Ich mach das ja für @Multibagger auch, hier mal für dich die Analyse nach meinen Formeln und ich steh auf Dividende:
Hier ist der ungeschönte Tacheles-Blick auf SES S.A. (LU0088087324) – und ich sage es dir direkt vorweg: Das ist ein Paradebeispiel für eine absolute Value-Trap (Wertfalle), bei der genau deine harten Ausschlusskriterien wie ein Alarmsystem blinken.
Hier sind die aktuellen Kennzahlen (Stand heute, 26.02.2026, Kurs bei ca. 6,40 €):
Price-Earnings Ratio (KGV): Extrem hoch bis negativ (In 2024 lag der unterm Strich ausgewiesene Gewinn bei winzigen 15 Mio. € bei 2 Mrd. € Umsatz. Oft rutscht SES in Quartalen tief in die roten Zahlen).
Price-Cashflow Ratio (KCV): ca. 2,6 (Achtung: Optische Täuschung, Erklärung folgt unten!).
Price-Sales Ratio (KUV): ca. 1,2.
Price-Book Value Ratio (KBV): ca. 1,0.
Dividend Yield: ca. 7,8 % (Zuletzt 0,50 € je Aktie).
Der Realitäts-Check nach deinen Formeln
1. Die Core Quality Formel (Umsatzwachstum + Operative Marge)
Hier erlebt dein Filter einen totalen Systemabsturz:
Umsatzwachstum: Das organische Wachstum der letzten Jahre war ein einziges Trauerspiel (stagnierend bis negativ, meist um die -1 % bis +2 %). Das einzige Wachstum kommt jetzt teuer erkauft durch die gigantische Übernahme des Konkurrenten Intelsat.
Operative Marge: Satellitenbetreiber haben eine hohe EBITDA-Marge, aber Satelliten veralten und müssen gnadenlos abgeschrieben werden. Wenn wir auf das echte EBIT (die harte operative Marge nach Abschreibungen) schauen, liegt SES oft bei winzigen 1 % bis maximal 9 %.
Dein Score: Im besten Fall kommst du auf einen Score von 10.
Dein eigenes Urteil: Alles unter 15 ist schwach. Die Aktie fällt krachend durch dein Qualitäts-Raster.
2. Die Cashflow Quality Formel & Dividenden-Filter
Jetzt wird es richtig spannend, denn hier lockt die Falle:
SES erwirtschaftet einen massiven operativen Cashflow (oft über 1 Milliarde Euro).
ABER (Das CapEx-Monster): Das Geschäftsmodell (Satelliten ins All schießen) ist absurd kapitalintensiv. Das CapEx frisst jährlich zwischen 600 und 700 Millionen Euro auf!
Der bereinigte Free Cashflow (FCF) lag 2024 bei rund 250 Mio. €. Die Free-Cashflow-Yield liegt bei der aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 2,7 Mrd. € damit bei attraktiven 9,2 %.
Der Dividenden-Check: Die Dividende (ca. 185 Mio. € Ausschüttung) ist durch diesen FCF gerade so gedeckt. Aber zu welchem Preis? SES sitzt auf einem gigantischen Schuldenberg von aktuell fast 5,8 Milliarden Euro (Net Leverage von über 3,7x nach der Intelsat-Übernahme). Die Dividende in so einer massiven Verschuldungssituation unangetastet zu lassen, grenzt an Bilanz-Akrobatik.
3. Dein eisernes Ausschlusskriterium
Du hast die Regel selbst aufgestellt: Kein Kauf bei stagnierendem/negativem Umsatzwachstum oder wenn die operative Marge dauerhaft < 5 % ist. Beides ist bei SES der Fall. Das organische Geschäft blutet langfristig aus, und unterm Strich bleibt (nach Abschreibungen) kaum Gewinn übrig.
Dazu kommt das absolute „Story > Numbers“-Szenario: SES verkauft gerade die große Fantasie einer „Multi-Orbit-Revolution“, der Intelsat-Integration und des neuen europäischen Satelliten-Netzwerks IRIS2. Die harte Realität in den Büchern ist aber ein stagnierendes, hochverschuldetes Unternehmen, das jeden verdienten Cent sofort wieder ins All schießen muss, nur um nicht den Anschluss an Elon Musks Starlink zu verlieren.
Mein Fazit (Tacheles)
FINGER WEG! Lass dich von der fast 8 %igen Dividendenrendite nicht blenden. SES ist keine echte „Cash-Maschine“, sondern ein extrem kapitalintensives, hochverschuldetes Infrastruktur-Grab, dessen Aktienkurs seit Jahren den Weg nach unten sucht (von über 20 € in 2017 auf heute 6,40 €).
Das ist genau die Art von „Value Trap“, vor der dich deine eigenen Formeln perfekt beschützen.
Hier ist der ungeschönte Tacheles-Blick auf SES S.A. (LU0088087324) – und ich sage es dir direkt vorweg: Das ist ein Paradebeispiel für eine absolute Value-Trap (Wertfalle), bei der genau deine harten Ausschlusskriterien wie ein Alarmsystem blinken.
Hier sind die aktuellen Kennzahlen (Stand heute, 26.02.2026, Kurs bei ca. 6,40 €):
Price-Earnings Ratio (KGV): Extrem hoch bis negativ (In 2024 lag der unterm Strich ausgewiesene Gewinn bei winzigen 15 Mio. € bei 2 Mrd. € Umsatz. Oft rutscht SES in Quartalen tief in die roten Zahlen).
Price-Cashflow Ratio (KCV): ca. 2,6 (Achtung: Optische Täuschung, Erklärung folgt unten!).
Price-Sales Ratio (KUV): ca. 1,2.
Price-Book Value Ratio (KBV): ca. 1,0.
Dividend Yield: ca. 7,8 % (Zuletzt 0,50 € je Aktie).
Der Realitäts-Check nach deinen Formeln
1. Die Core Quality Formel (Umsatzwachstum + Operative Marge)
Hier erlebt dein Filter einen totalen Systemabsturz:
Umsatzwachstum: Das organische Wachstum der letzten Jahre war ein einziges Trauerspiel (stagnierend bis negativ, meist um die -1 % bis +2 %). Das einzige Wachstum kommt jetzt teuer erkauft durch die gigantische Übernahme des Konkurrenten Intelsat.
Operative Marge: Satellitenbetreiber haben eine hohe EBITDA-Marge, aber Satelliten veralten und müssen gnadenlos abgeschrieben werden. Wenn wir auf das echte EBIT (die harte operative Marge nach Abschreibungen) schauen, liegt SES oft bei winzigen 1 % bis maximal 9 %.
Dein Score: Im besten Fall kommst du auf einen Score von 10.
Dein eigenes Urteil: Alles unter 15 ist schwach. Die Aktie fällt krachend durch dein Qualitäts-Raster.
2. Die Cashflow Quality Formel & Dividenden-Filter
Jetzt wird es richtig spannend, denn hier lockt die Falle:
SES erwirtschaftet einen massiven operativen Cashflow (oft über 1 Milliarde Euro).
ABER (Das CapEx-Monster): Das Geschäftsmodell (Satelliten ins All schießen) ist absurd kapitalintensiv. Das CapEx frisst jährlich zwischen 600 und 700 Millionen Euro auf!
Der bereinigte Free Cashflow (FCF) lag 2024 bei rund 250 Mio. €. Die Free-Cashflow-Yield liegt bei der aktuellen Marktkapitalisierung von ca. 2,7 Mrd. € damit bei attraktiven 9,2 %.
Der Dividenden-Check: Die Dividende (ca. 185 Mio. € Ausschüttung) ist durch diesen FCF gerade so gedeckt. Aber zu welchem Preis? SES sitzt auf einem gigantischen Schuldenberg von aktuell fast 5,8 Milliarden Euro (Net Leverage von über 3,7x nach der Intelsat-Übernahme). Die Dividende in so einer massiven Verschuldungssituation unangetastet zu lassen, grenzt an Bilanz-Akrobatik.
3. Dein eisernes Ausschlusskriterium
Du hast die Regel selbst aufgestellt: Kein Kauf bei stagnierendem/negativem Umsatzwachstum oder wenn die operative Marge dauerhaft < 5 % ist. Beides ist bei SES der Fall. Das organische Geschäft blutet langfristig aus, und unterm Strich bleibt (nach Abschreibungen) kaum Gewinn übrig.
Dazu kommt das absolute „Story > Numbers“-Szenario: SES verkauft gerade die große Fantasie einer „Multi-Orbit-Revolution“, der Intelsat-Integration und des neuen europäischen Satelliten-Netzwerks IRIS2. Die harte Realität in den Büchern ist aber ein stagnierendes, hochverschuldetes Unternehmen, das jeden verdienten Cent sofort wieder ins All schießen muss, nur um nicht den Anschluss an Elon Musks Starlink zu verlieren.
Mein Fazit (Tacheles)
FINGER WEG! Lass dich von der fast 8 %igen Dividendenrendite nicht blenden. SES ist keine echte „Cash-Maschine“, sondern ein extrem kapitalintensives, hochverschuldetes Infrastruktur-Grab, dessen Aktienkurs seit Jahren den Weg nach unten sucht (von über 20 € in 2017 auf heute 6,40 €).
Das ist genau die Art von „Value Trap“, vor der dich deine eigenen Formeln perfekt beschützen.
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•@Raketentoni ganz nachvollziehen kann ich die dividenzahlung bei der hohen Schuldenlast auch nicht.
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•@Raketentoni Das ist mal eine krasse andere Ansicht. Kann man sich so extrem in einer Aktie und den Bewertungen irren?
Bin etwas geschockt über Schein und Sein.
Bin etwas geschockt über Schein und Sein.
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•@TradingHase ich arbeite nur mit Formeln, die mir klar zeigen ob nach meinen Kriterien ein Kauf oder nicht. Das hier ist ne "BumsBude" 😬 kannst ja short gehen
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•@Raketentoni Sind das Formeln die du in eine KI fütterst?
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@Raketentoni mein Lieber , ich kann dich nicht markieren. In meinem Verkehrsampel Post habe ich dich erwähnt. Hier bekommt die Aktie Rot. Scheint ein ähnlicher Score wie deiner zu sein
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•@Raketentoni Ganz soooo als Value Trap mag ich das jetzt nicht sehen. Durch die Intelsatfusion sind schon Synergieeffekte zu sehen die den Abstieg im ursprünglichen Kerngeschäft durchaus kompensieren können. DER Highflyer werden die wohl nicht werden, aber für einen reinen Dividendenjäger ist wäre eine stabile Dividende bei Kapitalerhalt erstmal ausreichend, da ja der Cashflow zählt. Ich bin aber auch erst am Anfang mit eingehender Recherche zu dem mir bisher unbekannten Titel. Riskant mit Phantasie. Mal schauen
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•@Dividendenopi ach alles gut, jeder so wie er mag. Ich sag ja jeder hat seine Strategie 😬 ich finde den Austausch in der Community einfach gut.
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•@Raketentoni DAS genau macht in meinen Augen die Community so wertvoll. Nicht nur dem Beitragsersteller zu gefallen mit Posts wie geil, superklasse und kauf ich sofort. Sondern auch differenziert auf die Situation zu schauen. Und das genau, denke ich zumindest, ist auch die Intension von unserem Maschinisten😁😉 @Tenbagger2024 . Klar freut er sich über Lob, kann aber genauso gut mit konstruktiven Beiträgen umgehen, das zeigt ihm auch, dass man sich mit den Titeln auseinandersetzt und andere Ansichten wohlmöglich hat. Ich finde Deine Argumentation durchaus nachvollziehbar und sehe da viele Ansätze die es zu prüfen gilt bevor man investiert und für mich ein sehr wertvoller Beitrag von Dir. Im Endergebnis entschiedet jeder für sich selbst. Ich würde mal sagen gerade bei diesem Titel... stay tunded
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•@Raketentoni eine Bitte hätte ich, wenn Du Dir vielleicht die Zeit nimmst. Ich beiße mich gerade in $AAD fest, warum auch immer. Finde die "Bude" durchaus spannend, auch wenn auf den ersten Blick so rein gar nichts für die spricht. Aber sie haben strategisch zugekauft, ja im kleinen Rahmen, und sind durch ihre Spezialisierung im Verhältnis zu den Bigplayern in meinen Augen stabil aufgestellt. Und sollten sich die Szenarien einer anziehenden Wirtschaft bewahrheiten, sehe ich dort einiges an Potential. Die Dividende wird dieses Jahr deutlich gekürzt werden ( müssen), allerdings sehe ich hier spekulativ einen guten Einstiegszeitpunkt um sich perspektivisch in 2 oder 3 Jahren eine mehr als auskömmliche Dividendenrendite zu sichern. Dein Blick als "Außenstehender" auf die Situation würde mich wirklich interessieren.
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•@Dividendenopi hab ich noch schnell für dich gemacht 😬 ich liebe die Wortwahl meines Promts 😂😂😂
Du sagst es ja selbst: Auf den ersten Blick spricht absolut nichts für die "Bude". Und genau da fängt der Tacheles an. Du wettest hier auf ein astreines, zyklisches Turnaround-Szenario und die Fantasie einer anziehenden deutschen Wirtschaft.
Lass uns die nackten Zahlen und Fakten (Stand Ende Februar 2026, Kurs nach dem jüngsten massiven Absturz bei ca. 28,85 €) schonungslos auf den Tisch legen, bevor die Turnaround-Hoffnung zu groß wird. Amadeus Fire hat erst vor wenigen Tagen die vorläufigen Zahlen für das Krisenjahr 2025 gemeldet.
Hier sind die 5 zentralen Kennzahlen:
Price-Earnings Ratio (KGV): ca. 30 (Der Gewinn ist 2025 massiv implodiert, das Ergebnis pro Aktie dürfte nur noch bei knapp 1,00 € liegen).
Price-Cashflow Ratio (KCV): ca. 10 bis 12 (Der operative Cashflow steht durch die Restrukturierungen massiv unter Druck).
Price-Sales Ratio (KUV): ca. 0,43 (Bei einer winzigen Marktkapitalisierung von nur noch 157 Mio. € und ca. 364 Mio. € Jahresumsatz. Die Aktie ist optisch spottbillig).
Price-Book Value Ratio (KBV): ca. 1,2.
Dividend Yield: Historisch absurd hoch, aber wie du völlig richtig analysiert hast, wird die extrem schmerzhaft gekappt. Die Markterwartungen für die nächste Ausschüttung liegen bei ca. 0,65 €. Das entspräche einer Rendite von mageren 2,2 %.
Der Realitäts-Check
1. Die Core Quality Formel (Umsatzwachstum + Operative Marge)
Das vorläufige Zahlenwerk für 2025 ist ein absolutes Blutbad:
Umsatzwachstum: Das Geschäft ist im vergangenen Jahr um satte -17 % eingebrochen (von über 440 Mio. € auf 364 Mio. €).
Operative Marge: Das operative EBITA ist auf magere 14 Mio. € zusammengeschmolzen. Das entspricht einer operativen Marge von winzigen 3,8 %.
Der Score: -17 + 3,8 = -13,2.
Ein negativer Score! Von der harten 15er-Untergrenze für "solides" Wachstum ist das Unternehmen aktuell Lichtjahre entfernt.
2. Die Cashflow Quality Formel & Dividenden-Filter
Wenn das operative Geschäft und der Umsatz so rasant schrumpfen, bleibt logischerweise auch kein massiver Free Cashflow übrig, um eine FCF-Yield von über 5 % zu rechtfertigen.
Beim Dividenden-Filter reißt Amadeus Fire mit den erwarteten 2,2 % die zwingende 3,5 %-Hürde deutlich. Und die Ausnahme für niedrigere Dividenden ("hohes Wachstum, extrem starke Bilanz") zieht hier nicht, denn das Wachstum ist aktuell tiefrot.
3. Das eiserne Ausschlusskriterium
Hier schnappt die Falle ohne jede Gnade zu:
Umsatzwachstum stagnierend oder negativ? Check (-17 %).
Operative Marge dauerhaft < 5 %? Sie ist in 2025 auf 3,8 % gekracht. Ob das "dauerhaft" bleibt, wird erst die Zukunft zeigen, aber die rote Lampe brennt lichterloh.
Story > Numbers? Absoluter Check. Deine gesamte Investment-These (stabile Spezialisierung, anziehende Wirtschaft, fette Dividendenrendite auf den Einstandskurs in 3 Jahren) ist zu 100 % "Story" und Zukunftshoffnung. Die harten Zahlen der Gegenwart spiegeln das in keinster Weise wider.
Mein Fazit (Tacheles)
Nach den strengen qualitativen und fundamentalen Filterregeln für echte "Cash-Maschinen" greift hier ein knallhartes Kaufverbot. Amadeus Fire hat auf der sicheren Seite deines Depots absolut nichts zu suchen.
ABER: Wir beide wissen, dass du die Extreme liebst und langweilige Mittelfeld-Aktien meidest. Wenn du dieses Unternehmen ganz bewusst als extrem zyklisches "Lotterielos" für die wilde, hochriskante Seite deiner Strategie betrachtest, sieht die Welt anders aus.
Personaldienstleister sind der ultimative Frühindikator der Wirtschaft. Wenn der Markt dreht und die Unternehmen aus dem Einstellungsstopp erwachen, knallt der operative Hebel bei diesen stark abgestraften Werten brutal nach oben. Genau daraus resultiert deine erhoffte Mega-Dividende in 3 Jahren.
Du sagst es ja selbst: Auf den ersten Blick spricht absolut nichts für die "Bude". Und genau da fängt der Tacheles an. Du wettest hier auf ein astreines, zyklisches Turnaround-Szenario und die Fantasie einer anziehenden deutschen Wirtschaft.
Lass uns die nackten Zahlen und Fakten (Stand Ende Februar 2026, Kurs nach dem jüngsten massiven Absturz bei ca. 28,85 €) schonungslos auf den Tisch legen, bevor die Turnaround-Hoffnung zu groß wird. Amadeus Fire hat erst vor wenigen Tagen die vorläufigen Zahlen für das Krisenjahr 2025 gemeldet.
Hier sind die 5 zentralen Kennzahlen:
Price-Earnings Ratio (KGV): ca. 30 (Der Gewinn ist 2025 massiv implodiert, das Ergebnis pro Aktie dürfte nur noch bei knapp 1,00 € liegen).
Price-Cashflow Ratio (KCV): ca. 10 bis 12 (Der operative Cashflow steht durch die Restrukturierungen massiv unter Druck).
Price-Sales Ratio (KUV): ca. 0,43 (Bei einer winzigen Marktkapitalisierung von nur noch 157 Mio. € und ca. 364 Mio. € Jahresumsatz. Die Aktie ist optisch spottbillig).
Price-Book Value Ratio (KBV): ca. 1,2.
Dividend Yield: Historisch absurd hoch, aber wie du völlig richtig analysiert hast, wird die extrem schmerzhaft gekappt. Die Markterwartungen für die nächste Ausschüttung liegen bei ca. 0,65 €. Das entspräche einer Rendite von mageren 2,2 %.
Der Realitäts-Check
1. Die Core Quality Formel (Umsatzwachstum + Operative Marge)
Das vorläufige Zahlenwerk für 2025 ist ein absolutes Blutbad:
Umsatzwachstum: Das Geschäft ist im vergangenen Jahr um satte -17 % eingebrochen (von über 440 Mio. € auf 364 Mio. €).
Operative Marge: Das operative EBITA ist auf magere 14 Mio. € zusammengeschmolzen. Das entspricht einer operativen Marge von winzigen 3,8 %.
Der Score: -17 + 3,8 = -13,2.
Ein negativer Score! Von der harten 15er-Untergrenze für "solides" Wachstum ist das Unternehmen aktuell Lichtjahre entfernt.
2. Die Cashflow Quality Formel & Dividenden-Filter
Wenn das operative Geschäft und der Umsatz so rasant schrumpfen, bleibt logischerweise auch kein massiver Free Cashflow übrig, um eine FCF-Yield von über 5 % zu rechtfertigen.
Beim Dividenden-Filter reißt Amadeus Fire mit den erwarteten 2,2 % die zwingende 3,5 %-Hürde deutlich. Und die Ausnahme für niedrigere Dividenden ("hohes Wachstum, extrem starke Bilanz") zieht hier nicht, denn das Wachstum ist aktuell tiefrot.
3. Das eiserne Ausschlusskriterium
Hier schnappt die Falle ohne jede Gnade zu:
Umsatzwachstum stagnierend oder negativ? Check (-17 %).
Operative Marge dauerhaft < 5 %? Sie ist in 2025 auf 3,8 % gekracht. Ob das "dauerhaft" bleibt, wird erst die Zukunft zeigen, aber die rote Lampe brennt lichterloh.
Story > Numbers? Absoluter Check. Deine gesamte Investment-These (stabile Spezialisierung, anziehende Wirtschaft, fette Dividendenrendite auf den Einstandskurs in 3 Jahren) ist zu 100 % "Story" und Zukunftshoffnung. Die harten Zahlen der Gegenwart spiegeln das in keinster Weise wider.
Mein Fazit (Tacheles)
Nach den strengen qualitativen und fundamentalen Filterregeln für echte "Cash-Maschinen" greift hier ein knallhartes Kaufverbot. Amadeus Fire hat auf der sicheren Seite deines Depots absolut nichts zu suchen.
ABER: Wir beide wissen, dass du die Extreme liebst und langweilige Mittelfeld-Aktien meidest. Wenn du dieses Unternehmen ganz bewusst als extrem zyklisches "Lotterielos" für die wilde, hochriskante Seite deiner Strategie betrachtest, sieht die Welt anders aus.
Personaldienstleister sind der ultimative Frühindikator der Wirtschaft. Wenn der Markt dreht und die Unternehmen aus dem Einstellungsstopp erwachen, knallt der operative Hebel bei diesen stark abgestraften Werten brutal nach oben. Genau daraus resultiert deine erhoffte Mega-Dividende in 3 Jahren.
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