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Rio Tinto verteidigt Doppelnotierung – Keine Änderung geplant

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Der Vorstand von Rio Tinto $RIO (-0,41 %)
$RIO (-3,14 %) hat den Aktionären einstimmig empfohlen, gegen einen Beschluss zu stimmen, der von einem aktivistischen Investor vorgeschlagen wurde, der eine unabhängige Überprüfung der doppelten Börsennotierung des Unternehmens fordert.


Palliser Capital, ein in London ansässiger Hedgefonds, hat den anglo-australischen Bergbaugiganten aufgefordert, seine Unternehmensstruktur in einer einzigen australischen Gesellschaft zu konsolidieren, da die derzeitige doppelte Börsennotierung in London und Sydney den Wert für die Aktionäre schmälere.


Im Vorfeld der Hauptversammlungen, die für den 3. April 2025 und den 1. Mai 2025 geplant sind, hat Rio Tinto eine Erklärung an alle Aktionäre herausgegeben, in der auf die von Palliser Capital und anderen Aktionären eingebrachte Resolution sowie auf die entsprechenden Berichte von Glass Lewis und ISS eingegangen wird.


Das führende internationale Beratungsunternehmen für Stimmrechtsvertreter Glass Lewis und ISS empfahlen den Aktionären von Rio Tinto, für den Antrag von Palliser zu stimmen, um eine ordnungsgemäße Prüfung der Vereinheitlichung der Struktur der doppelt börsennotierten Unternehmen von Rio Tinto durchzuführen.


In der Zwischenzeit erklärte Rio Tinto, dass die Gründe für die Vereinheitlichung der Strukturen von doppelt börsennotierten Unternehmen bei anderen Unternehmen, wie BHP, nicht auf seine eigene Situation anwendbar sind. Dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, u. a. auf den Standort, die Wachstumsaussichten und das Steuerprofil der Vermögenswerte der Gruppe sowie auf die Größe der Einheit, die bei einer potenziellen Vereinheitlichung der doppelt börsennotierten Unternehmen absorbiert werden müsste.


In der Einberufung zur Jahreshauptversammlung 2025 hat Palliser Capital einen Beschluss vorgeschlagen, der Rio Tinto plc auffordert, einen Ausschuss unabhängiger Direktoren einzurichten, in dem ein externer Aktionärsvertreter vertreten ist. Dieser Ausschuss soll prüfen, ob die Zusammenlegung der beiden börsennotierten Unternehmen zu einer Holdinggesellschaft mit Sitz in Australien den Interessen der Aktionäre am besten entspricht. In der Entschließung wird außerdem gefordert, dass der Ausschuss ein unabhängiges Gutachten zu dieser Frage in Auftrag gibt und einen umfassenden Bericht über seine Ergebnisse veröffentlicht.


Rio Tinto hat die Behauptungen von Palliser Capital über einen angeblichen Wertverlust in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar aufgrund der Struktur der doppelt börsennotierten Unternehmen als unbegründet und irreführend zurückgewiesen. Das Unternehmen argumentierte weiter, dass die Zusammenlegung der beiden börsennotierten Unternehmen für die Gruppe und ihre Aktionäre wertvernichtend wäre.

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