eingestiegen sind wir vor paar Tagen bis auf 60€ und teils darunter abgerauscht. Ich hatte die StopLoss Order knapp unter 60 schon platziert. Die SL zu setzen, und ob überhaupt für mich sinnvoll oder nicht, finde ich momentan noch schwierig. Angelehnt war sie ebenfalls am Chartbild.
Ich hatte sie zum Glück wieder gelöscht denn ich hab mich auf das berufen, weshalb ich überhaupt eingestiegen bin, zumal ich unbedingt den Konzernabschluss 2022 am 31.03. abwarten und "mitmachen" wollte. Und es war gut so. Durch Nachkäufe konnte ich den EK senken und nun mit +10% rund um die gemeldeten Zahlen, bin ich hier wieder +-0. Ab jetzt geht's hoffentlich wieder in die richtige Richtung 📈
AutoStore aus zwei meiner Beiträge hat am Donnerstag eine Patentklage gegen $OCDO (-4,31 %) verloren. Von 6 Patenten wurden zwei im Vorfeld ungültig erklärt, zwei von AutoStore zurückgezogen und zwei mit dem Urteil von Donnerstag "dismissed" (mir fällt gerade kein geeignetes deutsches Wort ein).
Ich hadere momentan mit dem Wert, auch schon vor der Gerichtsentscheidung. Der Titel ist halt im Depot, weil ich das Produkt gut finde. Das Unternehmen mag ordentlich wachsen, aber das drumherum entspricht halt nicht meiner Strategie. Zudem ist $AUTO (-17,66 %) sehr volatil, wöchentlich geht's da 20% rauf und wieder runter.
Spiele daher mit dem Gedanken, das Geld wieder in den $RBOT (-4,51 %) zu stecken, der YTD die deutlich bessere Performance hingelegt hat. Irgendwie fühl ich mich dadurch auch bestätigt, dass ich eben mit dem Sektor-ETF fahre und nicht den Einzeltiteln in dem Bereich.
Fortinet entwickelt sich zur Lieblingsaktie im Depot, die irgendwie nichts erschüttern kann. Tief fallen, großartige Volatilität? Kennt Fortinet nicht. Hier wird eine Stufe nach der anderen erklommen und nicht zurück geschaut. So fühlt es sich jedenfalls an. Schöner Wert, den ich ebenfalls Mitte März nachkaufen konnte. Will die Position noch weiter ausbauen, die Frage bleibt nur wann und zu welchem Preis.
$QNT (+0,32 %) und $ATOM (+8,27 %)
Mit Quant und Cosmos habe ich zwei Kryptowetten ins Depot mit aufgenommen. Der Weg dahin war aber eine einzige Farce, die man eigentlich niemandem erzählen darf 🙄
Mit $AUDIO (+4,71 %) hatte ich schon eine Kryptowette letztes Jahr, die ich aber im Zuge der Krise um Solana verkauft habe... mit -80%.Das Geld ging direkt in Bitcoin, hat also wieder ein paar Prozente gut gemacht. Mit Audius selbst wollte ich nicht mehr gehen, die Idee dahinter überzeugt, die Umsetzung eher nicht.
Weil ich aber überzeugt bin, dass Blockchains gekommen sind um zu bleiben, investiere ich nicht in konkret ein Projekt mit einem Anwendungsfall, sondern in die Notwendigkeit, dass verschiedene Blockchains in Zukunft auch miteinander kommunizieren können müssen. Dabei geht es um die sogenannte Interoperabilität, bei der Quant und Cosmos versuchen genau das zu lösen, dabei aber unterschiedliche Ansätze verfolgen, die sich für mich nicht gegenseitig ausschließen. Natürlich sind die Positionen kleingehalten.
Die Position bei $QNT (+0,32 %) zu eröffnen glich einem Kleinkrieg, weil ich ständig durch den besten Einstiegszeitpunkt die optimale Rendite rausholen wollte. Das Hin und Her zwischen der Angst, dass es nicht mehr so weit runter geht, man also schon etwas verpasst hat und der Gier nach jedem Prozentpünktchen Rendite hat mich echt soweit gebracht, dass ich mich wirklich von mir selbst veräppelt fühlte und mich ernsthaft fragen musste, was ich da eigentlich treibe.
Stop. Reset. Zurück zum Wesentlichen.
Jetzt bin ich ganz happy. Position gekauft und liegen lassen, wenn man überzeugt ist. Das Wesentliche eben.
Was hat mich sonst noch beschäftigt?
Ich muss sagen, diesen Monat ziemlich viel, zu viel. Ich hab 4 Wochen lang im Zuge der Bankenkrise und dem was ihr beim Kryptoteil gelesen habt, soviel selbst gelesen, gehört, konsumiert, dass ich heute sagen muss, es war too much.
So schön sich oben lesen lässt, dass man einen vermeintlich richtigen Einstiegszeitpunkt erwischt hat, so nervenaufreibend ist das aber. Ständiges hin und her und sich selbst in Frage stellen, ob das jetzt perfekt ist was man tut.
Dieses übers Ziel hinausschießen hat es aber auch gebraucht, um wirklich an Grenzen zu stoßen. Man muss nicht alles perfekt machen, kleine Fehler und Ungenauigkeiten sind die Regel an der Börse, es geht nur darum die großen Fehler zu vermeiden.
Lessons learned, again!
Und jetzt habt nen schönen Abend ihr lieben 😘
P.S.: Eigentlich wollte ich nur einen Post schreiben, um unbedingt dieses GIF anzuhängen 🤣

Liebes Tagebuch,
heute kamen die Q4- und 2022er Zahlen für AutoStore heraus und ich erlaube mir mal eine Prognose für den heutigen Kurs.
Die Prognose lautet: 📉
Der Umsatz ist zwar um 58% gegenüber des Vorquartals gestiegen und sogar 78% von 2021 zu 2022. Dennoch wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Gerechnet wurde mit 80% Wachstum.
Gleiche Bild beim Gewinn: EBITDA um 50% gewachsen, erwartet waren eher 60%.
Man steckt aktuell in einem Loch, gegraben von vergangenen Einflüssen. Lieferschwierigkeiten und die erhöhten Kosten für Aluminium veranlassten das Unternehme ihre Preise anzuheben. Das wird sich dieses Jahr zwar durch wieder höhere Bruttomargen bemerkbar machen, jedoch lässt der zurückgegangene Order Intake (-23%) und stagnierende Order Backlog (1,4%) nicht gerade bullish auf 2023 blicken.
Das Ergebnis daraus ist ein reduzierter Outlook bei dem der erwartete Umsatz von 750-800 Mio USD auf 700-750 Mio USD nach unten korrigiert wurde.
Damit wird nur noch von einem Umsatzwachstum von 20-30% dieses Jahr ausgegangen.
Mittelfristig wird man trotzdem dreimal schneller als der Markt wachsen und nicht zu vernachlässigen ist auch die erstmalige Profitabilität in 2022.
Edit:
08:26 Uhr: Aktuell sind wir 4% im Plus ... Mal schauen ob es so bleibt, ich wollte mich mal selbst an die Einschätzung der Zahlen trauen, vielleicht greif ich auch ins Klo 🤣
09:06 Uhr: "It's going down" -8% 🫠
Haaaaaatschi 🤧 - Finanzielle Gesundheit in Theorie und Praxis 💸💸💸
Hi Leute,
es geht weiter im Programm! Und zwar soll es diesmal um die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens gehen. Wann ist ein Unternehmen finanziell gesund? Welche Zahlen kann ich dafür heranziehen und wo finde ich sie in Bilanz und GuV? Welche Kennzahlen ergeben sich daraus und wie interpretiere ich sie?
Als wäre das nicht genug trockene Theorie gibts dazu gleich das Praxisbeispiel mit $AUTO (-17,66 %) aus meinem letzten Beitrag und Originalauszügen aus deren Financial Statement.
Dabei ist der Beitrag auf jeden Fall anfängerfreundlich geschrieben, mit Fokus auf die Zusammenhänge der Dinge.
Zurecht fallt ihr nun in Jubelstürme aus. Aus meinen letzten Beiträgen heraus haben sich immer, in anschließender Diskussionsrunde in den Kommentaren, viele neue Denkanstöße ergeben, die es dann ein paar Tage später selbst wieder in einen Beitrag geschafft haben, der wiederum in den Kommentaren für neue Denkanstöße gesorgt hat, die wiederum … Ihr wisst was ich meine.
Der letzte Post war meine Unternehmensvorstellung zum norwegischen Lagertechnikspezialisten AutoStore. Gerne nochmal hier zum Nachlesen: https://app.getquin.com/activity/hkCUVRxQHh?lang=de&utm_source=sharing
Zugegeben, man könnte behaupten, dass es eher eine Vorstellung des Produkts war, als die des Unternehmens. @BASS-T kommentierte folgerichtig, dass ich doch mal näher auf Bilanz und Zahlen eingehen sollte.
@RealMichaelScott gab zusätzliche Anstöße mit seinen ihm wichtigen Kennzahlen.
Dafür und allen anderen Kommentaren schon einmal Danke 🙏
Was hab ich nun daraus gemacht? Naja, hingesetzt, Bilanz und GuV lesen gelernt und als Abschlussprüfung diesen Beitrag hier geschrieben 🚀
Gestern hat der Meister persönlich @TheAccountant89 einen Beitrag zum Lesen und Verstehen von Bilanzen, GuV und Erfolgsrechnung zusammengestellt. Falls noch nicht geschehen, unbedingt lesen, liken und ein ccf da lassen! Es lohnt sich!
Bevor es richtig losgeht an dieser Stelle nochmal der Hinweis, dass ich bis vor wenigen Wochen bei GuV berufsbedingt noch an "Gewicht- und Volumenprüfung" und nicht an "Gewinn- und Verlustrechnung" gedacht habe 😅 Sollten sich grobe Schnitzer eingeschlichen haben oder ich etwas trotz sorgsamer Recherche und meiner Meinung, dass ich es verstanden habe, falsch darstellen, so weist mich gerne darauf hin, ich werde es dann korrigieren.
Was erwartet euch?
Gesund ist,
I. wer nicht krank ist
II. wer viel selbst bezahlen kann (Eigenkapitalquote)
III. wer Kredite flexibel vom eigenen Konto abbezahlen kann (Gearing)
IV. wer Kredite durch laufendes Einkommen abbezahlen kann (dyn. Verschuldungsgrad)
V. wer beim Geld ausgeben richtig plant (Goodwill-Anteil und Abschreibungen)
I. Gesund ist, wer nicht krank ist
Aus biomedizinischer Sicht ist Gesundheit definiert als Abwesenheit von Krankheit. Klar, lässt man die psychische, seelische und soziale Gesundheit eines Menschen außen vor, bleibt die rein auf Funktionalität beschränkte physische Gesundheit. Da man in profitorientierten Unternehmen, gerade in Bezug auf deren Finanzen und wie sie damit umgehen, selten seelische und soziale Aspekte wiederfindet, wollen wir uns mit der gleichen Definition von Gesundheit an die Recherche zum Wohlbefinden unseres betrachteten Unternehmens machen.
Also: Liegt unser Patient im Sterben? Braucht er nur ein paar (Finanz-)Spritzen? Oder kann er von sich behaupten topfit zu sein? Das versuchen wir mal anhand der nachfolgenden Kennzahlen herauszufinden.
Das Ganze passiert pro Kennzahl in 3 Schritten. Einmal erzähle ich ein bisschen zur Theorie, quasi ein Einstieg in die betrachtete Kennzahl. Warum braucht man sie, was sagt sie aus und wie berechnet sie sich? Bei den Formeln habe ich mich hauptsächlich an Nicolas Schmidlins Buch Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse orientiert. Ich gebe es unten als Quelle an, es diente aber in erster Linie dazu, überhaupt einen Überblick zu bekommen. Weil ich wirklich jedes geschriebene Wort nachvollziehen wollte, fand darüber hinaus auch viel Recherche im Internet statt. Ich werde hier nichts eins zu eins aus dem Buch wiedergeben oder abtippen, sondern meine eigenen Worte wiedergeben.
Ich habe mir als Resultat aus den Kapiteln des Buchs eine wiederverwendbare Excelliste erstellt, in der ich nur noch die Werte aus Bilanz und GuV eintragen muss, und die mir dann die wichtigsten Kennzahlen zur finanziellen Gesundheit ausrechnet.
Los geht's.
II. Eigenkapitalquote
Theorie
Der Überblick über die Kapitalstruktur eines Unternehmens gibt einen ersten und vor allem schnellen Einblick darüber, wie das Unternehmen seine Vermögenswerte finanziert.
Während wir auf der Aktiva-Seite einer Bilanz alle Vermögenswerte eines Unternehmens gelistet haben erhalten wir auf der Passiva-Seite, alle erforderlichen Informationen, woher das Geld für diese Vermögenswerte kommt.
Das Kapital des Unternehmens teilt sich grundlegend in Eigenkapital und Fremdkapital auf. Das Eigenkapital, das auch Buchwert oder im englischen equity, genannt wird, stammt hauptsächlich aus den vom Unternehmen ausgegebenen Aktien.
Das Fremdkapital können Bankkredite oder ausgegebene Unternehmensanleihen sein.
Je mehr Eigenkapital ein Unternehmen besitzt, desto besser kann es Schulden tilgen, Investitionen tätigen und Kosten decken.
Deshalb ist es für uns Investoren strebsam in Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote, also dem Anteil von Eigenkapital am Gesamtvermögen, zu investieren, da wir dadurch größere Liquiditätsengpässe nahezu ausschließen können und wissen, dass unser betrachtetes Unternehmen sich auch durch Krisenzeiten besser manövrieren lässt.
Praxis
Zur Berechnung der Eigenkapitalquote brauchen wir einmal die Werte für das Eigenkapital und die Bilanzsumme, die dem Gesamtvermögen entspricht. Bild 1 zeigt das "Statement of financial position" von AutoStore aus dem Q3/2022. Darin markiert sind die Werte Total Equity für das Eigenkapital und Total Assets für die Bilanzsumme/Gesamtvermögen. Wir setzen die Werte in die Formel ein und berechnen die Eigenkapitalquote von AutoStore.
(Eigenkapital / Gesamtvermögen) = Eigenkapitalquote
(1.195,2 / 1.831,7) = 0,65 * 100 = 65%
Meinung
Mit einer Eigenkapitalquote von 65% steht AutoStore ganz gut da. Wir können anhand dieser Quote erkennen, dass AutoStore relativ unabhängig agieren kann, was Investitionen in die Zukunft angeht. Wir haben ein verringertes Risiko von Zahlungsunfähigkeit und laufen weniger Gefahr, zeitnah in eine Überschuldung zu rennen. Dass die Eigenkapitalquote unter Betrachtung von lediglich zwei Werten aber nur eine erste Einschätzung ist, zeigt uns die Analyse weiterer Kennzahlen in den nachfolgenden Punkten.
II. Gearing
Theorie
Leiht sich das Unternehmen Kredite von Banken fallen die in der Bilanz unter die zinstragenden Verbindlichkeiten oder einfach Finanzverbindlichkeiten. Unter Verbindlichkeiten sind alle Verpflichtungen eines Unternehmens gegenüber Dritten zu verstehen. Haben wir also Finanzverbindlichkeiten, ist das nichts anderes als: Schulden. Und Schulden spielen natürlich bei der Betrachtung der finanziellen Gesundheit eine große Rolle. Die Höhe der Schulden haben wir indirekt schon über die Eigenkapitalquote ermitteln können. Nun geht es darum, wie flexibel das Unternehmen seine Schulden abbezahlen kann. Zur Schuldentilgung kann das Unternehmen erst einmal auf seinen vorhandenen Cashbestand zurückgreifen. Das sind alle Gelder, die das Unternehmen kurzfristig locker machen kann und werden verallgemeinert liquide Mittel genannt. Nun möchte das Gearing versuchen zu klären, wie das Unternehmen die restlichen Schulden mit Hilfe des Eigenkapitals tilgen kann.
Praxis
Als erstes brauchen wir alle Finanzverbindlichkeiten aus der Bilanz. Bild 2 hat alle diese in blau hervorgehoben. Im Falle AutoStore fallen hierunter die Non-current interest bearing liabilities (langfristige zinstragende Verbindlichkeiten), Non-current lease liabilities (langfristige Leasingverbindlichkeiten), die interest bearing liabilities (kurzfristig) und lease liabilities (kurzfristig).
In Summe sind das 421,2 Mio. USD.
Abziehen können wir davon nun die cash and cash equivalents (liquide Mittel). Das Eigenkapital hatten wir schon in Punkt I. ausgelesen.
(Finanzverbindlichkeiten - liquide Mittel) / Eigenkapital = Gearing
(421,2 - 147,2) / 1195,2 = 0,2292 * 100 = 22,92%
Meinung
Allgemein gilt, je niedriger das Gearing, umso geringer ist die Verschuldung des Unternehmens. 10% - 20% sind dabei laut [1] als ideal anzusehen. Schuldenfrei wäre ein Unternehmen, wenn es mehr liquide Mittel als Finanzverbindlichkeiten besitzt. Mit einem Gearing von 22% und in Verbindung mit einer Eigenkapitalquote von 65% lässt sich bis hierhin erst einmal eine niedrige Verschuldung von AutoStore erkennen. Müsste das Unternehmen morgen seine Schulden auf einen Schlag zurückzahlen, kann es dank hoher Cashreserven und Eigenkapital weiterhin operativ agieren. Erst einmal meiner Meinung nach ein solider Ausblick auf die nächsten Quartale.
III. Dynamischer Verschuldungsgrad
Theorie
Stellen wir uns vor, wir müssen einen Kredit an die Bank abbezahlen und tun das von unserem Ersparten auf unserem Konto. Das Ganze würde nur Sinn machen, wenn wir einerseits danach nicht komplett pleite sind und zweitens weiteres Einkommen generieren, um uns auch nach Rückzahlung aller Schulden noch etwas leisten zu können und weiter Vermögen aufzubauen.
Was heißt das also? Auch wenn ein Unternehmen ein niedriges Gearing aufweist, sollte diese Kennzahl zusätzlich nochmal in Bezug zum Free-Cashflow des Unternehmens gesetzt werden.
Der Free-Cashflow ergibt sich aus dem operativen Cashflow minus dem Cashflow aus Investitionstätigkeiten, beides Werte, die sich aus der GuV herauslesen lassen. Ist der Free-Cashflow positiv, hat das Unternehmen im betrachteten Zeitraum Gewinne erwirtschaftet und sein Vermögen vergrößert. Ist der Free-Cashflow negativ, macht das Unternehmen Verluste.
Es ist damit für uns Investoren interessant zu erfahren, ob ein Unternehmen seine Schulden allein durch erwirtschaftete Gewinne tilgen kann und ob sich die durch das Gearing festgestellte niedrige Verschuldung unter Berücksichtigung des Cashflows bestätigt.
Das Ergebnis der gleich folgenden Rechnung ist die Dauer in Jahren, die das Unternehmen brauchen würde, würde es seinen gesamten Free-Cashflow zur Schuldentilgung nutzen.
Zudem kann der dyn. Verschuldungsgrad ein Indikator für zukünftige Kapitalerhöhungen sein. Ist der Gewinn konstant positiv und kann zur Schuldentilgung genutzt werden, würde eine Kapitalerhöhung des Eigenkapitals damit unwahrscheinlicher werden.
Praxis
Die Finanzverbindlichkeiten und liquiden Mittel kennen wir schon, wir müssen nun noch den Free-Cashflow bestimmen. Manchmal ist er direkt aufgeführt, manchmal muss man ihn errechnen. Im Fall AutoStore brauchen wir die Net cash flows from operating activities (operativer Geldfluss) und die Net cash flows from investing activities (Geldfluss aus Investitionstätigkeiten) aus der Gewinn- und Verlustrechnung in Bild 3, die wir voneinander abziehen.
(Finanzverbindlichkeiten - liquide Mittel) / Free-Cashflow = dyn. Verschuldungsgrad
(421,2 - 147,2) / 39,9 = 6,86
Meinung
Mit fast sogar 7 Jahren ist der dynamische Verschuldungsgrad von AutoStore recht hoch, laut Schmidlin sogar kritisch zu sehen. Es würde 7 Jahre dauern, die Schulden bei gleichbleibendem Gewinn zu tilgen. Zur Erinnerung ist AutoStore im Jahr 2022 erstmals profitabel gewesen. Entscheidend wird die Kurve sein, in welche Richtung sich diese Kennzahl entwickelt. Daher ist der dyn. Verschuldungsgrad eine wichtige Kennzahl für die nächsten Quartalszahlen und den bald anstehenden Jahresbericht, ob sich die positive Entwicklung bestätigt. Steigt die Profitabilität und der Free-Cashflow, würde der Verschuldungsgrad sinken.
IV. Goodwill-Anteil und Abschreibungen
Theorie
Bei der finanziellen Stabilität schauen wir natürlich hauptsächlich auf die jetzige Situation, allein dadurch, dass wir mit den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres oder Quartals rechnen. Es gibt aber auch Indizien, wie es um die finanzielle Gesundheit in Zukunft bestellt ist. Eine davon ist eine Betrachtung des ausgeschriebenen Goodwills im Verhältnis zum Eigenkapital.
Was war nochmal der Goodwill? Kaufen wir ein Unternehmen auf, dann erhoffen wir uns davon Synergieeffekte, getreu dem Motto, zusammen schafft man mehr als jeder alleine. Da diese Synergieeffekte aber sich nicht durch das Zusammenrechnen von reinen Vermögenswerten beziffern lassen, tauchen sie als Sonderposten in der Bilanz auf, dem Goodwill.
Der Goodwill ist also ein Betrag, den unser Unternehmen bereit war auf den eigentlichen Kaufpreis des Unternehmens, welches wir übernehmen wollen, drauf zu zahlen.
Der Goodwill selbst ist noch nicht das Problem, er könnte nur zum Problem werden, sollte sich herausstellen, dass die gewünschten Synergieeffekte nicht oder nicht in der erhofften Form eintreten. Was passiert nämlich, wenn dem so ist? Dann muss der Goodwill reduziert, also abgeschrieben werden, was bedeutet, dass dieses plötzliche Loch in der Kasse finanziert werden will und wovon? Richtig, dem Gewinn des Unternehmens, was wir als Investoren aber definitiv nicht wollen.
Deshalb liest man öfter auch von einer tickenden Zeitbombe des Goodwills, weil es für Anleger einfach ein Risiko darstellt, da in Zukunft Gewinne geschmälert werden könnten.
Weil der Goodwill selbst als reine Zahl wenig Aussagekraft besitzt, setzt man ihn ins Verhältnis zum Eigenkapital. Es gilt die Frage zu beantworten, inwieweit mögliche Abschreibungen durch das Eigenkapital gedeckt sind. Je niedriger hier das Ergebnis ist, desto besser.
Praxis
Den Goodwill finden wir direkt ausgeschrieben in der Bilanz. Das Eigenkapital kennen wir ja bereits.
Goodwill / Eigenkapital = Goodwill-Anteil
996,2 / 1.195,2 = 0,8335 * 100 = 83,35%
Meinung
Der Goodwill-Anteil bei AutoStore, man kann es nicht anders sagen, ist definitiv zu hoch und nicht gesund. Von den 83% kommt das Unternehmen nur runter, schreibt es Goodwill ab oder erhöht es sein Eigenkapital bspw. durch die Ausgabe neuer Aktien. Beides wäre aus Aktionärssicht deutlich negativ zu werten.
Fazit - Finanzielle Gesundheit AutoStore
Mit Betrachtung der heutigen Situation, genauer der Situation in Q3/2022, steht AutoStore auf den ersten Blick gut da. Die Eigenkapitalquote lässt dem Unternehmen genug Spielraum, Schulden zu tilgen und in die Zukunft zu investieren, das Gearing in Zusammenhang mit dem dynamischen Verschuldungsgrad lässt aber bereits aufhorchen, dass es in Zukunft auf eine genauere Betrachtung dieser Werte ankommt. Der Goodwill-Anteil ist zu hoch und um mein persönliches Rendite-Risiko-Verhältnis einzuhalten, so gern ich auch das Produkt mag, kommt AutoStore über eine kleinere Position in meinem Portfolio nicht hinaus.
Am 16. Februar gibt's die Zahlen zum Q4 und damit dem gesamten Jahr 2022. Dank unserer Auseinandersetzung mit Bilanz und Cashflow wissen wir nun, worauf wir zu achten haben, können eine Kurve zeichnen und anhand derer eine Investmententscheidung treffen.
Es bleibt also spannend.
Abschließend würde ich von allen, die mehr Ahnung haben als ich, wissen, ob ihr anhand der genannten Zahlen auf das gleiche Fazit kommen würdet.
Vielen Dank fürs Lesen ❤
Quellen:
[1] Buch: Unternehmensvorstellung und Kennzahlenanalyse - Nicolas Schmidlin. ISBN: 978-3800645640
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