Hallo zusammen,
ich habe heute angefangen, eine Position im Weltraum-Sektor aufzubauen (konkret über den VanEck Space Innovators ETF / $JEDI (+8,7 %) ). Mir ist klar, dass das hier im Forum oft als "Nischen-Zock" abgestempelt wird, aber ich wollte mal meine tiefergehenden Überlegungen dazu teilen, warum ich das (wenn ich es durchhalte) als 40-Jahre-Investment sehe.
„Weltraum wird in der Zukunft wichtig“ ist mir als Argument auch zu dünn. Hier sind die drei Säulen, warum ich das für eine fundamentale industrielle Revolution halte:
1. Die drastische Senkung der Startkosten:
Das ist der "Nvidia-Moment" der Branche. Durch die Wiederverwendbarkeit von Raketen (SpaceX Falcon 9, bald Starship) sind die Kosten pro Kilo Nutzlast im Orbit massiv eingebrochen. Was früher Milliarden kostete, ist heute für kommerzielle Unternehmen bezahlbar. Das öffnet den Markt für Geschäftsmodelle, die vorher physikalisch und finanziell unmöglich waren.
2. Infrastruktur vs. Exploration:
Im $JEDI investiere ich nicht in vage Träume vom Mars, sondern in reale Infrastruktur. Es geht um Low Earth Orbit (LEO) Satelliten-Konstellationen. Wir reden hier über globales Hochgeschwindigkeits-Internet (Starlink/Kuiper), präzise Erdbeobachtung für die Landwirtschaft und Klimaforschung sowie Navigation. Das ist kein "Vielleicht", das ist die Erweiterung der digitalen Infrastruktur unserer Erde in den Orbit.
3. Asymmetrisches Chance-Risiko-Verhältnis:
Ich fahre eine Core-Satellite-Strategie (ca. 85 % Welt-ETF / 15 % Growth). Die 5-7 % im Space-Sektor dienen als Turbo oder Experiment . Sollte der Sektor scheitern, wird mein Depot durch den All-World aufgefangen. Sollte die "Space Economy" aber laut Prognosen bis 2035 auf 1,8 Billionen USD anwachsen, wird dieser kleine Hebel eine massive Überrendite gegenüber dem breiten Markt liefern.
Warum der ETF ($JEDI) und keine Einzelaktien?
Der Sektor ist extrem volatil und viele Firmen werden pleitegehen, während andere zu Giganten werden. Ich will nicht versuchen, das nächste "Space-Nvidia" selbst zu picken, sondern über das halbjährliche Rebalancing des Index automatisch in den Marktführern investiert bleiben (und potenziell auch einen SpaceX-IPO zeitnah mitnehmen).
Der Einstieg ist natürlich maximal ungünstig und vielleicht ist der „Hype“ auch für die nächsten Jahre abgefahren. Aber ich freue mich darauf so einer Position zuzusehen

