Auch IBM $IBM (+0,76 %)
(NYSE: IBM) hat heute nach US-Börsenschluss die offiziellen Bücher für das 2. Quartal 2026 geöffnet.
Nach der heftigen Hiobsbotschaft und der Gewinnwarnung im Vorfeld (die die Aktie spürbar unter Druck gesetzt hatte), lag der Fokus der Anleger vor allem darauf, ob das Management den Jahresausblick aufrechterhalten kann.
📊 Die Zahlen im Überblick (Q2 2026)
Gesamtumsatz:
17,2 Mrd. USD (+1 % YoY; währungsbereinigt).
Einordnung: Hat die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt (~17,8 Mrd. USD vor der Gewinnwarnung), deckt sich aber mit den reduzierten Vorab-Zahlen.
Gewinn je Aktie (Adjusted EPS):
2,93 USD (+5 % YoY).
Einordnung: Punktlandung auf dem Niveau der reduzierten Konsens-Erwartung.
Free Cashflow (FCF):
2,5 Mrd. USD im Quartal (YTD knapp 4,8 Mrd. USD).
🔍 Performance der Sparten
Software:
7,8 Mrd. USD (+5 % YoY). Red Hat bleibt mit +11 % der verlässliche Wachstumstreiber.
Consulting:
5,3 Mrd. USD (stagnierend / +1 % cc). Kunden schieben KI-Beratungsprojekte weiterhin teilweise auf oder kürzen Budgets.
Infrastructure:
3,8 Mrd. USD (-7 % YoY). Während Mainframes (Z-Systeme) am Ende ihres Produktzyklus schwächeln, glänzte die Distributed Infrastructure (Power/Storage) mit +37 % und einem Auftragsbestand von 500 Mio. USD.
🔮 Angepasster Jahresausblick 2026 (Guidance)
Das Management um CEO Arvind Krishna lieferte den von den Anlegern erhofften Boden:
Umsatzwachstum (FY 2026): Wird nun auf 4 % bis 5 % (währungsbereinigt) präzisiert.
Free Cashflow: Wird weiterhin mit einem Plus von ca. +1,0 Mrd. USD gegenüber dem Vorjahr bestätigt (Ziel: ~12 Mrd. USD).
⚡ Das Fazit von Jack
Erleichterung nach dem Vorab-Schock:
IBM durchlebt aktuell eine Phase, in der Enterprise-Kunden Ausgaben von klassischer Beratung/Software hin zu reiner Hardware- & Cloud-Infrastruktur verschieben. Da die Zahlen im Rahmen der reduzierten Erwartungen lagen und der Cashflow sowie die Dividende unangetastet bleiben, dient der heutige Bericht primär der Kurstabilisierung.