Ciao @Smudeo! Mr. Prompt hier. Mach mal Platz auf der Vespa, wir müssen da mal kurz über deinen Trade sprechen. 🛵
Du verkaufst also BP (Öl) und Verizon (Telekom) – quasi die langweiligsten, aber krisenresistentesten Witwen-und-Waisen-Papiere der Welt – um dir ausgerechnet jetzt eine zyklische südeuropäische Bank ins Depot zu legen? Mutig! Das LIRA-Bild in deinem Post passt da übrigens perfekt: Nostalgie pur, genau wie die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen ewig auf diesem Rekordniveau hält.
Lass uns deine "Gesamtbewertung" mal kurz durch die kalte AOK-Brille betrachten:
* Der Rückspiegel-Fehler: Du feierst das "überdurchschnittliche Gewinn- und Umsatzwachstum" und die traumhaften Margen. Fakt ist: Das war kein organisches Genie-Wachstum des Managements, sondern ein Milliarden-Geschenk von Christine Lagarde (EZB). Jede Bank druckt bei steigenden Zinsen Geld. Du kaufst hier die Party von gestern.
* Die Zinswende ist kein "Beobachtungspunkt": Du nennst das Zinsrisiko lapidar als Randnotiz. Mein Bester, das ist der Elefant im Raum! Die Zinsen beginnen zu bröckeln. Wenn die Leitzinsen sinken, schmilzt Intesas Nettozinsmarge (NII) schneller als ein Gelato in der römischen Mittagssonne.
* 6-7 % Dividende? Ja, aktuell sieht der Yield saftig aus. Aber Banken-Dividenden am absoluten Peak des Zinszyklus zu kaufen, ist wie der Kauf eines Cabrios im November: Sieht auf dem Papier nach Spaß aus, wird aber erstmal eine Weile ungemütlich. Du hast den "deutlichen Kursanstieg" ja selbst bemerkt. Der Markt preist das Best-Case-Szenario bereits voll ein.
Mein Mr. Prompt-Fazit für dich:
Intesa Sanpaolo ist fundamental eine der besten und bestgeführten Banken Europas (deutlich krisenfester als viele Konkurrenten). Als langjähriger Halte-Wert völlig in Ordnung. Aber jetzt nach der Rallye noch eine Tranche nachzulegen, während die Zinswende vor der Tür steht, riecht verdächtig nach klassischem FOMO (Fear Of Missing Out).
Hoffen wir mal, dass dein Geldspeicher am Ende nicht so alt aussieht wie die Lira auf deinem Bild! 😉
Du verkaufst also BP (Öl) und Verizon (Telekom) – quasi die langweiligsten, aber krisenresistentesten Witwen-und-Waisen-Papiere der Welt – um dir ausgerechnet jetzt eine zyklische südeuropäische Bank ins Depot zu legen? Mutig! Das LIRA-Bild in deinem Post passt da übrigens perfekt: Nostalgie pur, genau wie die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen ewig auf diesem Rekordniveau hält.
Lass uns deine "Gesamtbewertung" mal kurz durch die kalte AOK-Brille betrachten:
* Der Rückspiegel-Fehler: Du feierst das "überdurchschnittliche Gewinn- und Umsatzwachstum" und die traumhaften Margen. Fakt ist: Das war kein organisches Genie-Wachstum des Managements, sondern ein Milliarden-Geschenk von Christine Lagarde (EZB). Jede Bank druckt bei steigenden Zinsen Geld. Du kaufst hier die Party von gestern.
* Die Zinswende ist kein "Beobachtungspunkt": Du nennst das Zinsrisiko lapidar als Randnotiz. Mein Bester, das ist der Elefant im Raum! Die Zinsen beginnen zu bröckeln. Wenn die Leitzinsen sinken, schmilzt Intesas Nettozinsmarge (NII) schneller als ein Gelato in der römischen Mittagssonne.
* 6-7 % Dividende? Ja, aktuell sieht der Yield saftig aus. Aber Banken-Dividenden am absoluten Peak des Zinszyklus zu kaufen, ist wie der Kauf eines Cabrios im November: Sieht auf dem Papier nach Spaß aus, wird aber erstmal eine Weile ungemütlich. Du hast den "deutlichen Kursanstieg" ja selbst bemerkt. Der Markt preist das Best-Case-Szenario bereits voll ein.
Mein Mr. Prompt-Fazit für dich:
Intesa Sanpaolo ist fundamental eine der besten und bestgeführten Banken Europas (deutlich krisenfester als viele Konkurrenten). Als langjähriger Halte-Wert völlig in Ordnung. Aber jetzt nach der Rallye noch eine Tranche nachzulegen, während die Zinswende vor der Tür steht, riecht verdächtig nach klassischem FOMO (Fear Of Missing Out).
Hoffen wir mal, dass dein Geldspeicher am Ende nicht so alt aussieht wie die Lira auf deinem Bild! 😉
•
88
•@Raketentoni agree with that this is yesterdays party, but why do you think interest rates will further fall, specially since inflation outlook in EU is not looking bright either.
•
22
•2Tg
@Routine123 so what tend banks to today when inflation is high?…
•
11
•@jkb92 @Routine123
Da sind sie, die Makro-Ökonomen aus dem Forum! Herrlich. Wenn es um Zinsen und Inflation geht, wird es immer sofort philosophisch. Mr. Prompt hat den Espresso abgestellt und die Tastatur poliert.
Hier ist deine Antwort für die beiden – knackig, mit der nötigen Arroganz der Fakten und natürlich zweisprachig serviert.
🇩🇪 Deutsche Version
@Routine123 & @jkb92: Mr. Prompt hier. Schnallt euch an, wir machen einen kurzen Ausflug in die makroökonomische Realität. 🎓
Ihr fragt euch, warum die Party bei den Banken vorbei ist, selbst wenn die Zinsen wegen der hartnäckigen Inflation oben bleiben sollten? Ein Wort: Stagflation.
Wenn die EZB die Zinsen künstlich oben halten muss, um die Inflation zu bekämpfen, würgt sie die europäische Wirtschaft unweigerlich ab. Und was passiert dann mit euren geliebten Banken?
* Das Kreditwachstum stirbt: Wer nimmt bei diesen Zinsen und trüben Aussichten noch Kredite für Bauprojekte oder Expansionen auf? Niemand.
* Die Kreditausfälle (NPLs) explodieren: Unternehmen und Häuslebauer können ihre teuren Anschlussfinanzierungen nicht mehr stemmen. Die Banken müssen massive Rückstellungen für faule Kredite bilden, was den Gewinn direkt auffrisst.
* Die Kostenfalle: Hohe Inflation bedeutet auch für Banken steigende operative Kosten (Stichwort: Lohn-Preis-Spirale bei den Mitarbeitern).
Das Fazit: Entweder die EZB senkt die Zinsen, um die Wirtschaft zu retten (dann schmilzt die Nettozinsmarge der Banken sofort ab) – ODER sie lässt die Zinsen oben und die Wirtschaft crasht (dann fressen die Kreditausfälle den Gewinn).
So oder so: Die "Peak-Profitabilität", bei der Banken risikolos Geld bei der Zentralbank geparkt haben, liegt im Rückspiegel. Das "Free Money"-Buffet ist abgeräumt. ☕📉
🇬🇧 Englische Version (Für die internationalen Kollegen)
@Routine123 & @jkb92: Mr. Prompt here. Buckle up, we’re taking a quick trip into macroeconomic reality. 🎓
You are wondering why the banking party is over, even if interest rates stay high due to sticky inflation? One word: Stagflation.
If the ECB is forced to keep rates high to fight inflation, they will inevitably suffocate the European economy. And what does that mean for banks today?
* Credit growth dies: Who is taking out new loans for construction or business expansion with these rates and gloomy outlooks? Nobody.
* Non-Performing Loans (NPLs) skyrocket: Companies and homeowners won't be able to afford their refinancing. Banks will have to build massive provisions for bad debt, which eats directly into their profits.
* The cost trap: High inflation also means rising operating costs for banks (think wage-price spirals for their employees).
The Bottom Line:
Either the ECB cuts rates to save the economy (which immediately crushes the banks' Net Interest Margins) – OR they keep rates high and the economy tanks (which means default provisions will devour the profits).
Either way: "Peak profitability", where banks just parked money risk-free at the central bank, is in the rearview mirror. The "free money" buffet is officially closed. ☕📉
Da sind sie, die Makro-Ökonomen aus dem Forum! Herrlich. Wenn es um Zinsen und Inflation geht, wird es immer sofort philosophisch. Mr. Prompt hat den Espresso abgestellt und die Tastatur poliert.
Hier ist deine Antwort für die beiden – knackig, mit der nötigen Arroganz der Fakten und natürlich zweisprachig serviert.
🇩🇪 Deutsche Version
@Routine123 & @jkb92: Mr. Prompt hier. Schnallt euch an, wir machen einen kurzen Ausflug in die makroökonomische Realität. 🎓
Ihr fragt euch, warum die Party bei den Banken vorbei ist, selbst wenn die Zinsen wegen der hartnäckigen Inflation oben bleiben sollten? Ein Wort: Stagflation.
Wenn die EZB die Zinsen künstlich oben halten muss, um die Inflation zu bekämpfen, würgt sie die europäische Wirtschaft unweigerlich ab. Und was passiert dann mit euren geliebten Banken?
* Das Kreditwachstum stirbt: Wer nimmt bei diesen Zinsen und trüben Aussichten noch Kredite für Bauprojekte oder Expansionen auf? Niemand.
* Die Kreditausfälle (NPLs) explodieren: Unternehmen und Häuslebauer können ihre teuren Anschlussfinanzierungen nicht mehr stemmen. Die Banken müssen massive Rückstellungen für faule Kredite bilden, was den Gewinn direkt auffrisst.
* Die Kostenfalle: Hohe Inflation bedeutet auch für Banken steigende operative Kosten (Stichwort: Lohn-Preis-Spirale bei den Mitarbeitern).
Das Fazit: Entweder die EZB senkt die Zinsen, um die Wirtschaft zu retten (dann schmilzt die Nettozinsmarge der Banken sofort ab) – ODER sie lässt die Zinsen oben und die Wirtschaft crasht (dann fressen die Kreditausfälle den Gewinn).
So oder so: Die "Peak-Profitabilität", bei der Banken risikolos Geld bei der Zentralbank geparkt haben, liegt im Rückspiegel. Das "Free Money"-Buffet ist abgeräumt. ☕📉
🇬🇧 Englische Version (Für die internationalen Kollegen)
@Routine123 & @jkb92: Mr. Prompt here. Buckle up, we’re taking a quick trip into macroeconomic reality. 🎓
You are wondering why the banking party is over, even if interest rates stay high due to sticky inflation? One word: Stagflation.
If the ECB is forced to keep rates high to fight inflation, they will inevitably suffocate the European economy. And what does that mean for banks today?
* Credit growth dies: Who is taking out new loans for construction or business expansion with these rates and gloomy outlooks? Nobody.
* Non-Performing Loans (NPLs) skyrocket: Companies and homeowners won't be able to afford their refinancing. Banks will have to build massive provisions for bad debt, which eats directly into their profits.
* The cost trap: High inflation also means rising operating costs for banks (think wage-price spirals for their employees).
The Bottom Line:
Either the ECB cuts rates to save the economy (which immediately crushes the banks' Net Interest Margins) – OR they keep rates high and the economy tanks (which means default provisions will devour the profits).
Either way: "Peak profitability", where banks just parked money risk-free at the central bank, is in the rearview mirror. The "free money" buffet is officially closed. ☕📉
•
33
•@Raketentoni ich sehe Banken nicht ganz so skeptisch. Siehe letzte Zahlen bei $INGA . Klar, die heiße Phase des Gelddruckens für Banken ist vorbei. Aber zum einen werden die Zinsen langfristig eher weiter sinken (ohne Irankrieg hätten wir wohl schon eine weiteren Schritt in diese Richtung gehabt) und zum anderen gibt es Konsolidierungsdruck in Europa. Da die richtigen zu finden wäre ein Träumchen zum jetzigen Zeitpunkt
•
11
••
11
•@Raketentoni this aligns with my comment. It seems like I alsomissread that you expect further cut of interest rates, therefore was my question about it. NLP rate is already going upward in some EU markets and there is many iniciatives in goverments that banking high profit is extra taxed. If inflation continues and increases, which was already expected due to heavy military spending inside EU even before Iran conflict, and now with this crisis it is at best case that rates will remain the same. Due to its nature EU banks will be always profitable, but in any case I cannot see how banks profits will significantly increase in the upcoming periods, specially since they alread laid off much personel already, so on cost side there is no much more to cut to compensate :/
•
22
•