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„Wir liegen Jahre zurück“: Tesla-KI-Chef gesteht Rückstand bei autonomem Fahren ein

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Kurz vor dem Start des neuen Robotaxi-Dienstes sorgt eine überraschend ehrliche Aussage für einen tiefen Einblick in die wahren Fähigkeiten des Unternehmens.


Von Hannah Klaiber

01.06.2025, 16:50 Uhr


In einem seltenen Moment der Offenheit hat Ashok Elluswamy, Leiter für KI und Autopilot-Software beim Autobauer Tesla aus Austin im US-Bundesstaat Texas, einen erheblichen technologischen Rückstand gegenüber der Konkurrenz eingeräumt. Im Gespräch mit einem Journalisten gab Elluswamy zu, dass Teslas Technologie für das vollständig autonome Fahren (FSD) der von Waymo, einem Tochterunternehmen der Google-Mutter Alphabet aus Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien hinterherhinkt.•


Wörtlich sagte der KI-Chef: „Technisch gesehen ist Waymo bereits leistungsfähig. Wir liegen vielleicht ein paar Jahre zurück.“ Diese Aussage liefert eine bemerkenswerte Einordnung, da Waymo bereits als „Goldstandard“ des autonomen Fahrens gilt und kommerzielle Robotaxi-Dienste in mehreren US-Städten betreibt. Zuerst hatte InsideEVs berichtet.


Vision gegen Lidar: Welche Lösung ist besser?


Der Kern des Rückstands liegt in einer fundamental unterschiedlichen technologischen Philosophie. Tesla setzt bekanntermaßen auf „Tesla Vision“, einen Ansatz, der sich ausschließlich auf Daten von Kameras verlässt, die laut Elluswamy pro Stück nur zwischen einem und zehn US-Dollar kosten.


Waymo hingegen bestückt seine Flotte zusätzlich zu Kameras mit Lidar– und Radarsensoren. Diese galten lange als extrem teuer, doch laut Branchenbeobachter:innen sind die Kosten für Lidar-Einheiten mittlerweile auf unter 1.000 Dollar gefallen, was ihren Einsatz auch in günstigeren Fahrzeugen grundsätzlich ermöglicht.


Elluswamy verteidigt Teslas Weg als den „wertvolleren für die Welt“, da eine kostengünstige Lösung eine schnellere Skalierung erlaube. Er räumt jedoch ein, dass es „technisch anspruchsvoll“ sei, das Problem des autonomen Fahrens nur mit Kameras zu lösen. Entsprechende Tests werden immer wieder über Social Media gepostet, etwa beim Ex-Twitter X:


Wie herausfordernd Teslas alternative Herangehensweise sein kann, hat das Magazin Business Insider in einem Test beobachtet: Demnach war ein Tesla mit aktivierter FSD-Software in eine Fahrradspur gefahren und hatte eine rote Ampel überfahren, während ein Waymo eine vergleichbare Strecke fehlerfrei meisterte.


Ein Realitätscheck für Musks Robotaxi-Pläne


Elluswamys Eingeständnis verleiht den ambitionierten Plänen von Tesla-Chef Elon Musk einen erneuten Dämpfer. Musk verspricht seit Jahren eine bevorstehende Autonomie-Revolution und will bereits im kommenden Monat seinen ersten Robotaxi-Dienst in Austin starten.


Die realistische Einschätzung seines eigenen KI-Chefs wirft nun die Frage auf, wie leistungsfähig dieser Dienst anfangs wirklich sein wird. Sie reiht sich jedenfalls nahtlos ein in eine Serie von verschobenen Zeitplänen. So wurde beispielsweise eine vollständig autonome Fahrt von Küste zu Küste der USA bereits für das Jahr 2016 in Aussicht gestellt. Dabei ist es bislang geblieben.


https://t3n.de/news/wir-liegen-jahre-zurueck-tesla-ki-robotaxi-1689325/

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13 Kommentare

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Ich hoffe, der Mann hat genug für seinen Ruhestand gespart….😰
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Ich bin in Kalifornien beides gefahren und kann das nur bestätigen. In einem Waymo fühlt man sich sicherer als mit einem menschlichen Fahrer. Die Dinger sind der Wahnsinn.

Im Tesla FSD kann man sich nicht so entspannen. Die Fahrzeuge „sehen“ zu wenig, reagieren nicht so intelligent und schrappeln sogar zwischendurch Bordsteine oder andere Kanten.

Das Gefühl der Sicherheit des Menschen wird mMn. der größte Faktor für den langfristigen Erfolg. Und da hat Tesla noch viel Arbeit vor sich. (Man möchte die Zeit ja nutzen in der Karre um was anders zu machen als „eingriffsbereit“ zu bleiben und den Verkehr zu beobachten 😅)
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Diese "first mover" Goldstandards sind selten nachhaltig. Sie werden einfach vom technologischen Fortschritt überrollt. Ausnahmeist da vielleicht Apple wobei es auch bessere Smartphones gibt.
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@PaulPK Apple ist auch nicht technologisch am besten, aber die Marke ist sehr stark. Tesla war mal ähnlich, aber inzwischen sind sie technologisch überholt und die Marke wurde von ihrem CEO zerstört.
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@PikaPika0105 Technologisch überholt "nur" im eFahrzeug Bereich. Die Pipeline ist ja größer. Was FSD anbelangt werden sie imo bald viel günstiger und besser sein - und breiter aufrollen als Waymo. Marke ist "künstlich" beschädigt - am Ende ist "bad publicity better than no publicity."
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@PaulPK Stimme dir nicht zu. Im E-Fahrzeug Bereich sind sie überholt, was ihre einzige Einnahmequelle darstellt und daher essenziell für alles andere ist. Auf was basiert deine Einschätzung zu FSD? Ist doch auch wieder nur so eine Legende und in dem ganzen Beitrag von @Tenbagger2024 ging es ja darum, dass sie dort auch zurückliegen. Was „bad publicity is better than no publicity” angeht, würde ich sagen, dass das totaler Quatsch ist. Das funktioniert doch nicht so wie mit den Clicks auf Social Media. Das Image deiner Marke ist alles für dich als Unternehmen, gerade in einem derartig markenfokussierten Sektor. Bad publicity is bad publicity, because bad publicity means bad business. Tesla wird nicht Musks Ende sein, jedoch sieht es immer mehr danach aus als würde Musk Teslas Ende sein.
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@PikaPika0105 Sie hinken "nur" zeitlich hinterher. Mehr steht da ja nicht. Dass Teslas FSD (Full Self-Driving) langfristig besser sein könnte als Waymo, liegt nicht an der heutigen Leistung, sondern an einem grundlegend anderen technologischen Ansatz und Skalierungsvorteil. Hier sind die wichtigsten Gründe:

🔍 1. Vision-first statt Sensorfusion
Tesla setzt rein auf Kameras + neuronale Netze (end-to-end AI), ähnlich dem menschlichen Sehen.

Waymo verwendet ein klassisches „Sensor-Stack“-System: LiDAR, Radar, Kameras + regelbasierte Software.

Vorteil von Tesla: Das System lernt ständig, skaliert besser und kann mit der Zeit auch in unbekannten Umgebungen „sehen“ und verstehen.

📈 2. Skalierung durch reale Daten
Tesla hat Millionen von Fahrzeugen weltweit mit FSD-Beta im Einsatz.

Die Autos sammeln realistische Edge Cases im Alltag (Kreuzungen, Fußgänger, Baustellen).

Waymo dagegen fährt nur in wenigen, gut kartierten Städten (z. B. Phoenix, San Francisco).

Tesla verarbeitet diese Daten mit einem Dojo-Supercomputer, um seine neuronalen Netze zu trainieren – ein datengetriebenes, skalierendes System.

🧠 3. End-to-End Neural Network
Tesla entwickelt ein System, das von der Kameraaufnahme direkt zum Steuer-Output geht.

Kein Zwischenschritt mit festen Regeln oder Modulen – also keine klassische Logik für „Stoppschild → Bremsen“, sondern KI, die „versteht“.

Dadurch ist das Potenzial für menschlich wirkendes Fahren (auch in chaotischen Situationen) größer.

🌍 4. Geografische Generalisierung
Waymo funktioniert nur in geofenced Zonen – also dort, wo detaillierte HD-Karten vorliegen.

Tesla plant ein weltweit einsetzbares System, das überall ohne spezielle Kartierung funktioniert.

💸 5. Ökonomie & Massenmarkt
Teslas Ziel ist es, FSD für jedes Auto bereitzustellen (mit OTA-Updates).

Waymo ist eine Flottenlösung (Robotaxi) mit hoher Kostenstruktur: teure LiDAR-Systeme, aufwendige Kartierung, etc.

Tesla hat die größere Chance, ein bezahlbares, global nutzbares System zu liefern – was Investoren und Skalierung betrifft, ein enormer Vorteil.
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@PikaPika0105 In Tesla-Fall ist die bad publicity nicht gleich bad business - sondern vor allem dem politischen Engagement geschuldet und von linken getrieben. Das wird schneller verfliegen als ein Furz im Wind. Und sollte das FSD wie geplant aufgehen + Optimus in Massenproduktion, wird Tesla wieder Märkte dominieren, diesmal vermutlich uneinholbar.
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@PaulPK das ist doch alles rein theoretisch, nichts wurde bewiesen davon. Alles klingt toll, aber in der Realität ist es eben nicht immer so schön. Und wie sieht es mit der Regulierung aus? Sicherheit wird ein riesiges Thema werden. Waymo fährt nur in gut kartierten Städten, aber fährt. Ein Robotaxi von Tesla ist gerade erst wieder gecrasht und die Kameras alleine sind in realen Bedingungen ein Nachteil. Die Aufsichtsbehörde beobachtet sie auch kritisch. Wie wahrscheinlich ist eine Zulassung in Europa, China, Japan….? Eher gering. Nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch aus strategischen. Die Weltherrschaftsphantasien im Hinblick auf die Robotaxis halte ich deshalb für völlig überzogen. Der Shitstorm wird auch nicht so schnell verfliegen, denn diese Linken 50% der Bevölkerung, die das vorantreiben, waren vorher die größte Zielgruppe. Es waren die Ökos aus Kalifornien, die Tesla fuhren und nicht die Bauern aus Tennessee. Optimus ist ein weiteres Hype-Produkt. Kein Umsatz, keine Anwendung bisher, keine Ergebnisse. Erneut ist alles nur Fantasie und Erzählung. Von dem Skandal, dass auf deren Event, die Dinger einfach von Menschen ferngesteuert wurden, mal ganz abzusehen. Ich will die Robotiksparte an sich nicht für tot erklären, aber es ist den Hype einfach nicht wert und es gibt kein Alleinstellungsmerkmal, dass die Bewertung rechtfertigen würde. Bisher war es einfach so, alles was Tesla macht, ist das beste, was die Welt je gesehen hat, aber dieses Schauspiel hat so langsam sein Ende denke ich.
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@PikaPika0105
Die Chinesen lachen sich über solche Tesla berichte nur kaputt.
In China spielt die Musik was autonomes Fahren angeht
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@Tenbagger2024 ich denke, dass alle führenden Industrienationen bzw. -regionen ihre eigenen Systeme haben werden und es auch zu risikoreich wäre so etwas nicht selbst zu kontrollieren. Der Kampf ist am Ende wohl eher, wer sich in den Schwellenländern durchsetzt, die keine eigene FSD Technologie entwickeln (z.B. ASEAN Staaten, Lateinamerika…). Dort werden dann aber die Netzwerke der Konzerne besonders relevant meiner Meinung nach. Also wie lange sie schon vor Ort sind, wie gut ihre Kontakte in die Politik sind und wie groß das generelle Vertrauen in sie ist.
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@Tenbagger2024 Dort verankere ich auch die größte Gefahr für Tesla. Andererseits, es gab schon mal eine Zeit in der sich viele über Tesla kaputt gelacht haben :)
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@PaulPK Soso. Selten nachhaltig. Aha. Gibt's zu der steilen These auch Fundiertes oder ist das nur so 'ne Tesla-Jünger-Weisheit?

Wer die Vorreiterrolle hat, bleibt in den seltensten Fällen stehen, sondern entwickelt weiter. Und mit Google im Kreuz sind Investitionen in die Zukunft überhaupt kein Problem.

Tesla doktert seit knapp zehn Jahren an FSD und kriegt es nicht hin. Ich habe es zig mal gesagt: Nur mit Kameras wird es n-i-e-m-a-l-s ein FSD Fahrzeug geben.

Für den Kurs von Tesla ist's egal – der wird weiter steigen, bis auch der hinterletzte kapiert, dass Tesla bestenfalls noch eine mittelmäßige E-Auto-Klitsche ist.
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